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Mit gesunder Ernährung mehr Appetit auf ein langes Leben!

Serie Ernährung Teil 1

Unsere Ernährung stellt die Weichen für körperliche und geistige Gesundheit. Das gilt ein Leben lang und bekommt im Alter noch einmal eine ganz besondere Bedeutung: Was wir in den späten Jahren essen, bestimmt mit, wie wir leben und wie lange.

„Du bist, was du isst.“ Das ist alles andere als eine Binsenweisheit, „Um das Wohlbefinden und die Lebensqualität zu erhalten, ist ein genussvolles und ausgewogenes Speisenangebot von großer Bedeutung.“ sagt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung und die meisten von uns können das unterstreichen.

Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, die Freude am Genuss zu verlieren und damit auch nicht mehr ausreichend mit lebenswichtigen Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und Flüssigkeit versorgt zu sein. Nach Schätzung des Medizinischen Dienstes der Spitzenverbände der Krankenkassen (MDS) leiden in Deutschland 1,6 Millionen der über 60-Jährigen unter chronischer Mangelernährung – davon leben 1,3 Millionen zu Hause und 330.000 in Altenpflegeheimen. Die Anzeichen der Defizite werden von den Betroffenen selbst, oft genug aber auch von noch so liebevollen Angehörigen und Betreuern nicht früh genug erkannt.

Das Risiko kommt durch die kalte Küche

Eine Kostprobe erfahren wir schon bei einem gewöhnlichen Schnupfen: Wenn die Leistung der Sinne nachlässt, schwindet das Genussempfinden. Im Alter verringert sich die Anzahl der Geschmacksknospen und der Geruchssinn wird schwächer. Dadurch empfinden ältere Menschen das Essen häufig als fade und unattraktiv. Krankheiten und seelische Verstimmungen tun ein Übriges zur Appetitlosigkeit. Dazu kommen noch ein paar organische Tücken: Das natürliche Durstgefühl lässt im Alter nach wie auch der gesunde Hunger: Durch weniger Muskelmasse entsteht ein geringerer Energieumsatz – man ist schneller satt und bleibt es länger. Der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen verringert sich dabei allerdings selbst im hohen Alter nicht.

Wenn Defizite erst einmal entstanden sind, kann alles ganz schnell gehen. Vor allem Protein- und Mikronährstoffmängel schwächen das Immunsystem, Komplikationen im Krankheitsfall werden häufiger. Eine an Nährstoffen reiche Nahrung wirkt sich dagegen erwiesenermaßen auch noch im Alter von mehr als 80 Jahren positiv auf Gesundheitszustand, geistige Fähigkeiten und sogar auf die Überlebenszeit aus.

Würden Sie es richtig machen?

Wir alle wissen heute immer mehr über Ernährung. Trotzdem beklagen in einer aktuellen Studie des Lebensmittelkonzerns Nestlé immerhin 85 Prozent der Befragten, dass sie mit ihrer Ernährungsweise unzufrieden sind. Das Problem: Bei der Fülle von Informationen über komplizierte Zusammenhänge bleiben die ganz einfachen Fragen des gesunden Lebensstils häufig auf der Strecke:

  • Was ist eigentlich gesund und für wen?
    Gelten für alle Menschen ein Leben lang die gleichen Regeln? Oder haben ältere Menschen etwa doch andere Bedürfnisse?
  • Soll man Faustregeln befolgen und wenn ja welche?
    Sind drei Mahlzeiten mit großen Zwischenraum besser oder doch fünf kleine? Gilt das dann immer und in jedem Alter?
  • Worauf muss man im Alter besonders achten?
    Gibt es besonders prekäre Nährstoffe – wenn Menschen zum Beispiel nicht mehr ausreichend Sonne und frische Luft tanken können?
  • Wie bekommt man die Fürsorge für einen alten Menschen und eine Familie mit Kindern unter einen Deckel?
    Gibt es Rezepte, wie es allen schmeckt? Wie kann man sich die Alltagsarbeit dabei erleichtern?
  • Und wie macht man wieder Appetit aufs Leben?
    Gibt es Mittel und Tricks, um die Lust auf Essen und Trinken wieder neu zu wecken?

Praktische Antworten sind dringend erwünscht. Für die gesunde Ernährung im Alter setzen sich zahlreiche Institutionen ein, wie zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) zusammen mit den Verbraucherzentralen und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) mit der Initiative “Fit im Alter”.

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