Fahrradtour mit Kindern – Nervenprobe für Mütter und Väter

Egal, ob gut ausgebauter Radweg, geteilter Rad- und Fußweg oder entlang der Straße, wenn man mit Kindern die ersten längeren Radtouren unternimmt, erlebt man viele Überraschungen. Da heißt es „Nerven behalten“ für Mütter und Väter.
 
Mal ist es ein freilaufender Hund, der plötzlich vor das Fahrrad läuft, mal mit enormem Tempo überholende E-Bike-Fahrer, die nicht damit rechnen, dass ein Kind plötzlich einen Schlenker macht. Ältere Kinder liefern sich auf dem Radweg ein Rennen ohne auf entgegenkommende Fahrräder zu achten oder einer fährt dem vor ihm fahrenden Radler hinten drauf, weil der plötzlich langsamer wird. Bei den ersten Fahrradtouren mit Kindern gibt es jede Menge Adrenalin-Kicks für Mütter und Väter. Gerade jüngere Kinder schauen gerne mal einem Schmetterling hinterher, träumen vor sich hin oder bleiben unvermittelt stehen, weil gerade die Nase juckt. Für sie ist es schon eine Herausforderung, auf einer Landstraße mit dem Rad nicht rechts an der Fahrbahnkante abzurutschen und gleichzeitig nicht zu weit auf der Fahrbahn zu fahren. Da hilft nur eins: ruhig bleiben, den Kindern schon vor der Fahrt die wichtigsten Regeln vermitteln und immer wieder üben. Das macht man am besten an Tagen, an denen nicht so viel los ist und in Gebieten mit wenig Autoverkehr, z.B. in Sackgassen, Spielstraßen oder auf Übungsplätzen.

Unsere Tipps für einen entspannten Fahrrad-Ausflug:



  • Ein Helm sollte immer zur Ausstattung gehören ­­– für Kinder und Erwachsene.
  • Nehmen Sie vorsichtshalber ein (Trost-)pflaster mit.
  • Probieren Sie vorher aus, ob Ihr Kind sicher geradeaus fahren kann, auch wenn der Boden uneben ist.
  • Wichtig ist, dass Ihr Kind die Aufforderung „rechts bleiben“ versteht und befolgen kann. Wenn das Kind rechts und links noch nicht kennt, geben Sie ihm kleine Hilfestellungen, wie: „Fahr an der Seite, wo die Klingel ist.“
  • Üben Sie an wenig befahrenen Straßen oder auf Übungsplätzen das sichere Fahren mit Ihrem Kind.
  • Wenn nur ein Erwachsener dabei ist, fährt dieser vor den Kindern. Wenn das Kind sich nach Ihnen umdrehen muss, verliert es leicht das Gleichgewicht.