
AXA Vorsorge Report: Generation X zwischen Frührente und Zukunftsangst – viele zweifeln an ihrer finanziellen Absicherung im Alter
23.06.2026
- Fast jede:r Zweite der Generation X (48 Prozent) erwartet eine sinkende Lebensqualität im Ruhestand.
- Gleichzeitig möchte nahezu jede:r Zweite GenXler (46 Prozent) früher in Rente gehen.
- 58 Prozent der GenXler würden gern mehr vorsorgen, können es sich aber finanziell nicht leisten.
Die Generation X steht beim Thema Altersvorsorge unter besonderem Druck. Die heute 46- bis 61-Jährigen gelten als die nächste große Rentnergeneration nach den Babyboomern – aufgewachsen mit dem Versprechen einer sicheren gesetzlichen Rente, heute jedoch zunehmend verunsichert, inwiefern der Lebensstandard im Alter gehalten werden kann.
Der aktuelle AXA Vorsorge Report zeigt: Die Generation X blickt pessimistischer auf ihren Ruhestand als andere erwerbstätige Generationen und erlebt einen spürbaren Zwiespalt zwischen Wunsch und Wirklichkeit.
Rund jede:r Zweite (48 Prozent) aus der Generation X erwartet eine Verschlechterung der Lebensqualität im Ruhestand. Damit blickt keine andere Generation im Erwerbsleben so pessimistisch auf das Alter. Zum Vergleich: Unter den Millennials erwarten 43 Prozent, unter der Gen Z 40 Prozent eine sinkende Lebensqualität im Ruhestand.
Zwischen Frührente und der Sorge, länger arbeiten zu müssen
Besonders auffällig: Trotz der skeptischen Sicht auf die eigene finanzielle Zukunft träumt fast jede:r Zweite der Gen X (46 Prozent) davon, früher als zum regulären Renteneintritt aus dem Berufsleben auszuscheiden. Gleichzeitig rechnen vier von zehn (40 Prozent) damit, aus finanziellen Gründen sogar über das reguläre Renteneintrittsalter hinaus arbeiten zu müssen – obwohl sie das eigentlich nicht möchten.
Auch die Sorge vor finanziellen Belastungen im Alter ist groß: Rund vier von zehn GenXlern (36 Prozent) befürchten, dass die Inflation ihre spätere Rente erheblich entwerten könnte. Zudem erwartet jede:r Zehnte (10 Prozent) eine monatliche Rentenlücke von 1.500 Euro oder mehr.
Weitere 18 Prozent rechnen mit einer Versorgungslücke zwischen 751 und 1.000 Euro monatlich. Dennoch kann mehr als jede:r Vierte (27 Prozent) die eigene Rentenlücke überhaupt nicht einschätzen.
Die Generation mit dem größten Vorsorge-Widerspruch
Die Ergebnisse zeigen auch widersprüchliche Verhaltensmuster: Einerseits spart rund jede:r Dritte (31 Prozent) aus der Generation X gar nicht für die Altersvorsorge – mehr als in jeder anderen erwerbstätigen Generation. Gleichzeitig geben 39 Prozent an, regelmäßig privat für den Ruhestand vorzusorgen. Auch dieser Wert ist höher als bei Millennials und Gen Z.
Hinzu kommt: Mehr als jede:r Fünfte (22 Prozent) spart grundsätzlich nicht regelmäßig. Gleichzeitig sagt die Mehrheit der Gen X (58 Prozent), sie würde gern mehr für den Ruhestand zurücklegen, könne es sich finanziell aber nicht leisten. Nur 13 Prozent räumen ein, zu wenig vorzusorgen, obwohl sie die finanziellen Möglichkeiten dazu hätten.
Vertrauen in Politik und Rente schwindet
Das Misstrauen gegenüber der Politik ist in keiner Generation so ausgeprägt wie in der Gen X: 74 Prozent geben an, ihr Vertrauen in die Politik beim Thema Altersvorsorge verloren zu haben.
Gleichzeitig verlassen sich 22 Prozent ausschließlich auf die gesetzliche Rente. Damit ist der Verlass in die staatliche Absicherung in der Generation X bereits deutlich geringer als bei Millennials (26 Prozent) und Gen Z (27 Prozent).
Über den AXA Vorsorge Report
Für den Vorsorge Report hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov im Auftrag von AXA 2.044 Personen in Deutschland online befragt. Die Ergebnisse der Befragung zwischen dem 18. und 20. März 2026 sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.
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