Was bin ich?

Für immer und ewig? Nein, so lange dauert die Bindung, die man mit seinem Arbeitgeber oder Beruf eingeht, heutzutage meist nicht mehr. Dennoch - die Wahl, wie es nach der Schule weitergehen soll, ist oft die erste große Entscheidung im Leben eines jungen Menschen und eine der wichtigsten Weichenstellungen. Kein Wunder, dass viele Schulabgänger unsicher sind und nach Hilfe suchen – bei einem Berufsberater.




Für jede (berufliche) Lebenslage

Berufsberater gibt es für Schulabgänger, Hochschulabsolventen, für Berufsrückkehrer oder Erwerbstätige, die nach ein paar Jahren im Job noch einmal etwas ganz Neues ausprobieren möchten. Weil es Quereinsteiger deutlich schwerer haben, ist es umso wichtiger, von Anfang an in die richtige berufliche Richtung zu marschieren.
Wenn du gerade die Schule beendet hast, ist die örtliche Arbeitsagentur deine erste Anlaufstelle. Hier kannst du dich hier über deine berufliche Zukunft beraten lassen. Weitere Anbieter sind die Industrie- und Handelskammern, die Handwerkskammern, kommunale Stellen oder private Coaching-Einrichtungen.



Kostenlos oder honorarpflichtig?

Die Beratung bei den Arbeitsagenturen und den Kammern kostet nichts. Andere Stellen, insbesondere private Berater, berechnen ein Honorar, das sich nach dem Zeitaufwand richtet. Hier muss man Kosten zwischen 150,- Euro und 1.000,- Euro einplanen. Die Stiftung Warentest hat vor einiger Zeit verschiedene Berater getestet und den Mitarbeitern von den Arbeitsagenturen und Kammern ein nur mittelmäßiges Zeugnis ausgestellt. Deutlich besser schnitten kommunale und private Coaching-Institute ab. Die Investition in die eigene Zukunft lohnt sich also.


Wie finde ich einen guten Berufsberater?

Ein guter Coach darf ruhig ein paar Jahre auf dem Buckel haben. Reife bedeutet, dass er viel Erfahrung hat. Die meisten Berufsberater haben einen Background als Psychologe oder Pädagoge. Zusätzlich sollte er einige Jahre in der Wirtschaft gearbeitet haben, möglichst auf unterschiedlichen Positionen und in verschiedenen Branchen. Vielleicht hat er früher selbst Lehrlinge ausgebildet. Das ist eine gute Voraussetzung, um die Anforderungen und Möglichkeiten in möglichst vielen Berufen beurteilen zu können. Idealerweise steht er in engem Kontakt zur Industrie und zu Hochschulen und ist von daher über neue Ausbildungsberufe, Studiengänge und deren Marktchancen informiert.


Auf die richtige Spur kommen

In der Berufsberatung selbst geht es vor allem darum, dich gründlich kennenzulernen: deine Stärken und Schwächen, deine Wünsche, deine Wertvorstellungen, deine Talente, Interessen und Hobbys. Wenn er sich viel Zeit nimmt, macht er einen Test mit dir. Andersfalls finden sich Fragebögen im Internet, die du vor deinem Termin  beim Jobcoach bearbeiten kannst. Mit diesem Hintergrundwissen kann dein Berater dir Tipps geben, wo du dich am besten entfalten kannst und wo du verschiedene – vielleicht auch gegensätzliche – Neigungen einbringen kannst. Denn mittlerweile ist die Vielfalt auf dem Ausbildungsmarkt so groß, so viele Wege stehen offen, so viele öffentliche und private Hochschulen buhlen um Absolventen, dass es dem Einzelnen kaum möglich ist, das Gesamtangebot zu überblicken. Es gibt Berufe, die kaum bekannt sind, andererseits gibt es Traumjobs, bei denen nicht immer klar ist, welcher Weg zu ihnen führt. Und genau dabei sollte ein guter Berufscoach dir helfen. Wie du am meisten davon profitierst? Indem du offen bleibst und zugleich skeptisch. Winke einen Vorschlag nicht gleich ab, weil du ihn zuvor nicht in Betracht gezogen hast. Aber lasse dir auch nichts einreden, was dir widerstrebt. Wunder darfst du nicht erwarten. Niemand, nicht einmal ein Berufsberater, kann dir die Entscheidung abnehmen. Zum Glück ist sie heutzutage nicht mehr endgültig.

Rechtliche Hinweise
Die Artikelinhalte werden Ihnen von AXA als unverbindliche Serviceinformationen zur Verfügung gestellt. Diese Informationen erheben kein Recht auf Vollständigkeit oder Gültigkeit. Bitte beachten Sie dazu unsere Nutzungsbedingungen.