"Ich will meinen Körper nicht zum Endlager machen"

Aktion "Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz"


In einem Interview mit der Zeitung "Die Welt" beleuchtet Sarah Wiener interessante Aspekte zum Thema Ernährung, die einem auf den ersten Blick gar nicht so bewusst sind.

Die Welt:

In Ihrem Buch "Herdhelden" heißt es: "Kochen bedeutet, Verantwortung zu übernehmen." Was meinen Sie damit?

 

Sarah Wiener:

Wenn du für andere kochst, dann essen die Gäste natürlich das, was auf dem Teller liegt. Die Köchin hat es also in der Hand, wie ihre Mitesser ernährt werden.

 

Die Welt:

Das heißt also auch, es ist etwas faul mit unseren Ernährungsgewohnheiten?

 

Sarah Wiener:

Eine ganze Menge sogar! Dass wir alle nicht mehr wissen, was wir da überhaupt essen. Unlesbare Etiketten, Aromastoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker. Alles künstliche Stoffe, die unseren Geschmack manipulieren. Auch unsere Gier ist ein Problem: Wir wollen immer mehr und alles jederzeit. Weil Lebensmittel immer verfügbar und billig sind, schmeißen wir sie dann tonnenweise in den Müll. Wir werfen so viele Nahrungsmittel weg, dass wir wohl die ganze Menschheit damit ernähren könnten.

 

Die Welt:

Damit ist Ernährung also keine Privatsache?

 

Sarah Wiener:

Nein, beileibe nicht. Für ein stetiges Wachstum beuten wir Boden und Pflanzen mit Kunstdünger aus. Wir spritzen in unseren Monokulturen viele Gifte, die die Bodenmikrobiologie zerstören und unsere Nutzpflanzen schwächen – anstatt auf natürliche Resistenz und Selektion zu setzen. Wir sind gewissermaßen dabei, uns selbst abzuschaffen.

 

Das ganze Interview könnt ihr hier lesen!

Interview mit "Die Welt" vom 22.05.13


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