Frauen sind begehrt

Topaktueller Fakt: Deutschlands Frauenförderung ist besser als ihr Ruf. Rund 80 Prozent der Unternehmen investieren inzwischen in die weiblichen Karrierechancen. Ganz konkret soll bei der Telekom bis Ende 2015 jede dritte Position im mittleren und oberen Management mit einer Frau besetzt werden. In privaten Unternehmen haben so viele Frauan das Sagen wie nie zuvor. Rund 28 Prozent aller Top-Jobs sind dort in weiblicher Hand, sagt das statistische Bundesamt.




Immer mehr Jobs mit Familienanschluss

Für qualifizierte Frauen sind Kinder und Karriere kompatibel  geworden. Die Unternehmen machen immer bessere Angebote, um fähige junge Mütter nicht an den Herd zu verlieren. Mehr als 95 Prozent der Firmen bieten laut „Unternehmensmonitor Familienfreundlichkeit 2010“  flexible Arbeitszeiten oder Telearbeit an. Neun von zehn Arbeitgebern fördern Mütter und Väter besonders, zur Kinderbetreuung im Betrieb lassen sich fast zwei Drittel der Unternehmen etwas einfallen.


Die Babypause ist kein Aus

Die partnerschaftliche Regelung der Elternzeit greift. 40 Prozent der Frauen kehren nach ein bis zwei Jahren in den Job zurück, bei den hochqualifizierten Frauen sind es im ersten Jahr schon 57 Prozent. Es geht natürlich nicht gerade steil aufwärts während der Elternzeit. Viele Frauen fangen den Karriereknick aber mit Weiterbildung auf, jeder fünfte Arbeitgeber bietet spezielle Weiterbildungen für die Babypause an. Beratung dazu findet man bei den regionalen Stützpunkten von „Frau und Beruf“.


Alles wird gut?

Die Bertelsmann-Stiftung hat nachgefragt: Fast die Hälfte der 16- bis 29-Jährigen sehen die Chancen im Beruf gleichberechtigt verteilt. Tatsache: In der Generation der jüngeren Führungskräfte unter 30 Jahren liegt der Frauenanteil laut Infratest schon bei 37 Prozent. Tendenz steigend.


Check: Was geht für junge Mütter im Beruf?

Elterngeld vom Staat: Bis zu 14 Monate lang gibt es bei nicht mehr als 30 Wochenstunden mindestens 300 Euro, höchstens 1.800 Euro monatlich. Wichtig: rechtzeitig die günstigste Steuerklasse checken!

Recht auf Auszeit: Per Gesetz gibt es einen Anspruch auf drei Jahre Elternzeit, die auch gesplittet werden kann. Der Arbeitsplatz bleibt dabei sicher.

Krippe ohne schlechtes Gewissen: Schon für Babys ab neun Wochen gibt es kommunale oder private Betreuungsmöglichkeiten. Ernstzunehmende Studien wie die der Bertelsmann-Stiftung belegen, dass Kleinkinder sogar davon profitieren. Gute Infos unter www.fruehe-tagesbetreuung.de

Neues Recht auf Kita: Ab August 2013 haben Kinder schon mit einem Jahr einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz. Zwei Probleme werden allerdings nicht per Dekret verschwinden: Verfügbarkeit und Kosten (von 50-500 Euro monatlich). Es ist ratsam, sich so früh wie möglich umzusehen.

Weniger Hektik: Tagesmütter oder Tagesväter sind eine flexible Betreuungs-Lösung. Unter bestimmten Voraussetzungen zahlt das Jugendamt dazu. Infos unter www.tagesmutter.net
 
Steuervorteile einstecken: Kinderbetreuungskosten kann man steuerlich absetzen, zwei Drittel der Kosten pro Kind, höchstens 4.000 Euro pro Jahr.

Jede Menge Unterstützung online: Es gibt Netzwerke, Verbände und Infoportale. Zum Beispiel: Der Verband Berufstätiger Mütter unter www.vbm-online.de und das Super-Nachschlagewerk www.familienhandbuch.de

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