Quereinstieg – neue Chancen im Öffentlichen Dienst

Einmal einen Beruf zu erlernen und diesen lebenslang auszuüben – das war bis ins späte 20. Jahrhundert zumeist gang und gäbe. Doch der traditionelle Arbeitsmarkt ist in Bewegung geraten. Die Ortsgebundenheit hat sich verändert – Flexibilität lautet die Devise! Dort zu leben, wo die Jobmöglichkeiten größer sind, ist mittlerweile in vielen Branchen üblich. Auch sich mehrmals im Leben von der Aufgabe her umzuorientieren, ist mittlerweile für viele Arbeitnehmer nichts Ungewöhnliches.
Durch den steigenden Fachkräftemangel ergeben sich Chancen, die früher nicht vorhanden waren – so zum Beispiel der Quereinstieg in den Öffentlichen Dienst.




Warum beim Öffentlichen Dienst bewerben?

Dem  Öffentlichen Dienst steht eine massive Pensionierungswelle bevor – in den nächsten 20 Jahren scheiden - laut Interamt.de - fast 20% aller Beschäftigten altersbedingt aus. Geplant sind 30.000 bis 40.000 Neueinstellungen pro Jahr – die Chancen eines Quereinstiegs für qualifizierte Arbeitnehmer stehen somit derzeit so günstig, wie selten zuvor.

Ob bei der Bundeswehr, dem Auswärtigen Amt, einer staatlichen Kindertagesstätte oder als IT-Profi in der Verwaltung – die Aufgaben und Möglichkeiten sind bei keinem anderen Arbeitgeber in Deutschland so vielfältig. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Bereiche des Öffentlichen Dienstes ist für fast alle Ausbildungen und Qualifikationen etwas Passendes dabei.

Die Vorteile einer Beamtenlaufbahn oder als  Arbeitnehmer im ÖD liegen auf der Hand: geregelte und flexible Arbeitszeiten, hervorragende Aufstiegschancen mit entsprechend guter Entlohnung, Jobsicherheit und eine ausgezeichnete Altersabsicherung sind nur einige der Gründe, sich für einen Job im Öffentlichen Dienst zu interessieren. Darüber hinaus genießen Beamte und  Arbeitnehmer im Öffentlichen Dienst generell großes Ansehen – auch bei Banken und Versicherungen. Finanzielle Vorteile bei Immobilienfinanzierungen oder Krediten und vergünstigte Versicherungsprämien sind absolut üblich.

Gerade als Quereinsteiger mit entsprechender Ausbildung und Berufspraxis hat man bei einer Bewerbung gute Karten, denn man kann schon nach kürzester Zeit selbständig und eigenverantwortlich arbeiten.


Wer wird benötigt und wieso?

Ein Großteil aller Stellen im Öffentlichen Dienst entfällt auf Länder und Kommunen, die mit fast 80 Prozent aller Beschäftigten die größten Arbeitgeber sind. Ämter, Behörden und ähnliche Institutionen müssen sich immer stärker in Richtung Kunden orientieren, denn sie sind auch Dienstleister und dementsprechend serviceorientiert sollten sie aufgestellt sein. Dazu bedarf es – neben fachlichen Kompetenzen im Verwaltungsbereich – auch ein freundliches Auftreten und soziale Kompetenzen im persönlichen Gespräch. Es geht also vor allem um die persönlichen Facetten – dazu gehören auch der Blick über den Tellerrand, die Lust auf etwas Neues und Begeisterung für die Sache.

Auch im Wirtschaftsbereich wird immer nach Fachleuten gesucht. Deutsche Behörden werden zunehmend nach den Anforderungen und Überlegungen von privaten Wirtschaftsunternehmen geführt – Finanzfachleute, Controller, IT-Spezialisten etc. können hier helfen, die Behörden auf Kurs zu bringen. Informatiker oder Betriebswirtschaftler sollten also mit einer Bewerbung nicht zögern.

Ein großes Thema im Öffentlichen Sektor ist die Umweltpolitik – erneuerbare Energien, energetische Sanierungen, die in ökologischer und wissenschaftlicher Sicht auf dem letzten Stand sind, benötigen Fachkräfte.

Darüber hinaus werden zum Beispiel Bürofachkräfte in der Bundesagentur für Arbeit, an Universitäten und Bundesministerien gesucht, Berufschullehrer in der Metallindustrie, Elektrotechnik oder Sozialpädagogik, Gymnasiallehrer für unterschiedliche Fächer und Fächerkombinationen – zum Beispiel Mathematik, Musik oder Physik. In vielen Bereichen haben Hochschul-Absolventen noch nicht die gefragte Praxis – deshalb werden gerade Akademiker mit Erfahrung besonders gerne eingestellt.

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden der DBV

Als Spezialversicherer für den Öffentlichen Dienst kennen wir den speziellen Versicherungs- und Vorsorgebedarf der jeweiligen Berufsgruppen. Im Vordergrund steht bei der DBV ein genau auf die Bedürfnisse der Zielgruppe abgestimmtes Paket aus Produkten, Services, Beratung und Betreuung.

Die Produktpalette reicht hierbei von der Unfallversicherung, Krankenversicherung, Dienst-/Berufsunfähigkeitsversicherung, Hausrat oder Wohngebäudeversicherung, Haftpflicht inkl. Dienst- und Vermögensschadenhaftpflicht, Existenzsicherung oder Rentenvorsorge bis hin zur perfekten Fahrzeugversicherung. Weitere Informationen über die Produkte und Leistungen finden Sie hier.


Voraussetzungen für eine Bewerbung als Quereinsteiger und Karrierechancen

Die Öffentliche Hand hat auf den Fachkräftemangel reagiert und die bislang geltende Altersobergrenze für die Einstellung von 35 Jahren aufgeweicht. Bei Bund und Ländern gibt es unterschiedliche Regeln – aber eine Bewerbung von Personen bis zu einem Alter von 40 Jahren ist zurzeit möglich. Die Altersgrenze sollte am besten beim Wunscharbeitgeber nachgefragt werden.

Hauptvoraussetzung neben dem entsprechenden Alter ist die Qualifikation und Ausbildung für die ausgeschriebene Stelle. Eine Gesundheitsprüfung ist Bestandteil des Aufnahmeverfahrens, behinderte Personen werden bei gleicher Qualifikation bevorzugt. Für eine Einstellung im einfachen Dienst ist der Hauptschulabschluss Voraussetzung, für den mittleren Dienst die mittlere Reife oder ein Hauptschulabschluss mit anschließender, entsprechender Berufsausbildung, im gehobenen Dienst wird die Fachhochschul- oder Hochschulreife – in manchen Bereichen auch ein Fachhochschulstudium – vorausgesetzt und im höheren Dienst muss ein abgeschlossenes Hochschulstudium nachgewiesen werden.


So schnappen Sie sich den Job

Wer sich als Quereinsteiger für einen Job im Öffentlichen Dienst bewirbt, sollte sich zuerst seine Kompetenzen und Stärken überlegen und diese dann in der Bewerbung herausstreichen. Fachfremde oder fachübergreifende Qualifikationen oder Weiterbildungen können ein großer Pluspunkt sein und der Wunsch nach einem Wechsel in den Öffentlichen Dienst zeigt Flexibilität und Aufgeschlossenheit. Auf alle Fälle sollten Sie sich Argumente zurechtlegen, warum Sie sich nicht im ursprünglichen Beruf, sondern im Öffentlichen Dienst bewerben – diese Frage kommt beim Bewerbungsgespräch mit Sicherheit auf. Vielleicht haben Sie ja in der bisherigen Tätigkeit schon Projekte bearbeitet, die in Richtung der neuen Aufgabe gehen, Sie dieser Bereich interessiert und Sie Ihre Kenntnisse ausweiten möchten – das wären gute Argumente.

Die Bewerbung sollte den üblichen Standards entsprechen und ein Anschreiben enthalten, in dem Sie darstellen, über welche Kenntnisse und Ausbildungen Sie verfügen und warum Sie sich genau auf diese Stelle bewerben. Auf das Anschreiben sollte ein Deckblatt folgen, auf dem die Bezeichnung des angestrebten Jobs steht und Ihre Adresse, E-Mail und Telefonnummer. Danach kommt ein tabellarischer Lebenslauf – lückenlos vom Schulabschluss bis zum Zeitpunkt der Bewerbung – und zu guter Letzt noch Zeugnisse, Seminar- und Weiterbildungsbestätigungen, beginnend mit den aktuellsten.

Hilfreiche Links und Stellenportale für den Öffentlichen Dienst

AXA wünscht Ihnen viel Erfolg bei der Bewerbung und viel Spaß mit Ihrer neuen Tätigkeit!

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