
Investieren für Anfänger heißt: früh anfangen, regelmäßig anlegen und breit streuen. Auch mit kleinen Beträge kann über den Zinseszins langfristig Vermögen aufgebaut werden. In Zeiten steigender Inflation möchten sich viele Menschen finanziell absichern. Dank moderner, digitaler Lösungen sind Investitionen am Aktienmarkt heute einfacher als je zuvor.
Warum lohnt es sich für Anfänger, Geld zu investieren?
Investieren lohnt sich für Anfänger vor allem deshalb, weil schon kleine, regelmäßig angelegte Beträge langfristig zu einem spürbaren Vermögen anwachsen können – ganz ohne Vorwissen und ohne großes Startkapital.
Der wichtigste Hebel ist dabei der Zinseszinseffekt: Er sorgt dafür, dass nicht nur Ihr eingezahltes Geld Erträge erwirtschaftet, sondern auch die bereits erzielten Erträge wieder für Sie arbeiten. Ihr Vermögen wächst dadurch nicht gleichmäßig, sondern mit jedem Jahr ein Stück schneller.
Ein einfaches Beispiel: Sie legen 1.000 Euro an und erzielen jährlich 5 Prozent Rendite. Nach dem ersten Jahr sind daraus 1.050 Euro geworden. Im zweiten Jahr erhalten Sie die 5 Prozent bereits auf die vollen 1.050 Euro. So geht es Jahr für Jahr weiter, ohne dass Sie einen einzigen Euro zusätzlich einzahlen.
Ihr wichtigster Verbündeter ist deshalb die Zeit und nicht die Höhe Ihrer Sparrate. Wer mit 25 Euro im Monat beginnt und dabeibleibt, kann nach zwanzig Jahren besser dastehen als jemand, der zehn Jahre zögert und anschließend das Doppelte einzahlt. Betrachten Sie Ihren Vermögensaufbau daher als ruhigen, langfristigen Prozess und nicht als Wettlauf.
Ihre Vorteile auf einen Blick
- Schon mit kleinen Beträgen ab 10 Euro im Monat starten
- Zinseszinseffekt: Ihr Vermögen wächst mit der Zeit immer schneller
- Breite Streuung über viele Wertpapiere senkt Ihr Risiko
- Flexible Sparraten, die Sie jederzeit pausieren oder anpassen können
- Zusätzlicher Baustein für Ihre Altersvorsorge neben der gesetzlichen Rente
Lohnt sich das Investieren auch mit kleinem Einkommen?
Ja. Gerade bei einem kleinen Einkommen kann sich das Investieren lohnen, weil hier jeder zusätzlich aufgebaute Euro im Alter besonders zählt. Wer wenig verdient, hat später oft die größte Rentenlücke und im Alltag zugleich den geringsten Spielraum, sie zu schließen. Das ist keine Frage mangelnder Disziplin, sondern schlicht des Kontostands.
Umso wichtiger ist, dass der Einstieg an keiner hohen Mindestsumme scheitert: Wer als Anfänger Geld anlegen möchte, findet passende Sparpläne bereits ab wenigen Euro im Monat. Entscheidend ist nicht, wie viel Sie anlegen, sondern dass Sie überhaupt beginnen.
Ebenso wichtig ist Flexibilität. Ein guter Sparplan lässt sich jederzeit senken, pausieren und später wieder aufnehmen, ohne dass Ihnen dadurch Nachteile entstehen. Wird ein Monat einmal knapp, setzen Sie die Rate aus und machen danach weiter.
Prüfen Sie außerdem, ob Ihr Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen zahlt. Dabei steuert er monatlich einen Betrag zu Ihrem Vermögensaufbau bei – Geld, das Ihnen sonst schlicht entgeht. Je nach Einkommen kommt zusätzlich die staatliche Arbeitnehmersparzulage infrage.
Was ist der Unterschied zwischen Investieren und Sparen?
Der Unterschied liegt in der Rendite: Beim Sparen legen Sie Geld zur Seite, das kaum oder gar nicht verzinst wird, beim Investieren arbeitet Ihr Geld mit Renditechancen für Sie.
Hinzu kommt die Inflation: Gespartes Bargeld auf dem Girokonto verliert Jahr für Jahr still an Kaufkraft. Vor zehn Jahren bekam man für 100 Euro spürbar mehr als heute. Ein Sparplan, der den Aktienmarkt nutzt, wirkt diesem Kaufkraftverlust entgegen.
Sie sind unsicher, wie Sie am besten starten? Lassen Sie sich unverbindlich zu Ihren Möglichkeiten beraten.
Wie starte ich als Anfänger mit dem Investieren?
In vier Schritten: Schaffen Sie zuerst eine finanzielle Grundlage, legen Sie einen realistischen Sparplan fest, wählen Sie eine passende Geldanlage aus und streuen Sie Ihr Risiko breit. Nachfolgend erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie mit dem Investieren starten können:
Schritt 1: Eine finanzielle Grundlage für den Vermögensaufbau schaffen
Bevor Sie investieren, sollte Ihre finanzielle Grundlage stehen. Verschaffen Sie sich dafür zunächst einen belastbaren Überblick über Ihre monatlichen Einnahmen und Ausgaben. Erst daraus ergibt sich, welcher Betrag dauerhaft verfügbar ist.
Bauen Sie anschließend teure Schulden ab. Dispositions- und Konsumkredite kosten in der Regel mehr Zinsen, als eine Geldanlage im Durchschnitt einbringt. Ihre Tilgung ist damit die zuverlässigste Rendite, die Sie erzielen können.
Legen Sie außerdem einen Notgroschen zurück, auf den Sie jederzeit zugreifen können. Drei bis sechs Monatsausgaben gelten als Richtwert, bei schwankenden Einkünften planen Sie besser am oberen Ende. Dieses Polster verhindert, dass Sie Ihre Geldanlage in einem ungünstigen Moment auflösen müssen.
Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Sie beginnen, monatlich einen festen Betrag zu investieren.
Schritt 2: Einen realistischen Sparplan festlegen
Legen Sie eine monatliche Sparrate fest, die auch in einem schwierigen Monat tragfähig bleibt. Schon 25 oder 50 Euro sind ein solider Einstieg, entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Höhe.
Warten Sie dabei nicht auf den vermeintlich perfekten Einstiegszeitpunkt. Ihn zuverlässig zu treffen, gelingt selbst Profis nicht. Ein regelmäßiger Sparplan kauft stattdessen automatisch mal zu höheren, mal zu niedrigeren Kursen und glättet Schwankungen über die Jahre.
Überprüfen Sie Ihre Rate immer dann, wenn sich Ihre Lebenssituation ändert, etwa nach einer Gehaltserhöhung. Nach oben anpassen können Sie jederzeit, nach unten ebenso.
Schritt 3: Die passende Geldanlage auswählen
Welche Geldanlage zu Ihnen passt, richtet sich nach Ihrem Sparziel, Ihrem Zeithorizont und Ihrer Risikobereitschaft. Die vier gängigsten Optionen im Überblick:
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Produkt
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Beschreibung
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Vorteile
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Nachteile
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Tagesgeld
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Ihr Geld wird auf einem Tagesgeldkonto gespart. Geeignet für kurzfristige Sparziele.
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Ein Tagesgeldkonto ist besonders risikoarm. Bis zu den Gesetzlichen Grenzen ist Ihr Guthaben durch die Einlagensicherung geschützt. Außerdem bleiben Sie mit einem Tagesgeldkonto flexibel, da Sie jederzeit an Ihr Geld rankommen.
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Das Geld ist vergleichsweise niedrig verzinst, die Zinseinnahmen sind gering. Ihr Geld kann trotzdem mit der Zeit an Kaufkraft verlieren.
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Festgeld
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Sie legen einen Betrag für einen vereinbarten Zeitraum zu einem festen Zinssatz an.
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Der Zinssatz steht für die vereinbarte Laufzeit fest. Bis zu den gesetzlichen Grenzen greift die Einlagensicherung.
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Während der Laufzeit können Sie in der Regel nicht oder nur eingeschränkt auf das Geld zugreifen.
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ETFs (Exchange Traded Funds)
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ETFs sind börsengehandelte Fonds. Viele ETFs bilden einen Index nach und investieren dadurch gleichzeitig in zahlreiche Wertpapiere, was für langfristige Sparziele günstig ist. ETFs werden gerne von Einsteigern genutzt.
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Aufgrund der Diversifikation, also die Verteilung des Geldes auf viele verschiedene Anlagen, wird das Investitionsrisiko breit gestreut. Im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds verursachen ETFs geringe Kosten und bieten Chancen auf Rendite.
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Der Wert eines ETFs kann deutlich schwanken und zwischenzeitlich auch stark absinken. Gewinne sind nicht garantiert und hängen von der Entwicklung der Märkte ab.
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Aktien
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Sie Investieren in die Wertpapiere eines einzelnen Unternehmens. Das setzt eine gewisse Marktkenntnis voraus, weshalb Aktien für Anfänger mit wenig Geld keine geeignete Investitionsstrategie sind.
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Aktien bieten Einsteigern langfristig die Möglichkeit auf hohe Renditen, einige Unternehmen zahlen außerdem zusätzlich Dividenden an ihre Aktionäre aus.
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Aktien unterliegen Kursschwankungen. Entwickelt sich ein Unternehmen schlecht, kann Ihre Aktie im Wert deutlich sinken oder im Extremfall verloren gehen.
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Fonds
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Je nach Anlagestrategie investieren Fonds in Aktien, Anleihen oder eine Mischung aus verschiedenen Anlageklassen. Sie werden aktiv von professionellen Fondsmanagern verwaltet.
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Fonds können das Geld auf viele Anlagen verteilen und unterschiedliche Anlageschwerpunkte abdecken. Je nach Zusammensetzung bieten sie unterschiedliche Renditechancen und Risiken.
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Das Management bedeutet auch, dass für Fonds höhere Gebühren anfallen, die Ihre Rendite merklich schmälern können. Der letztendliche Erfolg eines Fonds hängt immer von den individuellen Entscheidungen der Fondsmanager ab.
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Für den Einstieg mit überschaubaren Beträgen sind breit gestreute ETFs und Fonds in der Regel die naheliegendste Wahl. Tagesgeld eignet sich dagegen vor allem für Ihren Notgroschen.
Schritt 4: Risiken verstehen und breit streuen
Streuen Sie Ihr Geld über viele Werte, statt alles auf ein einzelnes Unternehmen, eine einzelne Branche oder Region zu setzen. Das ist der wirksamste Hebel, um Ihr Risiko zu senken.
Am Kapitalmarkt gilt zudem: Höhere Renditechancen sind stets mit höheren Risiken verbunden. Machen Sie sich vor jeder Entscheidung bewusst, welche Risiken das jeweilige Finanzprodukt mit sich bringt und wie lange Sie auf das angelegte Geld verzichten können.
Rechnen Sie außerdem fest mit Kursschwankungen. Sie gehören zum Aktienmarkt dazu. Entscheidend ist, dass Sie sie aussitzen können, statt in einer schwachen Phase verkaufen zu müssen.
AXA bietet Ihnen dafür im Rahmen einer Versicherung eine Reihe professioneller Investmentlösungen, die Ihnen den Einstieg in den Markt erleichtern.
Wie gelingt der Vermögensaufbau mit kleinen Beiträgen?
Der Vermögensaufbau mit kleinen Beträgen gelingt durch Regelmäßigkeit, Geduld und eine Strategie, die zu Ihren persönlichen finanziellen Umständen und Sparzielen passt.
Niemand muss Finanzprofi sein, um den Aktienmarkt für sich zu nutzen. Geld investieren ist für Anfänger vor allem eine Frage der Gewohnheit und nicht des Vermögens. Geld zu vermehren, gelingt deshalb auch mit kleinen Raten – vorausgesetzt, Sie fangen an und bleiben dabei.
Häufig gestellte Fragen zum Thema Investieren für Anfänger
Sind ETFs für Anfänger sinnvoll?
Ja, ETFs sind für Anfänger ein guter Einstieg. Ein ETF bildet einen Index nach und verteilt Ihr Geld damit automatisch auf viele Unternehmen und Branchen – Sie müssen keine einzelnen Wertpapiere auswählen.
Weil ETFs nicht aktiv verwaltet werden, fallen ihre Kosten deutlich niedriger aus als bei aktiv gemanagten Fonds. Über lange Zeiträume macht bereits ein Unterschied von wenigen Zehntel Prozentpunkten pro Jahr eine spürbare Summe aus.
Ein ETF für Einsteiger sollte breit aufgestellt sein und sich per Sparplan schon ab kleinen Beträgen besparen lassen. Wichtig bleibt: Auch ETFs schwanken im Wert. Sie eignen sich deshalb vor allem für Sparziele, die einige Jahre entfernt liegen.
Wie eröffne ich ein Depot?
Ein Wertpapierdepot eröffnen Sie online in wenigen Minuten bei einer Bank oder einem Broker. Für die Eröffnung benötigen Sie in der Regel:
- Ein Ausweisdokument
- Ihre Steuer-Identifikationsnummer und
- ein Referenzkonto
Nach der Identitätsprüfung richten Sie Ihren Sparplan ein. Je nach Anbieter werden außerdem Angaben zu Ihren Kenntnissen und Erfahrungen mit Wertpapieren abgefragt. Anschließend wählen Sie die gewünschte Anlage aus und legen die monatliche Rate sowie den Ausführungstag fest. Ab diesem Zeitpunkt läuft der Sparplan automatisch, bis Sie ihn anpassen oder pausieren.
Achten Sie beim Vergleich auf die Depotgebühren sowie auf feste und prozentuale Kosten für Käufe oder Sparplanausführung. Gerade bei kleinen Raten fallen prozentuale Gebühren stärker ins Gewicht als bei großen Beträgen.
Wann ist der beste Zeitpunkt, um ins Investieren einzusteigen?
Der beste Zeitpunkt ist in aller Regel jetzt. Den optimalen Einstiegsmoment vorherzusagen, gelingt auch erfahrenen Anleger:innen nicht zuverlässig. Wer darauf wartet, verliert vor allem Zeit, und Zeit ist beim Zinseszinseffekt der wichtigste Faktor.
Mit einem monatlichen Sparplan stellt sich die Frage ohnehin kaum: Sie kaufen automatisch mal zu höheren, mal zu niedrigeren Kursen und erhalten bei niedrigen Kursen mehr Anteile für denselben Betrag. Über die Jahre gleichen sich Schwankungen dadurch aus.
Eine Ausnahme gibt es: Solange Ihr Notgroschen fehlt oder teure Schulden offen sind, haben diese beiden Punkte Vorrang. Erst danach ist der richtige Moment für Ihren Einstieg gekommen.
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