Ab nach draußen!

Es ist Frühling! Endlich wieder bei angenehmen Temperaturen draußen spielen, die Sonnenstrahlen genießen, das erste Eis essen... Jetzt ist es an der Zeit, den Garten nicht nur „schön“, sondern auch kindersicher zu machen. Der erste Check fällt noch umfangreicher aus, später geht es vor allem darum, alles „in Schuss“ zu halten und altersentsprechend anzupassen.
 



  • Verschaffen Sie sich einen Überblick, was in Ihrem Garten wächst und was davon giftig ist. Nehmen Sie ihn dabei aus der Kinderperspektive unter die Lupe: Pflanzen in der direkten Spielumgebung, z.B. neben dem Sandkasten, und alle Pflanzen mit Fruchtständen oder Beeren sind für Kinder besonders verlockend. Auf den blauen Eisenhut, die giftigste Pflanze Europas können Sie im Garten sicher gut verzichten. Bei weniger giftigen Pflanzen sollten Sie abwägen. Eine Übersicht gibt es zum Beispiel auf den Seiten der Giftzentrale Bonn.
  • Wasser hat eine magische Anziehungskraft, kann aber gerade für kleine Kinder gefährlich werden. Gartenteich, Pool, Regentonne, Bottiche – sichern Sie alle Wasserflächen mit festen Deckeln oder Gittern ab oder machen Sie sie unzugänglich. Das Gefährliche: Ertrinkungsunfälle passieren leise und bleiben daher oft unbemerkt. Dafür muss das Wasser nicht einmal tief sein. Achten Sie auch auf ungesicherte Teiche bei Nachbarn oder Freunden. Im Zweifelsfall müssen die Kinder dort ununterbrochen und aus nächster Nähe beaufsichtigt werden.
  • Gartengeräte, Werkzeuge und auch Leitern sind kein Spielzeug. Sägen, Astscheren & Co sollten nicht in die Hände Ihrer Kinder geraten und nicht offen herumliegen, zum Beispiel auf der Wiese während sie im Garten arbeiten. Besorgen Sie lieber eine Kinderausrüstung, damit der Nachwuchs „mitgärtnern“ kann.
  • Es ist toll, wenn im Garten auch Klettermaxe auf ihre Kosten kommen. Oder sind Sie früher nicht gerne auf Bäume oder in Baumhäuser geklettert? Wenn die Umgebung „klettersicher“ ist, gönnen Sie ihren Kindern ruhig den Spaß. Alte Obstbäume werden allerdings leicht morsch, dann sind sie tabu.
  • Wenn Sie Spielgeräte kaufen, achten Sie auf das GS-Zeichen und auf den korrekten Aufbau und Befestigung. Wenn die Geräte draußen überwintert haben, ist jetzt ist der richtige Zeitpunkt, sie mal wieder auf Standfestigkeit und Schäden zu kontrollieren.
  • Und noch eine wichtige Regel: Gerade an den ersten Sonnentagen sind viele Kinder aufgedreht und können sich kaum entscheiden, was sie nun draußen als erstes machen wollen: Radfahren, Ballspielen oder doch aufs Klettergerüst? Bei allem hin und her: Helme gehören beim Laufrad-, Fahrrad- oder Rollschuhfahren auf den Kopf. Auf Klettergerüsten, Rutschen oder Schaukeln sind sie tabu
Noch mehr Tipps für ein kindersicheres Zuhause gibt es in unseren Checklisten.