Was bringen dir Zusatzabschlüsse und weitere Qualifikationen im Beruf?

Der Einstieg ins richtige Berufsleben erfolgt meistens nach einer Berufsausbildung oder nach einem abgeschlossenen Studium an Universität oder FH – ist es damit genug oder ist es sinnvoll, weitere Abschlüsse und Qualifikationen zu erwerben?




Die Klassiker in der akademischen Aus- und Weiterbildung

Nach wie vor gelten der Doktor und der MBA als erstrebenswerte Titel. Der Weg zum Doktortitel ist nicht einfach – aber er öffnet weitere Türen zum Beispiel in die Bereiche der Forschung oder Lehre. Bis zur Verleihung des Doktortitels (Promotion) gilt es, das abgeschlossene Erststudium zu vertiefen und einen selbständigen Beitrag zur Forschung zu erbringen. Voraussetzung für eine Promotion sind eine ausreichend gute Durchschnittsnote im Erststudium (in der Regel mindestens 2,5 oder besser), einen betreuenden Doktorvater zu haben oder einen Platz in einem Promotionsprogramm. Die Dauer bis zum Titel ist von der Studienrichtung und dem persönlichen Einsatz abhängig – sie kann von wenigen Semestern bis zu mehreren Jahren reichen. Der Zugang zu einem MBA (Master of Business Administration) ist in fast allen Fällen an einen Hochschul- oder Fachhochschulabschluss und mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung geknüpft. MBA-Programme sind betriebswirtschaftlich orientiert und werden als Sprungbrett für eine erfolgreiche Karriere in der Wirtschaft angesehen. Ein Vorteil eines MBA-Studiums ist, dass dieses auch berufsbegleitend absolviert werden kann – der Nachteil sind die hohen Kosten (bis zu 12.000 Euro pro Semester). Die Dauer bis zum Abschluss beträgt in der Regel ein bis drei Jahre und hängt auch davon ab, ob du berufsbegleitend oder in Vollzeit studieren willst.


Berufsspezifische Qualifikationen und Abschlüsse.

Handwerk hat nach wie vor goldenen Boden – man muss nicht studiert haben, um beruflich erfolgreich zu sein. Als oberstes Gütesiegel im Handwerk gilt der Meistertitel. Diesen kann man nach dem Bestehen der Gesellenprüfung und dem Besuch einer Meisterschule im Rahmen einer ausführlichen Prüfung über das praktische Können im Meisterberuf sowie kaufmännische und betriebswirtschaftliche Kenntnisse erwerben. Der Meistertitel ist Voraussetzung für die selbständige Führung eines Meisterbetriebs in vielen Handwerksberufen. Auch hier unterscheiden sich die Dauer und Kosten nach Beruf. Die Meisterausbildung kann entweder in ca. zehn Wochen Vollzeit oder bis zu eineinhalb Jahren Teilzeit (Abend- und Wochenendlehrgängen) absolviert werden und kostet von ca. 4.000 Euro aufwärts.


Rechnet sich der Aufwand?

Abgesehen vom Ansehen, das ein Titel wie Doktor, MBA oder Meister in der Öffentlichkeit mit sich bringt, eröffnen sich weitere Chancen, wie ein Aufstieg in die Managementebene von Konzernen oder die Selbständigkeit. Eines haben jedoch alle Zusatzabschlüsse und -qualifikationen gemeinsam – sie können dich wirklich weiterbringen, kosten aber Zeit und Geld.

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