
- 30 Prozent in Deutschland sagen, dass sie aktuell unter einer psychischen Erkrankung leiden.
- 48 Prozent der Betroffenen nutzen KI, um die psychischen Probleme selbst in den Griff zu bekommen.
- 15 Prozent geben sogar an, KI-Plattformen bei der Beratung zur psychischen Gesundheit mehr zu vertrauen als medizinischen Fachkräften.
- AXA hat zum sechsten Mal in Folge den Mental Health Report veröffentlicht. Die internationale Studie ermittelt Aussagen zum mentalen Gesundheitszustand der Bevölkerung und sensibilisiert für mögliche Risiken einer mentalen Erkrankung.
42 Prozent der Betroffenen setzen KI ein, um eine Einschätzung des eigenen psychischen Gesundheitszustandes zu erhalten. 36 Prozent der aktuell Erkrankten nutzen KI sogar als eine virtuelle Vertrauensperson, um Ratschläge für die Bewältigung alltäglicher Schwierigkeiten zu erhalten.
23 Prozent der aktuell Betroffenen sind mit den durch KI erhaltenen Empfehlungen zufrieden. 18 Prozent sind unzufrieden damit. 19 Prozent sagen, dass sie die Ratschläge, die ihnen KI in Bezug auf ihre psychische Gesundheit gibt, fast immer befolgen. Ebenfalls 19 Prozent der Betroffenen sagen außerdem, dass sie sich hinsichtlich ihrer mentalen Gesundheit lieber KI-Tools anstatt ihren Mitmenschen anvertrauen. 15 Prozent geben sogar an, KI-Plattformen bei der Beratung zur psychischen Gesundheit mehr zu vertrauen als medizinischem Fachpersonal.
„Das Potenzial der Künstlichen Intelligenz in der Medizin ist enorm. Medizinisch fundierte und geprüfte KI wird künftig dabei helfen, dass noch präzisere Diagnosen gestellt und Behandlungen verbessert werden können. Wer jedoch gewöhnliche KI-Chatbots zur Selbstbehandlung psychischer Erkrankungen nutzt, geht ein Risiko ein. Solche Systeme sind nicht für therapeutische Zwecke entwickelt. Depressionen und andere psychische Leiden sind schwere Erkrankungen, die ärztliche und psychotherapeutische Hilfe erfordern“, so Dr. Karsten Dietrich, Vorstand für die Kranken- und Lebensversicherung bei AXA in Deutschland.
13 Prozent der aktuell mental erkrankten Menschen geben an, sich nach einem Rat einer KI-Plattform unwohl oder besorgt gefühlt zu haben. 10 Prozent sagen außerdem, dass einige Empfehlungen der KI sie zu gefährlich Verhalten verleitet haben.
Unter den Betroffenen sagen 16 Prozent, dass die Nutzung von KI für sie zu einem Reflex geworden ist, weshalb es ihnen schwerfällt, sich nicht mehr darauf zu verlassen. Immerhin 48 Prozent der Betroffenen haben KI schon einmal dafür genutzt, um nach geeignetem medizinischem Fachpersonal oder entsprechenden Einrichtungen zu suchen.
„Als Krankenversicherer wissen wir: Professionelle Hilfe wirkt. Ich ermutige Betroffene deshalb, sich so schnell wie möglich therapeutische Unterstützung zu suchen. Zeit ist ein entscheidender Faktor im Kampf gegen psychische Erkrankungen. Wer auf persönliche Therapie wartet, kann über digitale Hilfsangebote einen Zugang zu professioneller Unterstützung finden. Dafür gibt es spezialisierte und geprüfte Angebote, die im Gegensatz zu gängigen KI-Chatbots medizinisch fundiert sind“, so Dr. Karsten Dietrich weiter.
Die Hälfte der aktuell Betroffenen (50 Prozent) gibt an, dass ihre psychische Erkrankung professionell behandelt wird. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 53 Prozent. Knapp ein Viertel (24 Prozent) sagt, dass die Erkrankung selbst behandelt wird. Die Zahl derjenigen, die ihre mentalen Probleme überhaupt nicht behandeln lassen, ist auf 22 Prozent gestiegen. Im vergangenen Jahr gaben das noch 20 Prozent an.
Die Mehrheit der Menschen, die sich bereits erfolgreich von einer psychischen Erkrankung erholt hat, sagt, dass sie professionelle Hilfe in Anspruch genommen hat, um wieder vollständig gesund zu werden (56 Prozent). Lediglich 9 Prozent der Menschen, die bereits eine mentale Erkrankung durchlebt haben und heute wieder gesund sind, geben an, dass sie sich nach einiger Zeit von selbst erholt haben.
AXA engagiert sich für mentale Gesundheit
Mit
Mit dem AXA Mind Health Self-Check bietet der Versicherer außerdem ein Instrument, das das Bewusstsein der Menschen für ihre eigene psychische Gesundheit schärfen soll. Der kostenlose Fragebogen bietet eine erste Einschätzung dazu, wie es um die persönliche mentale Gesundheit bestellt ist. Nutzer:innen erhalten darüber hinaus konkrete Angebote und nächste Schritte, um das eigene mentale Wohlbefinden zu verbessern. Mehr unter:
Die AXA Foundation for Human Progress ist die globale Wissenschafts-Initiative der AXA Gruppe. Sie wurde 2008 ins Leben gerufen, um die Finanzierung von Forschung in den Schlüsselbereichen Klima und Umwelt, Sozioökonomie und Gesundheit zu unterstützten – darunter auch Forschung zur mentalen Gesundheit. Weitere Informationen zur AXA Foundation for Human Prograss und den unterstützten Forschungsprojekten unter:
Über den AXA Mental Health Report
Für den internationalen AXA Mental Health Report hat das Meinungsforschungsinstitut Ipsos im Auftrag von AXA vom 12. Januar bis 16. Februar 2026 2.000 Personen zwischen 18 und 75 Jahren in Deutschland repräsentativ online befragt. Neben Deutschland wurden Ergebnisse in siebzehn weiteren Ländern aus Europa, Asien und Nordamerika ermittelt. Der AXA Mental Health Report wurde bereits zum sechsten Mal in Folge erhoben. Die Studie ermittelt Aussagen zum mentalen Gesundheitszustand der Bevölkerung und sensibilisiert für mögliche Risiken der mentalen Gesundheit.
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