Die Bundeswehr – eine starke Truppe für unsere Sicherheit

Männer, die für das eigene Land in den Krieg ziehen, gibt es schon seit dem Römischen Reich. Im Mittelalter wurden sie Kämpfer oder Krieger genannt, im 16. Jahrhundert kam das Wort Soldat zum ersten Mal auf. Soldat leitet sich von „Sold“ ab – und das ist der Lohn, den ein Heeresangehöriger bezieht. Anders, als in früheren Zeiten, steht heute die Friedenssicherung in unterschiedlichen Aufgabenbereichen im Vordergrund.



Zurzeit beträgt die Truppenstärke der Bundeswehr an die 200.000 Soldaten und Soldatinnen in den verschiedensten Bereichen – dazu kommen in etwa noch einmal halb so viele zivile Fachkräfte. Seitdem alle militärischen Laufbahnen für Frauen offen sind -  seit 2001 - entscheiden sich immer mehr Frauen für eine berufliche Zukunft bei der Bundeswehr. 2014 waren es knapp 20.000.

Wie die vielfältigen Aufgaben aussehen, welche beruflichen Chancen und Risiken es bei einem der größten Arbeitgeber Deutschlands gibt und wie der Einstieg in die Bundeswehr funktioniert, erfahren Sie von uns.




Was leistet die Bundeswehr?

Die Bundeswehr in Ihrer heutigen Form schützt vor allem Deutschland und seine Bürger. Sie sichert die außenpolitische Handlungsfähigkeit und trägt zur Verteidigung der Verbündeten bei. Um dies zu garantieren, hat die Bundeswehr die Aufgabe der Landesverteidigung im Rahmen der Nordatlantischen Allianz (NATO), sie sichert die internationale Konfliktverhütung und Krisenbewältigung – inklusive des Kampfs gegen den internationalen Terrorismus – und beteiligt sich an militärischen Aufgaben im Rahmen der gemeinsamen Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU.

Die Bundeswehr leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Heimatschutz – denn sie übernimmt Verteidigungsaufgaben auf deutschem Hoheitsgebiet, hilft bei Naturkatastrophen, schweren Unglücksfällen und schützt kritische Infrastruktur bei innerem Notstand. Doch nicht nur in Deutschland ist die Bundeswehr präsent – auch bei Rettungseinsätzen, Evakuierungen, Geiselbefreiung oder humanitärer Hilfe im Ausland wird die Bundeswehr eingesetzt.


Wie setzt sich die Bundeswehr zusammen?

Grundsätzlich besteht die Bundeswehr aus zwei Bereichen – den Streitkräften und der Verwaltung. Von den Soldaten und Soldatinnen der Streitkräfte sind ca. 95% Berufs- und Zeitsoldaten – der Rest (ca. 5%) sind Freiwillig Wehrdienstleistende. Darüber hinaus beschäftigt die Bundeswehr derzeit in der Bundeswehrverwaltung und in den Streitkräften zivile Fachkräfte.

Bereich Streitkräfte – das bewaffnete Instrument des Staates nach außen.

„Streitkräfte“ ist die übergeordnete Bezeichnung für die folgenden fünf Bereiche:

1. Landstreitkräfte – das Heer: Das Heer ist die größte Teilstreitkraft der Bundeswehr. Innerhalb des Heeres wird in Truppengattungen unterteilt – wie zum Beispiel Panzertruppe, Artillerie oder Infanterie. Im Gefecht wirken all diese Truppengattungen zusammen und sichern sich gegenseitig ab. Die Landstreitkräfte übernehmen die meisten Auslandseinsätze der Bundeswehr.

2. Luftstreitkräfte – die Luftwaffe: Die zweitgrößte Teilstreitkraft ist die Luftwaffe. Sie schützt den deutschen Luftraum, sichert zivile und militärische Einrichtungen nach außen hin ab und beteiligt sich an Auslandseinsätzen. Sie verfügt unter anderem über Jagdbomber, Hubschrauber, Flugabwehrraketen und Transportflugzeuge.

3. Seestreitkräfte – die Marine: Die Soldaten und Soldatinnen der Marine sind in 11 Marinestützpunkten an der Nord- und Ostsee stationiert. Mit Fregatten, Korvetten, Versorgungsschiffen, U-Booten – aber auch mit Flugzeugen und Hubschraubern – sichert die Marine die Seehoheit Deutschlands. Die Marine arbeitet bei Einsätzen und Übungen eng mit Seestreitkräften anderer Nationen zusammen.

4. Die Streitkräftebasis: In der Streitkräftebasis werden Unterstützungsleistungen erbracht, die nicht unmittelbar mit dem Kampf zusammenhängen. Darunter fallen zum Beispiel die Bereiche der ABC-Abwehr, die Feldjäger – das ist die Militärpolizei der Bundeswehr – die Feldpost, die Führungsunterstützung oder auch die Logistik sowie die Militärmusik. Die Streitkräftebasis wurde erst im Jahr 2000 eingeführt und ist der zweitgrößte Organisationsbereich der Bundeswehr.

5. Der Zentrale Sanitätsdienst: Bei Einsätzen im In- und Ausland kümmern sich die Soldaten und Soldatinnen des Zentralen Sanitätsdienst um ihre Kameraden und bei Bedarf auch um die Bevölkerung. Egal, ob in einem der fünf deutschen Militärkrankenhäuser oder dem Feldlazarett in Afghanistan – die Ausbildung und medizinischen Standards sind bei der Bundeswehr hervorragend.


Bereich Bundeswehrverwaltung – hält alles zusammen

Bei der Bundeswehrverwaltung arbeiten Beamte / Beamtinnen und Arbeitnehmer-/innen im Öffentlichen Dienst. Unterteilt wird die Verwaltung in die Bereiche IUD (Infrastrukur, Umweltschutz und Dienstleistungen), AIN (Ausrüstung, Informationstechnologie und Nutzung), P (Personal) sowie in Rechtspflege und Militärseelsorge.


Berufliche Chancen bei der Bundeswehr

Flexibilität, Ausdauer, Sportlichkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein – das sind die wichtigsten Eigenschaften, die man für eine Karriere bei der Bundeswehr mitbringen sollte. Vor allem als Sportler lohnt sich der Einstieg bei der Bundeswehr, denn die Bundeswehr fördert bis zu 750 deutsche Spitzensportlerinnen und -Spitzensportler in 15 Sportfördergruppen. Auch die Aufstiegschancen sind bei der Bundeswehr sehr gut und in der Soldatenlaufbahnverordnung gesetzlich festgelegt – das gibt Sicherheit. Die Einsatzmöglichkeiten sind enorm und reichen vom Bürojob bis hin zum Kampftaucher. Ein schöner Aspekt ist darüber hinaus das gute Gefühl, Menschen in Not helfen zu können.


Einstellungskriterien und Besoldung

Bei den Streitkräften der Bundeswehr hat – in Bezug auf die Vorbildung – so ziemlich jeder gute Chancen, eine passende berufliche Aufgabe zu finden. Ob als Freiwilliger Wehrdienstleistender mit 777,30 bis 1.146,30 Euro im Monat oder mit Hauptschulabschluss im untersten Mannschaftsdienstgrad mit 1.470 Euro, mit Realschulabschluss als Feldwebel im Truppendienst und einem Sold von 1.470 Euro bis 2.130 Euro – bis hin zum Akademiker als Offizier im höheren Dienst mit Besoldungsgruppe A13 bis A15 (3.780,31 bis 4.751,96 Euro). Vielfältige Zulagen z.B. für den Einsatz auf Schiffen oder Booten erhöhen den Sold zusätzlich.

Alle Möglichkeiten zum Einstieg in die Bundeswehr mit Aufgabenbeschreibungen und Besoldung finden Sie hier.

Detaillierte Informationen über die Voraussetzungen und Möglichkeiten für eine zivile Karriere bei der Bundeswehr finden Sie hier.

PLUS der DBV Das PLUS für Kunden der DBV

Als Spezialversicherer für den Öffentlichen Dienst kennen wir den speziellen Versicherungs- und Vorsorgebedarf der jeweiligen Berufsgruppen. Im Vordergrund steht bei der DBV ein genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmtes Paket aus Produkten, Services, Beratung und Betreuung.

Die Produktpalette reicht hierbei von der Unfallversicherung, Krankenversicherung, Dienst-/Berufsunfähigkeitsversicherung, Hausrat oder Wohngebäudeversicherung, Haftpflicht, Rechtsschutz, Existenzsicherung oder Rentenvorsorge bis hin zur perfekten Fahrzeugversicherung. Weitere Informationen über die Produkte und Leistungen finden Sie hier.


Risiken im Beruf

Besonders bei Auslandseinsätzen – bei denen übrigens auch die Besoldung sehr gut ist – birgt der Beruf des Soldaten einige Risiken. Es ist vor allem der Umgang mit vielen schweren Maschinen, der Unfälle verursachen kann. Auch das Hantieren mit Sprengstoffen und Munition erfordert besonders viel Umsicht. Nachdem die meisten Soldaten sowohl im Beruf als auch in der Freizeit sehr aktiv sind, können Sportverletzungen natürlich auch häufig auftreten. Deshalb ist eine Vorsorge mit einer Unfall- und Dienstunfähigkeitsversicherung unbedingt notwendig. Weitere Informationen können Sie auf der detaillierten Website der Bundeswehr nachlesen.

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