Für Berufseinsteiger: Auslandserfahrung als wertvolle Starthilfe!

Was du beachten musst…


Auslandsaufenthalte – vor, während oder nach dem Studium – sind eine sehr sinnvoll investierte Zeit. Du erwirbst wertvolle Fremdsprachenkenntnisse, begegnest anderen Kulturen, knüpfst neue Kontakte und Freundschaften und förderst deine Selbständigkeit. Du kannst in fremden Ländern studieren, dich aus- oder weiterbilden, ein Praktikum machen, arbeiten oder dich sozial engagieren – und so z.B. bei Wartezeiten Lücken im Lebenslauf schließen. Dabei erweiterst du deinen Horizont, sammelst (Lebens-)Erfahrungen, die zuhause nicht möglich wären, lernst dich selbst, deine Stärken und Fähigkeiten besser kennen und baust sie weiter aus. Dieser Blick über den Tellerrand fördert nicht nur deine persönliche Entwicklung, er ebnet dir oft auch deinen künftigen Weg. Er kann dir dein Studium erleichtern und macht dich für zukünftige Arbeitgeber attraktiver. Denn eine solche Erfahrung hebt dich unter deinen Mitbewerbern hervor. Mehr noch, viele Personaler erwarten dies sogar.

Doch was zählt eigentlich auf dem Arbeitsmarkt als relevante Auslandserfahrung? Welche Länder bieten sich dafür an? Gibt es Organisationen, die dich bei den Vorbereitungen unterstützen? Und was ist bei der Planung zu beachten?


Spannend: Staatlich geförderte Auslandsaufenthalte

  • Interessant für viele junge Leute wie dich sind die verschiedenen staatlich geförderten Modelle für einen Auslandsaufenthalt. Dazu gehören unter anderem der Internationale Jugend-, der Europäische und der Deutsch-Französische Freiwilligendienst, das Freiwillige Soziale/Ökologische Jahr, Entwicklungs- oder Friedensdienste.
  • Infos zum Freiwilligendienst bekommst du z.B. über die Agentur für Arbeit. Ebenso bietet „weltwärts reisen“ mit über 5.000 Einsatzplätzen in rund 80 Ländern ein attraktives Angebot: Hier bekommt man bei erfolgreicher Bewerbung Flug, Unterkunft und Verpflegung sowie ein kleines Taschengeld gestellt.
  • Auch Aufenthalte in Entwicklungsländern mit der Organisation "kulturweit" sind angesehen und werden zudem finanziell unterstützt. Dieses Projekt der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Auswärtigen Amt ermöglicht seit 2009 jungen Leuten im Alter von 18 bis 26 Jahren, sich im Bereich der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik zu engagieren.
Das Besondere bei einigen dieser Aufenthalte: Das Kindergeld wird weiter bezahlt, soweit die allgemeinen Bestimmungen greifen! Interessant ist übrigens, dass man bei manchen auch in Zeiten von Arbeitslosigkeit teilnehmen kann.


Abenteuer Ausland: Studieren, arbeiten, reisen

  • Mit über 250 Programmen ist der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) die weltweit größte Förderorganisation für den internationalen Austausch von Studierenden und Wissenschaftlern. Der Dienst fördert u.a. Auslandsjahre für junge Studierende, Promotionsstudiengänge, Fachstudien, Studienreisen, Praktika, Gastdozenturen und Informationsbesuche.
  • Viele Hochschulen bieten Auslandssemester, Masterstudiengänge oder Praktika in anderen Ländern über das Erasmus-Programm der EU an. Informationen bekommst du hierzu an deiner Uni. Eine andere Möglichkeit, im Ausland zu studieren, sind Open Semester- oder Study Abroad-Programme, die von Universitäten in aller Welt speziell für internationale Bewerber angeboten werden.
  • Eine tolle Ergänzung in deinem Lebenslauf können auch Auslandspraktika sein. Je nach Interesse, Land und Berufsziel kannst du dich hier ganz individuell orientieren.
  • Wenn du gern in unterschiedlichen Jobs gegen Bezahlung oder für Essen und Unterkunft arbeiten und dabei auch im Land selbst unterwegs sein möchtest, ist Work and Travel, auch Working Holidays genannt, das Richtige für dich.
    Work and Travel ist in allen Ländern möglich, deren Einreise-Bestimmungen das erlauben. Klassiker sind z.B. Australien, Neuseeland oder Kanada, die ein spezielles Working-Holiday-Visum anbieten. Das Besondere: Du kannst – vorausgesetzt du bist zwischen 18 und 30 Jahre alt und kinderlos unterwegs – bis zu einem Jahr im Land bleiben und arbeiten. Auch  Europa ist laut auslandsaufenthalt.org ideal für diese Art zu reisen. Als EU-Mitglied brauchst du kein extra Visum. Mehr zu den Möglichkeiten weltweit und eine geniale Checkliste zur Vorbereitung findest du auf der Seite von auslandsjob.de.
  • Eine sehr besondere Form der Auslandserfahrung ist das „Woofen“ (von WWOOF - World Wide Opportunities on Organic Farms), das Mitarbeiten auf ökologisch betriebenen Farmen weltweit. Auf der Webseite von WWOOF stehen eine Liste von Farmen, die Mitarbeiter suchen, und alle Infos, die du brauchst.
Unsere Tipps:

  • Bis es endlich soweit ist, dauert es oft recht lange... Deshalb solltest du schon etwa ein Jahr vor der geplanten Ausreise mit den Vorbereitungen beginnen.
  • Möchtest du mit einer Organisation auf Reise gehen, bewerbe dich so bald wie möglich für die für dich interessanten Programme.
  • Zu Fragen wie Taschengeld, Reisekosten oder Versicherungen kannst du dich vorher bei der jeweiligen Organisation erkundigen. Manche übernehmen alles, andere geben teilweise Zuschüsse. Ist es dann soweit, wird dir meist in Vorbereitungs- und Begleitseminaren Wichtiges und Wissenswertes zum Start vermittelt. Oft ist auch ein Nachsorgeseminar vorgesehen.
  • Willst du dich allein auf den Weg machen, solltest du dich rechtzeitig um dein Visum kümmern. Oft kannst du es bei den zuständigen Ämtern übers Internet beantragen.
  • Für einige Auslandsaufenthalte kannst du zur Finanzierung Auslands-BAföG erhalten, selbst wenn du in Deutschland keinen Anspruch auf diese Form der staatlichen Förderung hast. Da solltest du dich in jedem Fall einmal kundig machen.
  • Größter Kostenpunkt ist oft der Flug. Deshalb ist es eine gute Idee, frühzeitig zu buchen, um einen günstigen Tarif zu ergattern
  • Damit du auch in anderen Ländern medizinisch gut versorgt bist, denk unbedingt an eine Auslandskrankenversicherung. Auch eine Haftpflicht- und Unfallversicherung kann sehr nützlich sein!
  • Erkundige dich vorher, ob dein angestrebtes Semester oder Studium im Ausland auch in Deutschland anerkannt wird!
  • Klingt banal, ist aber dennoch wichtig: Du brauchst einen gültigen Pass!
  • Eine gute Liste mit Förderprogrammen und Möglichkeiten hilft dir bei der weiteren Recherche zu den jeweiligen Voraussetzungen, die du mitbringen solltest. Auch hier findest du viele Initiativen und Möglichkeiten auf einen Blick.
Und ein kleiner Tipp noch zum Schluss: Gewinne jetzt mit der digitalen Schatzsuche „The Great Global Adventure“ von AXA eine maßgeschneiderte 12-monatige Erlebnisreise und spannende Einblicke in die Welt eines Großkonzerns. Eine Teilnahme ist bis zum 09. März 2015 möglich. 

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