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AXA Pressemitteilung

AXA Präventionsreport: Brandrisiko wird unterschätzt – viele Rauchmelder in Deutschland sind älter als zehn Jahre

  • Nur 18 Prozent der Menschen in Deutschland halten es für wahrscheinlich, in den kommenden zehn Jahren durch einen Brand Schäden im eigenen Zuhause zu erleiden.
  • Damit wird das Brandrisiko deutlich geringer eingeschätzt als etwa Raub oder Überfall im öffentlichen Raum (28 Prozent).
  • Trotz bundesweiter Rauchmelderpflicht sind noch nicht einmal in drei Viertel (69 Prozent) der deutschen Haushalte Rauchmelder installiert.
  • Viele installierte Rauchmelder haben ihr empfohlenes Austauschintervall von zehn Jahren bereits überschritten.

Brände gehören zu den folgenschwersten Risiken für Haus und Wohnung. Im Jahr 2024 zählten die deutschen Versicherer rund 170.000 Schäden durch Feuer. Demnach richtet alle drei Minuten in Deutschland ein Brand Schaden an – dennoch werden sie von vielen Menschen in Deutschland unterschätzt. Das zeigt der aktuelle AXA Präventionsreport. 

Nur rund jede Fünfte (18 Prozent) hält es für wahrscheinlich, in den kommenden zehn Jahren durch einen Brand Schäden im eigenen Zuhause zu erleiden. Damit wird das Brandrisiko deutlich geringer eingeschätzt als andere Gefahren: So rechnen zum Beispiel deutlich mehr (28 Prozent) der Befragten eher bis sehr wahrscheinlich mit Schäden durch Raub oder Überfall im öffentlichen Raum.

Rauchmelderpflicht wird nicht überall umgesetzt

Dabei gilt in allen Bundesländern eine Rauchmelderpflicht. Dennoch geben nur 69 Prozent der Deutschen an, Rauch- und/oder Gasmelder in ihrem Zuhause installiert zu haben. Umgekehrt bedeutet das: Knapp ein Drittel der Haushalte ist trotz gesetzlicher Vorgaben nicht mit entsprechenden Meldern ausgestattet.

Regionale Unterschiede sind deutlich erkennbar.  Höher ist der Anteil in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz: Jeweils 73 Prozent der Befragten geben hier an, Rauch- oder Gasmelder installiert zu haben. Auch Nordrhein-Westfalen liegt mit 71 Prozent leicht über dem Bundesdurchschnitt. In Berlin und Brandenburg zusammen liegt der Anteil lediglich bei 65 Prozent.

Frühe Einführung der Rauchmelderpflicht zeigt Wirkung

Ein möglicher Grund für diese Unterschiede liegt im Zeitpunkt der gesetzlichen Einführung. Berlin und Brandenburg führten die Rauchmelderpflicht erst 2016 ein und gehörten damit zu den letzten Bundesländern. Andere Länder wie Rheinland-Pfalz verpflichteten den Einbau von Rauchmeldern bereits 2003 – zunächst in Neubauten.

Auffällig: In Berlin und Brandenburg zusammen, wo vergleichsweise wenige Rauchmelder installiert sind, wird das Brandrisiko höher eingeschätzt. Beinahe jede:r Vierte (22 Prozent) hält es dort für eher bis sehr wahrscheinlich, in den kommenden zehn Jahren durch einen Brand im eigenen Zuhause Schaden zu erleiden. In Rheinland-Pfalz, einer frühen Vorreiterregion, sind es dagegen nur 13 Prozent.

Viele Rauchmelder sind überaltert

Neben fehlenden Installationen kommt ein weiteres Problem hinzu: Rauchmelder müssen in der Regel nach spätestens zehn Jahren ausgetauscht werden, da Sensoren altern und die Zuverlässigkeit nachlässt. Da die Rauchmelderpflicht in Deutschland schrittweise zwischen 2003 und 2017 eingeführt wurde, sind heute in vielen Haushalten Geräte im Einsatz, die ihr empfohlenes „Ablaufdatum“ bereits überschritten haben.

„Viele Geräte hängen seit zehn oder mehr Jahren an der Decke und werden im Alltag kaum noch beachtet. Dabei sind Rauchmelder mit integrierter Batterie nur für eine Nutzungsdauer von rund zehn Jahren ausgelegt und sollten danach konsequent ersetzt werden. Prävention heißt nicht nur installieren, sondern auch instandhalten. Nur ein funktionierender Rauchmelder kann einen Brand frühzeitig erkennen – und damit im Ernstfall Leben retten und den Schaden deutlich begrenzen“, sagt Andreas Tenfelde, Leiter der dezentralen Schadenregulierer bei AXA Deutschland.

Generell gelte aber auch: Ein Rauchmelder allein verhindert keinen Brand – er ist ein wichtiges Warnsystem, aber kein Ersatz für umsichtiges Verhalten. Mehr als jede:r dritte (37 Prozent) der Befragten gibt zu, im Alltag oft nachlässig mit präventiven Maßnahmen – wie auch der Beaufsichtigung von Akkuladungen oder dem Herausziehen von Steckern – zu sein.

Über den AXA Präventionsreport

Für den AXA Präventionsreport hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von AXA 2005 Personen in Deutschland befragt, darunter 991 Eigentümer:innen von Immobilien. Die Ergebnisse sind bevölkerungsrepräsentativ nach Alter, Region und Geschlecht gewichtet. Ziel der Studie ist es, Einstellungen, Risikowahrnehmung und Präventionsverhalten – insbesondere im Zusammenhang mit Naturgefahren zu erheben.

Auf einen Blick

Pressedokumente

AXA Pressemitteilung 10.03.2026: AXA Präventionsreport: Brandrisiko wird unterschätzt (PDF, 700 KB)

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