Fit für die Welt?

Teil 1: Britische Basics

Rund 140.000 Deutsche gehen jedes Jahr ins Ausland, so das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung. Immer mehr Firmen agieren global, Kontakte mit Menschen aus aller Welt sind an der Tagesordnung. Damit ist eine neue Qualität gefragt: Wissen, wie andere Nationen ticken. Interkulturelle Kompetenz“ ist die Eigenschaft, die ganz oben auf der Liste der Soft Skills steht, die für die Karriere zählen.



Relax! Niemand ist weltweit perfekt. Ein freier Kopf ist gefragt und Neugier auf die Vielfalt der Kulturen. Nützlich im Job dabei ist, Fettnäpfchen zu vermeiden. Englisch ist eine Weltsprache, aber was im deutschen funktioniert, kann anderswo falsch verstanden werden, wenn man es übersetzt.
Machen wir eine Exkursion zu den wichtigsten „Do’s und Don’ts“ der Nationen, die wir heute auf dem Schirm haben sollten. First of all nach Großbritannien, wo laut Auslandsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit die Qualität deutscher Berufsausbildung übrigens besonders geschätzt wird.



Wie sind die Briten? Was kommt an, was ist „no-no“ im United Kingdom?

„Die Engländer“ gibt es natürlich so wenig, wie man andere Nationen pauschalisieren kann. Ganz sicher gilt nicht, dass alle Briten steif, kühl und konservativ sind. Drei Grundregeln gibt es dennoch für eine gute Performance in Großbritannien: Höflichkeit, Pünktlichkeit und „Privacy“, das heißt: ein angemessener Abstand, körperlich wie zwischenmenschlich. Zurückhaltung kommt im Zweifel immer besser an in der Heimat des Understatement.

Do
Smalltalk (aber nicht am Telefon) am besten über Wetter, Freizeit, Urlaub
First names only! Der Vorname ist die offizielle Anrede im Business
Pünktlichkeit auf die Minute
"I'm afraid not! ist die beste Form, nein zu sagen
aktiv zuhören und mit Einwürfen wie "aha", "right", "I see" Aufmerksamkeit zeigen
It would be great, if... Wünsche immer sehr höflich formulieren
Shake hands nur beim ersten Mal

Dont's
Tabuthemen: Geld, Gesundheit, Familie, Politik, Aussehen, Religion. Witze über die Royals
Nicht so schnell zu privat und vertrauliches von sich preisgegen
Ungeduld und Drängeln sind schlechter Stil
Never say never! Absagen nie direkt formulieren!
"very interesting" ist negativ, von ironisch bis missbiligend
Unmöglich: asap
Unerwünscht: Schulterklopfen und andere Art von Tuchfühlung

Mehr wissen: Eine Mischung aus Kommunikations-Knigge, Business English und subtilem britischem Humor ist „Global English mit James McCabe“ als mp3-Hörbuch zum Download unter www.langenscheidt.de

Bitte posten! Habt ihr lustige oder peinliche Situationen in der interkulturellen Zusammenarbeit erlebt? Berichtet über eure Erfahrungen.

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