Wichtig für Sie zu wissen: Auf dieser Seite finden Sie ausschließlich allgemeine Informationen. Wenn Sie konkret von einer Beitragsanpassung betroffen sind und individuelle Informationen benötigen, melden Sie sich bitte auf www.axa.de/bap mit Ihrem persönlichen Zugangscode aus unserem letzten Schreiben zur Beitragsanpassung an.
Wie berechnet sich der Beitrag für die Private Krankenversicherung?
Die Höhe des Beitrags hängt vor allem von diesen Faktoren ab:
- Ihrem Alter beim Eintritt in die Private Krankenversicherung,
- dem gewählten Leistungsumfang und Ihrer Selbstbeteiligung,
- Ihrem Gesundheitszustand bei Vertragsbeginn
Die Berechnung ist gesetzlich streng reguliert und unabhängig von der Höhe Ihres Einkommens. Angestellte erhalten in der Regel einen Arbeitgeberzuschuss, Beamte erhalten Beihilfe. Das ändert aber nichts an der grundsätzlichen Beitragskalkulation.
Anders als in der Gesetzlichen Krankenversicherung sind die Beiträge in der Privaten also nicht an Ihr Einkommen gekoppelt.
Warum steigen die Beiträge für die Private Krankenversicherung?
Wenn sich wichtige Rahmenbedingungen verändern, müssen Beiträge unter bestimmten Bedingungen angepasst werden. Diese sind:
- Veränderte Versicherungsleistungen (damit sind die Kosten gemeint, die wir für Sie übernehmen, zum Beispiel für Behandlungen, Medikamente, Pflege)
- Veränderte Sterbewahrscheinlichkeiten (damit ist gemeint, dass die Lebenserwartung steigt und zum Beispiel Leistungen länger finanziert werden müssen)
Die Anpassungen sind gesetzlich streng geregelt und werden von unabhängigen Experten überwacht. Das Thema Beitragsstabilisierung ist ein zentraler Bestandteil der Strategie von AXA. Mit dem gesundheitsservice360° setzen wir uns seit Jahren dafür ein, den Anstieg der Leistungsausgaben abzumildern.
Wird meine Pflegeversicherung zum 01.01.2027 teurer?
In der Privaten Pflegepflichtversicherung gibt es zum 01.01.2027 keine Beitragsanpassung. Turnusgemäß werden die Höchstbeiträge für die Pflegeversicherung angepasst. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Wir als Unternehmen haben darauf keinen Einfluss.
Da die Bundesregierung zusätzlich eine außerordentliche Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze beschlossen hat, steigt der allgemeine Höchstbeitrag für die Pflegeversicherung von 209,25 Euro auf 229,50 Euro, also um fast 10 Prozent (für Beamte und mitversicherte Eheleute gelten abweichende Höchstbeiträge).
Die Steigerung betrifft nur diejenigen Versicherten, deren Beitrag an der Höchstgrenze liegt.
Warum steigen die Gesundheitskosten in Deutschland so stark?
Die Kosten im deutschen Gesundheitswesen steigen. Das ist ein Anlass, die Zusammenhänge zu verstehen. Warum die Kosten steigen:
- Viele und aufwendige Behandlungen: Deutschland hat ein sehr dichtes medizinisches Versorgungsnetz. Deutsche suchen im Europavergleich besonders häufig Arztpraxen auf. Häufige Arztbesuche bedeuten auch mehr Diagnostik und Therapien.
- Medizinischer Fortschritt: Moderne Diagnoseverfahren, innovative Behandlungsmethoden und hochentwickelte Medikamente ermöglichen eine bessere medizinische Versorgung, sind aber oft sehr teuer. Insgesamt führt das dazu, dass die medizinische Inflation deutlich höher ist als die allgemeine Inflation.
- Alternde Bevölkerung: Mehr ältere Menschen bedeuten einen höheren Bedarf an dauerhafter Behandlung und Pflege.
- Steigende Systemkosten: Personal, Technik, Gebäude, Bürokratie werden stetig teurer. Das schlägt sich auch in den Behandlungspreisen nieder.
Warum wird meine Private Krankenversicherung teurer, obwohl ich gar nicht krank war?
Es kommt nicht nur auf Ihre eigene Gesundheit an, sondern auf die Kosten der gesamten Versichertengemeinschaft innerhalb eines Tarifs und die allgemeine Entwicklung im Gesundheitswesen. Wenn andere Versicherte mehr Leistungen benötigen oder Behandlungen insgesamt teurer werden, steigt der Beitrag für alle. So auch für diejenigen, die kaum krank waren.
In der Krankenversicherung werden die Kosten innerhalb der Versichertengemeinschaft ausgeglichen. Dies erfolgt zwischen denjenigen, die aktuell gesund sind und wenig benötigen, und denjenigen, die schwer erkranken und hohe Leistungen brauchen.
Warum gibt es keine einheitliche Beitragserhöhung für alle Privatversicherten?
Die Beiträge werden nicht für die PKV insgesamt erhöht, sondern jeweils für einzelne Tarife und für Gruppen innerhalb eines Tarifs (zum Beispiel nach Tarifbausteinen sowie Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen). Deshalb können
- verschiedene Tarife unterschiedlich stark steigen und
- innerhalb eines Tarifs unterschiedliche Anpassungen für verschiedene Versichertengruppen notwendig sein.
Zum Beispiel sollte jemand, der sich bewusst für ein schlankeres Leistungsniveau entschieden hat, nicht das umfassendere Leistungsniveau einer anderen Person finanzieren müssen.
Für individuelle Informationen zur Ihrer Beitragsanpassung, melden Sie sich bitte auf www.axa.de/bap mit Ihrem persönlichen Zugangscode aus unserem letzten Schreiben zur Beitragsanpassung an.
Ist die PKV teurer als die gesetzliche Krankenversicherung?
Ob die PKV für Sie günstiger oder teurer ist, hängt unter anderem von Ihrem Alter, Gesundheitszustand, dem gewünschten Tarif und möglichen Zuschüssen ab. Auch die Leistungen unterscheiden sich.
Die Leistungen sind das große Plus der PKV: Während in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) immer wieder politisch über Leistungskürzungen diskutiert wird, können sich Privatversicherte auf Ihre vertraglich festgelegten Leistungen verlassen.
Der Höchstbeitrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung liegt voraussichtlich 2027 bei ca. 1.115 EUR monatlich (ohne Pflegeversicherung). Ein Beitrag in dieser Höhe für PKV-Kunden in Deutschland ist eine Ausnahme. (siehe dazu auch: https://www.pkv.de/wissen/beitraege/pkv-beitraege-im-alter).
Ein wichtiger Unterschied ist, dass der Beitrag in der Gesetzlichen Krankenversicherung von Ihrem Einkommen abhängt, in der Privaten aber davon unabhängig ist.
Mit der Zeit steigen die Beiträge vor allem aufgrund der höher werdenden Kosten im gesamten Gesundheitssystem. In der PKV steigen sie im langjährigen Durchschnitt sogar etwas weniger als in der Gesetzlichen Krankenversicherung.
Was passiert mit meinen Beiträgen, wenn mein Einkommen steigt oder sinkt?
Die PKV-Beiträge sind nicht an Ihr Einkommen gekoppelt. Das ist ein wichtiger Unterschied zur Gesetzlichen Krankenversicherung, bei der Ihr Beitrag von Ihrem Einkommen abhängt. Wenn Sie mehr oder weniger verdienen, ändert sich der Beitrag dadurch nicht automatisch.
Das bedeutet für Sie als privatversicherte Person:
- Steigt Ihr Einkommen, steigt Ihr PKV-Beitrag nicht automatisch.
- Sinkt Ihr Einkommen, zum Beispiel beim Renteneintritt, bleibt der Beitrag ebenfalls unverändert. Er wird dadurch nicht automatisch niedriger.
Deshalb ist es wichtig, frühzeitig finanziell vorzusorgen, um sich die gewählte Versorgung langfristig leisten zu können. Dazu beraten wir Sie gerne.
Was passiert mit meinen Beiträgen, wenn ich in Rente oder in Pension gehe?
Als Privater Krankenversicherer erfahren wir in der Regel nicht, wann Sie in Rente gehen. Der Übergang in den Ruhestand löst bei uns daher nicht von selbst eine Änderung der Beiträge aus. Was typischerweise passiert:
Was kann ich machen, wenn mir die Beiträge zu hoch sind?
Theoretisch ist ein Tarifwechsel innerhalb der Krankenversicherung von AXA möglich. So einen Wechsel sollten Sie sich jedoch gut überlegen und nicht übereilt vornehmen, da er oft mit einer Reduzierung des Versicherungsschutzes einhergeht. Weitere Informationen dazu finden Sie hier:
PKV TarifwechselDas Leben verläuft nicht immer so, wie wir es planen. Bei nachgewiesener Hilfebedürftigkeit besteht für Privatversicherte die Möglichkeit, vom Staat bei der Beitragszahlung unterstützt zu werden. Damit ist sichergestellt, dass Privatversicherte im Notfall nicht ohne Unterstützung dastehen.
Kann ich meiner Beitragsanpassung widersprechen?
Gegen eine Beitragsanpassung an sich können Sie nicht wirksam widersprechen. Die Anpassungen folgen klaren gesetzlichen Vorgaben und werden zusätzlich von einem unabhängigen Treuhänder überprüft. Nach einer Beitragserhöhung steht Ihnen unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Sonderkündigungsrecht zu.
Wir unterstützen Sie gerne dabei, Lösungen zu finden, die zu Ihrer Lebenssituation passen, ohne wichtigen Schutz aufzugeben. Lassen Sie sich dazu gerne durch uns beraten.
Was kann ich tun, um zu stabilen Beiträgen beizutragen?
Sie können dazu beitragen, dass Leistungen sinnvoll und gezielt eingesetzt werden in dem Sie folgende Punkte berücksichtigen:
Wie kann ich frühzeitig für niedrigere Beiträge im Alter vorsorgen?
- Dafür gibt es die Beitragsentlastungstarife (BEA). Sie zahlen heute einen zusätzlichen Beitrag, der zweckgebunden für die Entlastung im Alter angespart wird. So senken Sie Ihre Kosten im Ruhestand schon früh planbar und sichern sich die gewählte Versorgungsqualität langfristig besser.
- Überlegen Sie sich frühzeitig einen Wechsel in die PKV. Wer jünger in die Private Krankenversicherung wechselt, hat mehr Zeit, Alterungsrückstellungen aufzubauen und hat dadurch langfristig niedrigere Beiträge.
- Über einen Optionstarif können Sie sich einen niedrigeren Beitrag für einen späteren Einstieg in die Private Krankenversicherung sichern, wenn Sie aktuell noch nicht entscheiden können oder möchten, welches System für Sie das passende ist.
- Die Optionsversicherung friert Ihren Gesundheitszustand praktisch ein. Das bedeutet, Sie können zu einem späteren Zeitpunkt ohne erneute Gesundheitsprüfung eine private Krankenvoll- oder Zusatzversicherung abschließen.
Wie entwickeln sich die Beiträge bei anderen Privaten Krankenversicherern?
Alle PKV-Unternehmen müssen nach denselben gesetzlichen Grundregeln kalkulieren. Steigende Gesundheitskosten betreffen daher grundsätzlich alle Versicherungsunternehmen.
Wie stark und wie oft Beiträge angepasst werden, hängt vom jeweiligen Tarif und der Versichertengemeinschaft ab – und kann in einzelnen Jahren deutlich unterschiedlich ausfallen. Ein Unternehmen, dass in einem Jahr nicht oder nur wenig anpasst, muss wahrscheinlich in den Folgejahren die Beiträge stärker anpassen und umgekehrt.
Wie werden sich Beiträge in Zukunft entwickeln?
Wie sich Ihr PKV-Beitrag künftig entwickelt, lässt sich nicht genau vorhersagen. Steigende Gesundheitskosten können weitere Beitragsanpassungen notwendig machen. Das geschieht sowohl in der privaten als auch in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Das Thema Beitragsstabilisierung ist ein zentraler Bestandteil der Strategie von AXA. Mit dem gesundheitsservice360° setzen wir uns seit Jahren dafür ein, den Anstieg der Leistungsausgaben abzumildern.
Wichtig ist auch: Während in der Gesetzlichen Krankenversicherung immer wieder politisch über Leistungskürzungen diskutiert wird, können sich Privatversicherte auf Ihre vertraglich festgelegten Leistungen verlassen.