Medienkompetenz - Sicher durch den Mediendschungel

Die Sendung mit der Maus, Bibis Beauty Palace, KiKa Logo!, Peppa Wutz oder Call of Duty. Für Kinder und Jugendliche gibt es zahlreiche Angebote in TV, Internet und Co. Für Eltern ist es schwer, da den Überblick zu behalten. Auf der einen Seite will man seine Kinder zeitig an die neuen Medien heranführen, auf der anderen Seite lauern jede Menge Risiken in der Medienwelt. Hilfreich ist es, gemeinsam erste Erfahrungen zu sammeln und den Kindern genau zu erklären, wie sie Medien sinnvoll nutzen. Frei nach dem Motto ‚Verstehen statt Verbieten‘.

Fernsehen nach wie vor beliebtestes Medium
Bei der Frage, welche Medien Kinder am liebsten nutzen, gibt es bei den sechs- bis 13-Jährigen nach wie vor einen klaren Favoriten: den Fernseher. Doch auch das Internet wird zunehmend wichtiger und schon die Jüngsten gehen immer früher online. Sicherlich hat auch Ihr Kind schon mal begierig auf Ihr Smartphone geschaut – oder kurz mit einer App gespielt. Laut einer Studie des Internationalen Zentralinstituts für das Jugend- und Bildungsfernsehen (IZI) * surfen schon knapp die Hälfte aller sechs- bis sieben-Jährigen gelegentlich im Internet. Bei den acht-bis neun-Jährigen sind es sogar schon über 80 Prozent. Damit sich Eltern langwierige Diskussionen à la „Ich will aber noch ein Tutorial gucken“ ersparen, helfen feste Zeit-Regeln und Alternativangebote wie ein gemeinsamer Ausflug in den Park, den Wald oder zum Spielplatz.

Spielen und Entdecken mit Medien – nicht alles ist schlecht
Damit Medienkonsum den Kleinen nicht schadet, sondern ihnen hilft, die Welt zu verstehen, gibt es für jede Altersklasse passende Angebote.

4-8 Jahre:
Kleinkindern schadet laut Diplom-Heilpädagogin Julia Spätling „jede Viertelstunde zu viel“ sei es fernsehen oder spielen mit Apps auf dem Tablet oder Smartphone. Erst ab einem Alter von etwa vier Jahren können Kinder die rasche Bildabfolge in Filmen oder Spielen richtig wahrnehmen und verarbeiten. Für Kinder im Vorschul- und Grundschulalter sollten Eltern sich vorab informieren und kindgerechte Inhalte aussuchen, die die Fantasie anregen und zum Mit- oder Nachmachen aufrufen. So lernen Kinder spielerisch den Umgang mit technischen Geräten während Denk- und Lernprozesse unterstützt werden. Da es den Kleinen in diesem Alter noch schwer fällt, zwischen Realität und Vorstellung zu unterscheiden, hilft es, wenn die Eltern dabei sind und Fragen beantworten. Gleichzeitig haben Mama und Papa dann eine genaue Vorstellung von dem, was Peppa Wutz und ihre Freunde treiben.

8-11 Jahre:
Mit steigendem Alter steigt auch das Interesse am Internet. Damit sich das Kind frei ausprobieren kann und vor unangenehmen Überraschungen geschützt ist, können Sicherheitseinstellungen und Jugendschutzprogramme helfen. Allein darauf verlassen sollte man sich aber nicht. Reden Sie trotzdem mit Ihrem Kind darüber, welche Risiken es im Internet gibt und wie es sich verhalten soll, wenn es auf unangemessene Inhalte wie Gewalt oder Pornographie stößt oder aufgefordert wird, private Daten Preis zu geben.

Es gibt zahlreiche Seiten im Netz, auf denen Eltern hilfreiche Tipps und Informationen bekommen und solche, die Kindern helfen, sicher durch das Netz zu navigieren.
Wir haben ein paar für Sie zusammengestellt: