Wann sind wir endlich daaaaaa?

„Wie lange noch? Wann sind wir endlich da? Ich muss Pippi!“ Eltern kennen das. Eine Autoreise mit Kindern kann eine echte Nervenprobe sein. Mit der richtigen Vorbereitung ersparen Sie sich jede Menge Ärger und kommen gut und sicher ans Ziel.

Weniger Stress dank guter Vorbereitung

Planen Sie rechtzeitig, wann Sie los fahren wollen. Wenn Sie selbst gut ausgeruht sind, starten Sie nachts und profitieren von der vergleichsweise ruhigen Verkehrslage während die Kinder die ersten Stunden noch schlummern. Versuchen Sie Staus möglichst zu vermeiden. Eltern sollten sich vorab über Route, Fahrtdauer und eventuelle Ausweichrouten informieren. Regelmäßige Pausen sind für Fahrer und Kinder wichtig. An den meisten Raststätten gibt es Spielplätze oder Spielecken, in denen sich die  Kinder nach dem langen Sitzen ein bisschen bewegen können. Laut ADAC Empfehlung, sollte man nicht mehr als 500 Kilometer am Tag fahren. Bei längeren Strecken bietet sich eine Zwischenübernachtung an. Setzen Sie die Kinder erst ins Auto, wenn alles gut und sicher gepackt ist und achten Sie darauf, dass Koffer und schwere Gegenstände gut befestigt sind, damit sie im Fall einer Notbremsung nicht zu Geschossen werden.

Keine Chance der Langeweile

Langeweile führt bei Kindern zu Unzufriedenheit und Nörgeleien. Damit die gar nicht erst aufkommt, gibt es ein paar einfache Tipps. Zunächst ist es wichtig, Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Ohne Schuhe und Jacke dafür mit einer Decke und dem Lieblingskuscheltier können es sich Kindern im ihrem Sitz gemütlich machen.  Mit gesunden Snacks wie Obst, Rohkost oder Crackern können Sie Zeit überbrücken. Als Durstlöscher eignet sich am besten Wasser, sonst sind Limonade-Flecken auf den Sitzen vorprogrammiert. Für die meisten Kinder sind Hörspiele ein guter Zeitvertreib. Damit Sie dabei nicht parallel von Benjamin Blümchen und den Fünf Freunden beschallt werden und es auf dem Rücksitz keinen Streit gibt, nehmen Sie Kopfhörer mit. So entscheidet jedes Kind alleine darüber, welches Programm gerade laufen soll und Sie können sich vollständig auf die Fahrt konzentrieren. Schon jüngere Kinder können sich mit Fühl- oder Malbüchern eine ganze Weile alleine beschäftigen. Wenn gar nichts mehr hilft, müssen Mama und Papa mit ran: Ratespiele wie „Ich packe meinen Koffer“ oder „Ich sehe was, was du nicht siehst“ sind und bleiben sinnvolle Klassiker auf langen Fahrten.  Der eigenen Kreativität sind aber keine Grenzen gesetzt: Welchen (Quatsch-) Satz kann man mit den Anfangsbuchstaben der Autokennzeichen bilden? Sicherlich entstehen so einige lustige Geschichten. Mit älteren Kindern kann man auch Länderkennzeichen erraten – inklusive Lerneffekt.  Damit Kuscheltiere, Malbuch und Snacks stets in Reichweite bleiben und das Chaos im Auto sich in Grenzen hält, eignen sich Rücksitztaschen, die am Vordersitz befestigt werden. So vorbereitet wird die nächste lange Autofahrt mit der Familie zum Kinderspiel, also: los geht’s!

Trotz Kurzweil und Gemütlichkeit, achten Sie auf die nötige Sicherheit:

- Achten Sie auf einen gepolsterten und größenkonformen Kindersitz. Erst bei Kindern ab einer Größe von 150 Zentimetern reicht die alleinige Sicherung durch den Dreipunktgurt.
- Fahrer und Beifahrer müssen immer angeschnallt sein.
- Nutzen Sie die Kindersicherung des Autos, damit die Kinder nicht voreilig aus dem Wagen hüpfen.
- Denken Sie an Ihre Vorbildfunktion! Ihr Kind wird es sofort merken, wenn Sie während der Fahrt kurz eine SMS schreiben oder sich anderen Verkehrsteilnehmern gegenüber aggressiv verhalten.
- Schaffen Sie eine angenehme Temperatur im Auto. Eine Winterjacke ist bei der Fahrt nicht nötig – und im Falle eines Unfalls sogar eher gefährlich, da der Raum zwischen Gurt und Körper zu groß ist. Steht die Klimaanlage zu kalt, droht schnell eine Erkältung.
- Oft vergessen: Sonnenschutz – sichern Sie die Fenster mit einer Schutzfolie oder Sonnenblenden ab.
- Lassen Sie die Kinder nie alleine im Auto.
- Zusätzliche Tipps zur Sicherheit im Auto gibt es in der ADAC Broschüre „Mit Kindern unterwegs“.