Gut auf die Haut aufpassen!

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Die Zeit heilt alles? Aber manchmal dauert es sehr lange. Was als kleine offene Stelle an der Haut beginnt, kann sich zu einer chronischen Wunde auswachsen. Für Millionen von Menschen ist das eine schlimme Belastung, die über Monate und Jahre anhält. Wir sprechen darüber, worauf Sie bei kleinen Hautdefekten achten müssen und wie Sie Risiken vorbeugen können.

Die Haut spielt eine zentrale Rolle für unsere Gesundheit. Meist denken wir nicht daran, dass es sich um unser größtes Organ handelt: Mit bis zu zwei Quadratmetern ist sie in etwa so groß, wie die Matratze, auf der wir schlafen und übernimmt zahlreiche lebenswichtige Aufgaben. Nur eine davon ist der offensichtliche Schutz des Körpers, daneben ist die Haut in vielfacher Weise mit Funktionen des gesamten Organismus vernetzt, zum Beispiel mit dem Immunsystem. Wenn die Haut leidet, ist die gesamte Lebensqualität betroffen – das zeigen Studien immer wieder. Das gilt für jeden Defekt, auch eine noch so kleine Wunde verdient deshalb Beachtung.


Kleinigkeit oder Anfang einer Leidenszeit?

Alltägliche Wunden wie kleinere Schnittverletzungen oder Schürfwunden kann man meist problemlos aus der Hausapotheke versorgen. Für den Heilungsprozess sorgt normalerweise ein körpereigener „Notfallhelfer“: Blutplättchen heften sich aneinander, um das Leck zu verkleben, innerhalb von wenigen Minuten ist erste Hilfe geschehen. Zellen des Immunsystems eilen herbei, um Infekte abzuwehren und Bindegewebszellen bilden neues Gewebe. Der Körper selbst verschließt den Defekt, wir sagen: Die Wunde heilt. Das geschieht meist nach wenigen Tagen, spätestens zwei Wochen.
In manchen Fällen funktioniert das Selbstheilungssystem nicht und auch medizinische Therapien erzielen über Wochen und Monate keine zufriedenstellende Besserung. Dann spricht man von einer chronischen Wunde. Zweieinhalb bis vier Millionen Menschen in Deutschland sind davon betroffen. Genaue Zahlen gibt es nicht, weil viele Patienten versuchen, langwierige Wunden selbst zu behandeln. Zahlreiche Hausmittelchen und veraltete Tipps sind immer noch in Umlauf. Die Deutsche Gesellschaft für Wundheilung und Wundbehandlung ist alarmiert, weil die verschleppte ärztliche Versorgung fatale Auswirkungen haben kann. Chronische Wunden zeigen, dass eine Krankheit die Heilung behindert. Ohne fachgerechte Behandlung ist keine Besserung zu erzielen – zu den schlimmsten Folgen gehören die rund 30.000 Amputationen, die pro Jahr nach Wunden im Unterschenkelbereich nötig werden.


Risiko bei Diabetes und Venenproblemen

Die häufigsten Formen von chronischen Wunden sind das sogenannte „offene Bein“ als Fortsetzung von Venenproblemen und das „Diabetische Fußsyndrom“, das ein besonders tückisches Risiko bei Diabetes mellitus darstellt: Manche Diabetiker leiden, ohne es wahrzunehmen, an sehr trockener Fußhaut. Hier entstehen Risse und Scharten, die sich ebenso unbemerkt zu großen und infizierten Wunden erweitern. Die dritte Gefahrenzone ist das Krankenbett: Wenn Patienten länger im Krankenhaus liegen oder pflegebedürftig sind, kann es zum sogenannten Druckgeschwür - medizinisch Dekubitus - kommen. Eine anhaltende Rötung der Haut kündigt an, dass der Druck des Körpergewichts auf besonders belastete Stellen zu einer tiefen Gewebeschädigung führt.


Immer zum Arzt!

Eine chronische Wunde ist eine schwerwiegende Erkrankung, die durch Schmerzen, Belastungen und Einschränkungen die Lebensqualität empfindlich senkt, und sogar die Lebenserwartung durch Infektionen oder andere Folgeschäden reduzieren kann.
Die richtige Versorgung von solchen Wunden stellt hohe Anforderungen an Sorgfalt und Wissen. Ein Maximum an Hygiene, vor allem aber auch geeignetes Verbandsmaterial oder Medikamente sind nötig, um die Wundheilung bestmöglich zu unterstützen und gleichzeitig eine verschlimmernde Infektion der Wunde zu verhindern. Das ist eine Aufgabe für den Arzt. Gute Tipps von Freunden oder Familie sind hier leider oft fehl am Platz.

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Es bleibt genug zu tun

„Vorsorgen statt versorgen“, sagen die Mediziner und meinen damit, dass vorbeugende Eigeninitiative  sehr viel Leid ersparen kann. Regelmäßig gepflegte Haut ist widerstandsfähiger und damit auch weniger anfällig für Komplikationen. Vor allem die Feuchtigkeitsbalance zählt und wird immer wichtiger mit den Jahren. Im Laufe des Lebens verändern sich die Strukturen der Haut, die natürliche Talgproduktion und das Wasserspeichervermögen lassen nach. Die Haut wird dünner, spröder und neigt zu Einrissen, die Schädlingen Tür und Tor öffnen. Teure Produkte müssen nicht sein. Eine sinnvolle Kombination von Fett und Feuchtigkeit genügt, täglich angewandt von Kopf bis Fuß. Ausreichende Flüssigkeitsversorgung von innen und ausgewogene Ernährung ergänzt die äußerliche Pflege.



Gut aufpassen – eine kleine Checkliste für Sie:

  • Die Haut schützen: Wichtig sind eine ph-neutrale Reinigung und eine Hautpflege, die Feuchtigkeitsfaktoren wie Glycerin und Harnstoff enthält.
  • Ein Auge auf die Füße: Tägliche Pflege sollte so selbstverständlich wie Zähneputzen sein. Regelmäßige professionelle Fußpflege kann Probleme schon im Entstehen erkennen.
  • Wo Probleme sich verstecken: Feuchte Stellen in Hautfalten sind einladend für Keime, vor allem bei Übergewicht entwickeln sich hier Defekte im Verborgenen.
  • Auf die Beine hören: Schwere müde Beine können ein Symptom für Venenerkrankungen sein, bräunliche Verfärbungen sind womöglich schon ein Alarmzeichen für Überdruck im System.
  • Die Waage befragen: Sowohl Übergewicht als auch Untergewicht sind Risikofaktoren vor allem bei der Entstehung von Druckgeschwüren.
  • Vitamine, Mineralstoffe & Eiweiß: Vitamin C und A, Eisen und Zink begünstigen die Gesundheit der Haut, wertvolles Eiweiß aus Fleisch, Fisch und Milchprodukten unterstützt Heilungsprozesse.
  • Eineinhalb Liter täglich: ca. 1,5 l Flüssigkeit in Form von gesunden Getränken sind wichtig, um die Funktion der Organe und damit auch der Haut aufrecht zu erhalten.
  • Auf Nikotin verzichten: Rauchen fördert Durchblutungsstörungen und hemmt die Wundheilung.
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