Volkskrankheit Rückenschmerzen?

So kannst du sie vermeiden und dagegen vorgehen.

Rund ein Viertel aller Fehltage gehen mittlerweile auf Rückenleiden zurück: 70% der Frauen und 58% der Männer müssen regelmäßig damit kämpfen. Aber zum Glück sind nur 7% der Fälle chronische Erkrankungen – die meisten Beschwerden heilen also von selbst wieder ab. Allerdings ist das für die Betroffenen trotzdem eine sehr schmerhafte Zeit, in der man sich stark eingeschränkt durch den Alltag schleppt. Das muss nicht sein! Wie du deine Rückenschmerzen aktiv bekämpfen und sogar im Vorfeld verhindern kannst, erfährst du in unserem aktuellen Monatsthema „Rückengesundheit“ auf AXA startklar!



Rund 30 Millionen Menschen in Deutschland haben regelmäßig Rückenprobleme, 70% von ihnen mindestens einmal im Jahr. Zu 85% sind diese Rückenschmerzen allerdings nicht auf Erkrankungen zurückzuführen (Bandscheibenvorfall, Knochenbruch oder Infektion), sondern die Ursachen liegen vielmehr in Dauerbelastung, Stress, schlechter Ernährung und allgemein zu viel Sitzen und zu wenig Bewegung.


Zu viel sitzen, zu wenig Bewegung

Jeder deutsche Erwachsene verbringt im Schnitt sieben Stunden pro Tag sitzend oder am Verkaufstisch oder (hinter) der Verkaufstheke stehend - jeder dritte Berufstätige sogar gute neun Stunden – ähnlich liegen die Zahlen auch für Studenten. Danach wird am Feierabend rund drei Stunden weiter gesessen: vor dem Fernseher, PC, Laptop oder Tablet.

Hinzu kommt, dass heutzutage immer weniger Sport betrieben wird, rund 50% in Deutschland üben keinerlei sportliche Aktivitäten aus. Der eklatante Bewegungsmangel trägt neben zahlreichen Erkrankungen wie Übergewicht und Herz-Kreislauf-Beschwerden auch zu den viel beklagten Rückenschmerzen bei, da die Rückenmuskulatur verkümmert.


Der Mensch ist für die Bewegung gebaut

Anthropologisch betrachtet war der Mensch die überwiegende Zeit der Menschheitsgeschichte Jäger und Sammler – viel Bewegung und körperliche Arbeit war auch noch bis vor wenigen Jahrzehnten die weitverbreitete Regel. Das viele Sitzen ist somit allein ein Phänomen der jüngsten Vergangenheit: Gejagt wird höchstens noch nach Schnäppchen im Internet und die gesammelten Lebensmittel werden tütenweise in den Kofferraum bugsiert.


Wie funktioniert das Rückgrat?

Zumindest physiologisch weist jeder Mensch ein Rückgrat auf: 33 Bandscheiben, zwischen denen die Bandscheiben wie Stoßdämpfer sitzen, um Stöße abzufedern. Zusammengehalten wird das Ganze von einem Paket aus Muskeln und Sehnen. Die Konstruktion ermöglicht elastische Bewegungen wie Drehen und Bücken und zugleich enorme Belastungen wie das Anheben einer Wasserkiste und schwererem. Umso besser unsere Rücken- und auch Bauchmuskulatur ausgebildet ist, desto reibungsloser funktionieren die Bewegungsabläufe.

Eine besondere Rolle spielen dabei die Bandscheiben. Diese Polster zwischen den Wirbeln sind wie kleine Schwämme: Werden sie entlastet, weiten sie sich und saugen Nährstoffe aus ihrer Umgebung auf, bei Belastung werden sie zusammengedrückt und geben Schadstoffe zum Abtransport an das umliegende Gewebe ab. Daher ist ein stetiger Wechsel zwischen Be- und Entlastung notwendig, damit ihr Stoffwechsel gut funktioniert. Langes Sitzen, Stehen oder Fehlhaltungen verhindern das allerdings: Durch den dauernden Druck verlieren die Bandscheiben das nötige Wasser und den vitalisierenden Austausch, sie flachen ab. Die häufige Folge: Rückenschmerzen!



Vorsorge ist gut, und gewiss nie zu spät!

Das beste Rezept zur Vorbeugung ist nach einhelliger Meinung die Bewegung. Und das am besten täglich. Denn nur wer rastet rostet. Schon sanfte Bewegungsarten wie Spazierengehen, Nordic Walking, Schwimmen, Radfahren oder Wandern kräftigen regelmäßig angewendet die Rückenmuskulatur – und sind zudem gut für die körperliche Ausdauer, die Beweglichkeit und die Figur. Also in der Freizeit raus in die Natur und regelmäßig bewegen!


Schnelle Übungstipps für den Alltag

Mit kleinen Tricks kann man aber auch im Alltag bereits viel erreichen: Zwischendurch immer mal wieder aufstehen, ein paar Schritte gehen, dehnen und strecken wirkt bereits Wunder. Am besten jede Stunde einmal. Aber überall winken Möglichkeiten, sich etwas mehr zu bewegen: Die Treppe statt den Aufzug oder die Rolltreppe benutzen, einfach eine Station früher aus der Bahn aussteigen oder mittags nach dem Essen mit Kollegen, Freunden oder Kommilitonen 10 Minuten um den Block laufen. Denn mobil sein und bleiben dient nicht nur der Vorbeugung gegen Rückenschmerzen: Gezielte und sanfte Bewegungen sind auch dann, wenn es bereits im Rücken zwickt, das Mittel der Wahl! 

Mehr zum Thema Rückengesundheit dann im nächsten Beitrag, in dem wir einen der bekanntesten Rückenspezialisten Deutschlands, Prof. Dr. med. Dietrich Grönemeyer, Radiologe und Gründer des Institut für MikroTherapie in Bochum, zum Thema Rückenschmerzen und Prävention interviewt haben.


Link-Tipp:

AXA bietet auf seiner Webseite einige wertvolle Informationen, die dir bei Rückenproblemen weiterhelfen. Hier findest du das Online-Rückenprogramm von AXA. Und auch Das PLUS von AXA  bietet mit der dreiteiligen Serie zur Rückengesundheit wichtige Informationen zu Ursachen, Gegenmittel und Therapien.

AXA startklar! wünscht dir und deinem Rücken eine gesunde Zeit!

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