Schikane gehört zum Schulalltag​ ​

Die gegenseitige Ausgrenzung und Demütigung von Schülern untereinander ist ein
zentrales Problem an den Grund- und weiterführenden Schulen in Deutschland. Knapp ein Drittel der im Rahmen des AXA Kindersicherheitsreports befragten Eltern sagt, dass ihr Kind bereits Schikanen von Mitschülern ausgesetzt war.
Auch Pädagogen kennen das Problem allzu gut. 94 Prozent der befragten Lehrer
berichten, dass sie täglich oder gelegentlich mit Fällen von
Ausgrenzung und bewusster Herabwürdigung unter Schülern zu tun haben.
Zu den häufigsten Gegenmaßnahmen der Pädagogen zählt das Aufstellen von Regeln oder Verträgen im Umgang miteinander, Elterngespräche, die Behandlung des Themas im Unterricht oder Streitschlichterprogramme. Eltern wiederum versuchen ihre Kinder dadurch zu schützen, dass sie sie zu
selbstbewusstem Verhalten erziehen, ein Vertrauensverhältnis zu ihnen aufbauen und sie über das Thema aufklären.
Dessen ungeachtet zweifelt jedoch jeweils rund die Hälfte der Lehrer und Eltern daran, dass die ergriffenen Maßnahmen gut oder gar sehr gut geeignet sind, die Probleme zu beheben. Eine Mehrheit der Lehrer sagt daher, dass Schulen Hilfe von
außen bräuchten, um Fälle von Ausgrenzung, Beleidigungen und Demütigungen beizulegen.
Um wirksam Fälle von Ausgrenzung unter Kindern und Jugendlichen lösen zu können, sind sich über 70 Prozent der Befragten einig, dass dies nur in Zusammenarbeit von Eltern und Lehrern gelingen kann. Einigkeit besteht auch darin, dass Lehrern aufgrund ihrer breiteren Wahrnehmung eine zentrale Rolle zukommt. Die höchste Zustimmung erfahren auf beiden Seiten außerdem die Aussagen „Lehrer sollten gut über das Thema informiert sein“, „Lehrer sollten Eltern auf Fälle hinweisen“, und „Lehrer sollten Kindern Verhaltenstipps geben können“.

Den Bericht zur Studie und die Ergebnisse im Detail finden Sie unter: https://www.axa.de/kindersicherheitsreport-2013