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AXA Pressemitteilung

Chancen und Risiken von Fahrassistenzsystemen - AXA Studie zeigt: Fast die Hälfte der jungen Fahrer:innen hat schon Assistenzsysteme genutzt, um sich anderen Dingen zu widmen

  • Eine deutliche Mehrheit (77 Prozent) der Deutschen ist davon überzeugt, dass Fahrassistenzsysteme die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. 
  • 44 Prozent der Bundesbürger:innen sind der Ansicht, dass sich Menschen mit Fahrassistenzsystemen zu sehr auf diese verlassen und dadurch weniger aufmerksam fahren.
  • Fast jede zweite Person (48 Prozent) zwischen 18 und 24 Jahren hat Assistenzsysteme schon genutzt, um sich am Steuer anderen Dingen zuzuwenden.
  • 37 Prozent berichten, dass ihnen die Technik bereits geholfen hat, eine gefährliche Situation zu verhindern.

Fahrassistenzsysteme wie Notbremsassistent, Spurhalteassistent oder adaptiver Tempomat sind für viele Autofahrerinnen und Autofahrer inzwischen selbstverständlicher Bestandteil moderner Fahrzeuge. Nach einer aktuellen repräsentativen Befragung im Auftrag von AXA sind 77 Prozent der Deutschen überzeugt, dass diese Systeme die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.

Im Stadtverkehr besonders große Stärken

Gerade dort, wo besonders viele Verkehrsteilnehmer:innen auf engem Raum unterwegs sind, scheinen Assistenzsysteme ihre Stärken auszuspielen. 41 Prozent der Menschen in Städten geben an, dass ihnen Fahrassistenzsysteme bereits mindestens einmal geholfen haben, eine gefährliche Situation zu verhindern. Im ländlichen Raum sagen das 34 Prozent. 

Gleichzeitig zeigt die Befragung, dass moderne Technik die Aufmerksamkeit der Fahrerinnen und Fahrer nicht ersetzen kann. 44 Prozent der Deutschen sind überzeugt, dass sich Menschen mit Fahrassistenzsystemen zu sehr auf diese verlassen und dadurch weniger aufmerksam fahren.

Assistenzsysteme machen junge Fahrer:innen leichtsinnig

Besonders kritisch fällt dabei der Blick auf das eigene Verhalten aus. Jeder fünfte Mann (19 Prozent) gibt an, Fahrassistenzsysteme bereits genutzt zu haben, um sich während der Fahrt anderen Tätigkeiten, wie dem Blick auf das Smartphone oder dem Essen, zu widmen. Bei Frauen sind es sieben Prozent. Besonders ausgeprägt ist dieses Verhalten bei jungen Fahrerinnen und Fahrern unter 25 Jahren:

Fast jede zweite Person (48 Prozent) zwischen 18 und 24 Jahren, unter jungen Männern sogar 63 Prozent, hat Assistenzsysteme schon genutzt, um sich anderen Dingen zuzuwenden. Im Stadtverkehr scheint die Versuchung besonders groß zu sein. Unter den Stadtbewohner:innen geben 22 Prozent an, Assistenzsysteme bereits auf diese Weise genutzt zu haben, auf dem Land lediglich acht Prozent.

„Viele Fahrer:innen verlassen sich zu sehr auf Assistenzsysteme. Wer die Technik als Ersatz für die eigene Aufmerksamkeit versteht, macht aus einem Sicherheitsgewinn schnell ein zusätzliches Risiko. Entscheidend bleibt, dass der Mensch jederzeit die Verantwortung am Steuer behält“, so Arne Kleines, Leiter Kraftfahrtversicherungen von AXA.

Gerade im Stadtverkehr, wo Autos auf Fahrräder, Fußgänger:innen, E-Scooter und einen dichten Verkehrsfluss treffen, würden moderne Assistenzsysteme einen wichtigen Beitrag leisten, indem sie kritische Situationen früh erkennen und Fahrer:innen unterstützen.

Vielfahrer:innen besonders verantwortungsbewusst

Die Ergebnisse zeigen auch, dass Assistenzsysteme in der Praxis häufig einen positiven Beitrag leisten. Bundesweit berichten 37 Prozent der Befragten, dass ihnen die Technik bereits geholfen hat, eine gefährliche Situation zu verhindern. Gleichzeitig sagt jedoch rund jede fünfte Person (22 Prozent), durch ein Fahrassistenzsystem selbst schon einmal in eine gefährliche Situation geraten zu sein, die ohne das System nicht entstanden wäre. Besonders verantwortungsvoll gehen Vielfahrer:innen mit den Systemen um.

Nur rund jede zehnte Person (12 Prozent), die an mindestens fünf Tagen pro Woche Auto fährt, hat Assistenzsysteme schon genutzt, um sich anderen Tätigkeiten zu widmen. Gleichzeitig sind Vielfahrer:innen mit 80 Prozent noch häufiger als der Durchschnitt davon überzeugt, dass Fahrassistenzsysteme die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen.

Mit Blick auf die Zukunft erwarten viele Deutsche eine noch größere Bedeutung der Technologie: Fast jede zweite Person (48 Prozent) glaubt, dass künftige Generationen ohne Fahrassistenzsysteme kaum noch sicher Auto fahren werden können.

Über die Befragung

Anlässlich des AXA Mobilitätstags der AXA Schweiz hat AXA Deutschland eine Befragung zu Fahrassistenzsystemen beim Meinungsforschungsinsitut YouGov in Auftrag gegeben. Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. 

Für diese Befragung wurden im Zeitraum 24. und 27.07.2026 insgesamt 2032 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht und Region quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

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