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Basisinformationsblätter
EU-weiter Standard für Produktinformationen über Versicherungsanlageprodukte

Informationsverpflichtung für Versicherungsanlageprodukte

Mit der Verordnung ((EU) Nr. 1286/1014) über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte (PRIIPs) soll in allen europäischen Mitgliedsstaaten eine standardisierte Informationsverpflichtung geschaffen werden.

PRIIP steht für Packaged Retail and Insurance-based Investment Products (d.h. verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte, die einem Anlagerisiko unterliegen). Als verpackt im Sinne der PRIIP-Verordnung gelten alle Anlageprodukte und -verträge, bei denen das Geld der Kunden statt direkt nur indirekt am Kapitalmarkt angelegt oder deren Rückzahlungsanspruch auf andere Weise an die Wertentwicklung bestimmter Papiere oder Referenzwerte gekoppelt ist.

Dazu gehören im Wesentlichen:

  • strukturierte Finanzprodukte, etwa Optionsscheine, die in Versicherungen, Wertpapiere oder Bankprodukte verpackt sind

  • Finanzprodukte, deren Wert sich von Referenzwerten wie Aktien oder Wechselkursen ableitet (Derivate),

  • geschlossene und offene Investmentfonds,

  • Versicherungsprodukte mit Anlagecharakter, wie zum Beispiel kapitalbildende und fondsgebundene Lebensversicherungen und Hybrid-Produkte, sowie

  • Instrumente, die von Zweckgesellschaften ausgegeben werden.

Vom Anwendungsbereich der PRIIP-Versordnung ausgenommen sind insbesondere

  • Versicherungsverträge ohne Anlageelement, darunter Risikolebensversicherungen, reine Berufsunfähigkeitsversicherungen und Nichtlebensversicherungsprodukte (also beispielsweise Schaden- und Unfallversicherungen),
  • betriebliche Altersvorsorgeprodukte,
  • national anerkannte private Altersvorsorgeprodukte, (nach derzeitigem Stand also Basis- und Riesterrenten)
  • nicht strukturierte Einlagen,
  • Anlageprodukte ohne derivative Komponente, wie zum Beispiel Aktien und Anleihen.

Der Anwendungsbereich ist bewusst weit gefasst, um der Heterogenität der Finanzprodukte in den Mitgliedstaaten der EU gerecht zu werden.

Das maximal dreiseitige Basisinformationsblatt (Key Information Document) soll es Kleinanlegern ermöglichen, die grundlegenden Merkmale und Risiken von PRIIPs zu verstehen und zu vergleichen. Verantwortlich für die Erstellung des Basisinformationsblatts ist der Hersteller des jeweiligen Anlageprodukts.

Die Verordnung sollte ursprünglich erstmals am 31. Dezember 2016 zur Anwendung kommen.

Der Termin zur Erstanwendung der PRIIP-Verordnung wurde inzwischen auf Vorschlag der EU-Kommission auf den 1. Januar 2018 verschoben, daher sind die entsprechenden Basisinformationsblätter zu unseren Produkten an dieser Stelle noch nicht hinterlegt. Ab 1. Januar 2018 werden Sie an dieser Stelle alle Basisinformationsblätter zu unseren Produkten einsehen können.

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