Bei der Polizei – spannende Aufgaben und beste Karrierechancen

Wilde Einsätze, gefährliche Verfolgungsjagden á la Hollywood und knifflige Kriminalfälle zeichnen das Bild der Polizei in den Unterhaltungsmedien. Aber entspricht dieses Bild  auch nur annähernd der Realität? Die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Polizei sorgt dafür, dass Gesetze eingehalten und dadurch die Sicherheit im Land aufrechterhalten bleibt. Der Begriff „Polizei“ stammt aus dem griechischen und leitet sich vom griechischen Stadtstaat „Polis“ ab. Unter „politeia“ wurde die weltliche Ordnung verstanden – und daraus entwickelte sich das deutsche Wort „Polizei“.



Fast 264.000 Polizeibeamte und Polizeibeamtinnen sorgen in den Ländern Deutschlands für Recht und Ordnung. Diese werden von über 46.000 Arbeitnehmern  im Öffentlichen Dienst durch Verwaltungstätigkeiten unterstützt. Zurzeit liegt der Frauenanteil bei den Polizeivollzugsbeamten – so bezeichnet man die, mit dem Vollzugsdienst der Polizei betrauten Polizeibeamten, welche zumeist in Uniform gekleidet sind – bei ca. 20%.





Die Struktur und Aufgaben der deutschen Polizei


Was landläufig in Deutschland mit „Polizei“ bezeichnet wird, setzt sich aus 16 Länderpolizeien und zwei Bundespolizeien – dem Bundeskriminalamt und der Bundespolizei (ehemaliger Bundesgrenzschutz) – zusammen. Darüber hinaus gibt es noch die Polizei des Deutschen Bundestags.



Polizisten sind im Rahmen der Inneren Sicherheit in folgenden Bereichen tätig:


Schutzpolizei: Sie ist hauptsächlich für die Gefahrenabwehr zuständig und sorgt für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung. Sie sind zumeist im Streifendienst unterwegs, bekämpfen Kriminalität, verhindern Verbrechen, sichern Spuren  und klären Straftaten auf. Die Schutzpolizei hat auch beratende Funktion gegenüber dem Bürger in Bezug auf Verbrechensprävention, Straßenverkehr und vieles mehr.

Verkehrspolizei: Diese überwacht den fließenden Verkehr, nimmt Unfälle auf und ist für Verkehrskontrollen zuständig.

Kriminalpolizei:
Sie beschäftigt sich fast ausschließlich mit der Aufklärung und Vorbeugung von Verbrechen. Die Abteilungen in der Kriminalpolizei werden nach den Delikten unterteilt – zum Beispiel Mord, Internet- oder Wirtschaftskriminalität oder Drogendelikte.

Bereitschaftspolizei: Die Bereitschaftspolizei unterstützt andere Polizeibereiche zum Beispiel bei Großeinsätzen wie Naturkatastrophen oder Demonstrationen.

Wasserschutzpolizei:
Sie sorgt für Verkehrssicherheit im Wasser, verfolgt Straf- und Ordnungswidrigkeiten sowie Umweltdelikte.

Bundespolizei:
Der ehemalige Bundesgrenzschutz überwacht unter anderem die Grenzen Deutschlands, stellt die Sicherheit des Luftverkehrs sicher, bekämpft organisierte oder überörtliche Kriminalität – zum Beispiel im Schleuserwesen – und unterstützt das Auswärtige Amt bei der Sicherung von diplomatischen Vertretungen im Ausland.

Bundeskriminalamt
: Das Bundeskriminalamt koordiniert die nationale Verbrechensbekämpfung in Zusammenarbeit mit den Landeskriminalämtern und ermittelt in schwerwiegenden Kriminalitätsfeldern mit Auslandsbezug.

Polizei beim Deutschen Bundestag: Sie ist für die Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung im Parlament und am Gelände des Bundestages verantwortlich.

Sondereinheiten der Polizei
: Hier sind Spezialisten für Terrorbekämpfung, Geiselbefreiung und anderer Verbrechensformen zu finden, die durch spezielles Training und spezielle Ausbildung in der Lage sind, Situationen zu meistern, die „normale“ Polizeibeamte überfordern würden. Zum Beispiel bei der GSG 9 und der MFE (mobile Fahndungseinheit) der Bundespolizei oder dem MEK (mobiles Einsatzkommando), dem  PSK (Präzisionsschützenkommando) und dem SEK (Spezialeinsatzkommando) der Polizei.

Generell ist es Aufgabe der Polizei, die Gesetze des Staates nach innen – also die innere Sicherheit für die Bürger – durchzusetzen. Alle Einheiten der Länder- und Bundespolizeien haben somit als grundlegende Aufgabe die Gefahrenabwehr. Die Gefahrenabwehr ist präventiv und sorgt dafür, die öffentliche Ordnung und Sicherheit zu gewährleisten. Die zweite grundlegende Aufgabe ist die Strafverfolgung.



Berufliche Chancen bei der Polizei

Wer bei der Polizei einsteigen will, sollte kontaktfreudig und belastbar sein, denn der tägliche Umgang mit Menschen, die womöglich gegen das Gesetz verstoßen haben, erfordert dies in hohem Maße. Dafür winkt eine interessante und vielfältige Tätigkeit, bei der man einen großen Dienst für die Bürger und die Sicherheit in Deutschland leistet. Teamfähigkeit ist eine weitere Voraussetzung – denn vor allem im Bereich der Schutzpolizei ist man in den seltensten Fällen alleine unterwegs und auch die Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen oder Dienststellen steht auf der Tagesordnung. Die Aufstiegschancen und die soziale Absicherung sind bei der Polizei sehr gut und durch die Möglichkeit der Spezialisierung findet jeder einen Bereich, der ihn interessiert. Darüber hinaus ist der Job krisensicher, genießt in der Bevölkerung hohe Akzeptanz und die Bezahlung kann sich auch sehen lassen.



Einstellungskriterien und Besoldung


Für den mittleren Polizeidienst wird mindestens mittlere Reife oder der qualifizierende Hauptschulabschluss und eine passende Berufsausbildung vorausgesetzt. Nach der Ausbildung – in der man die Amtsbezeichnung „Polizeimeister-Anwärter“ trägt – ist man Polizeimeister und kann bis zum Polizeihauptmeister aufsteigen. Die Besoldung erfolgt nach dem Bundesbesoldungsgesetz – ein Anwärter im mittleren Dienst wird in der Besoldungsgruppe A7 geführt und erhält derzeit knapp über 1.000 Euro monatlich. Danach liegt die Besoldung zwischen ca. 2.100 Euro (Einstieg mit A7) und kann auf bis zu ca. 3.150 Euro (in der höchsten Dienstaltersstufe und A9) steigen.

Für den gehobenen Dienst wird mindestens die Fachhochschulreife vorausgesetzt. Hierbei lautet die erste Amtsbezeichnung nach der Anwärterzeit „Polizeikommissar“ mit Aufstiegschancen bis zum „Ersten Polizeihauptkommissar“. Eingestuft wird die Besoldung hierbei von A9 bis A13 und beträgt bei einem Anwärter knapp über 1.050 Euro, nach der Ausbildung ca. 2.400 Euro und kann bis zu 4.800 Euro (z. B. Bund) monatlich steigen.

Um in den höheren Polizeidienst einsteigen zu können, wird im Allgemeinen ein Hochschulstudium – zum Beispiel Rechtswissenschaften – gefordert. Dafür steigt man  während der Ausbildung mit über 1.250 Euro im Monat ein, nach der Ausbildung sind es in A13 sogar schon über 3.700 Euro und als „Leitender Polizeidirektor“ beträgt die Besoldung mit entsprechendem Dienstalter über 6.500 Euro monatlich. Höchste Positionen – wie der Polizeipräsident – werden nach der Besoldungsordnung B bezahlt.

Die Beträge können je nach Bundesland stark variieren (z. B. Bund, Baden-Württemberg, Bayern hohe Beträge und Berlin, Brandenburg, Bremen niedrigere Beträge). Familienzuschläge, vermögenswirksame Leistungen und bezahlte Mehrarbeit bessern die Besoldung  zusätzlich auf. Alle Laufbahnen haben bei der Einstellung gemein, dass die Bewerber ein Auswahlverfahren absolvieren müssen, bei dem auch die sportlichen Leistungen beurteilt werden. Selbstverständlich müssen Bewerber die beamtenrechtlichen Voraussetzungen erfüllen (z.B. die deutsche Staatsbürgerschaft oder die Staatsbürgerschaft eines EU-Mitgliedslandes besitzen). Die Ausbildung ist vielfältig und umfasst im theoretischen Bereich zum Beispiel Strafrecht, Polizeirecht, Verfassungsrecht, Kriminalistik, Waffenkunde und vieles mehr. Zur praktischen Ausbildung gehören unter anderem Schießtraining, Einsatztraining, Selbstverteidigung, Erste Hilfe und die Fahrausbildung.

Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst  beziehen bei der Polizei – je nach Einstufung und Qualifikation – zwischen knapp 2.000 Euro und ca. 2.250 Euro (Einstiegsentgelt Entgeltgruppe E5 bis E8 – Berufe mit mindestens dreijähriger Berufsausbildung) und knapp 3.300 Euro bis 3.900 Euro (Einstiegsentgelt Entgeltgruppe E13 bis E15 – Fachkräfte mit wissenschaftlichem Studium oder Masterabschluss).

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden der DBV

Als Spezialversicherer für den Öffentlichen Dienst kennen wir den speziellen Versicherungs- und Vorsorgebedarf der jeweiligen Berufsgruppen. Im Vordergrund steht bei der DBV ein genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmtes Paket aus Produkten, Services, Beratung und Betreuung.

Die Produktpalette reicht hierbei von der Unfallversicherung, Krankenversicherung, Dienst-/Berufsunfähigkeitsversicherung, Hausrat oder Wohngebäudeversicherung, Private  Haftpflicht, Dienst- und Vermögensschadenhaftpflicht, oder Rentenvorsorge bis hin zur perfekten Fahrzeugversicherung. Weitere Informationen über die Produkte und Leistungen finden Sie hier.




Risiken im Beruf


Wer sich für den Polizeidienst entscheidet, genießt Ansehen und Respekt – sollte aber gerade im Streifendienst immer auf seine persönliche Sicherheit achten. Gerade bei Einsätzen mit dem Dienstwagen ist oft Geschwindigkeit gefragt. Natürlich werden die Polizeibeamten durch Verkehrssicherheitstrainings bestens auf solche Situationen vorbereitet – ein Unfall kann aber, wie bei allen anderen Verkehrsteilnehmern, immer passieren. Beim Umgang mit Schusswaffen ist auch Vorsicht geboten – Unfälle passieren in diesem Bereich zwar selten – aber gerade beim Be- und Entladen der Waffe muss man immer hellwach sein. Natürlich kann es im Berufsalltag  zu körperlichen Konfrontationen kommen.  Ein Sicherheitsfaktor hierbei ist, dass Polizeibeamte auf Streife – und vor allem bei Einsätzen –  nie alleine unterwegs sind und Verstärkung bei Bedarf sofort zur Stelle ist. Ist man sich dieser Gefahren bewusst – und hat man sich mit einer umfassenden Unfall- und Dienstunfähigkeitsversicherung abgesichert – lassen sich viele Risiken minimieren.

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