Mobilitätskonzepte für die Zukunft

Elektroautos und CarSharing


Haben Autos als Statussymbol tatsächlich bald ausgedient und gehören Diesel- und Benzinfahrzeuge in Kürze der Vergangenheit an? Dank der rasanten Entwicklung im Bereich der Elektroautos könnte diese Vision binnen kurzer Zeit wahr werden – die Reichweite verbessert sich zusehends und durch Smartphone und CarSharing-Apps findet man in Großstädten ein Auto, wenn man eines benötigt – ohne selbst eines zu besitzen.

Bei Neuzulassungen von Elektrofahrzeugen liegt Deutschland europaweit im Spitzenfeld – nur geschlagen von den niederländischen Nachbarn. In den Niederlanden wurden 2015 mit 43.400 Neuzulassungen die meisten E-Fahrzeuge in Europa auf die Straßen gebracht. Im CarSharing-Bereich waren Anfang 2015 1.040.000 Personen deutschlandweit registriert und es standen rund 15.400 Fahrzeuge zur Verfügung – rund ein Zehntel davon eAutos.

Einer der Vorreiter, der diese Entwicklung hin zu mehr Elektrofahrzeugen unterstützt, ist Andreas Allebrod, Geschäftsführender Gesellschafter der Drive-CarSharing GmbH. Drive-CarSharing ist bereits seit 1995 im sogenannten stationsbasierten CarSharing tätig und setzt seit 2009 e-Mobilitätsprojekte in unterschiedlichen Formen um. Welchen Stellenwert die Entwicklung von Elektro-Mobilitätskonzepten hat und ob autonomes Fahren tatsächlich noch immer eine Zukunftsvision ist, verrät Herr Allebod im PLUS von AXA.

Wir freuen uns, dass Sie sich die Zeit genommen haben, mit uns über Elektromobilität, CarSharing und Ihre Visionen in diesen Bereichen zu sprechen, Herr Allebrod. Und beim Thema Visionen sind wir auch schon bei der ersten Frage:

CarSharing mit Elektrofahrzeugen – wie kommt man auf diese Idee?

Andreas Allebrod: Die ersten Gedanken, so ein Konzept zu verfolgen sind in Holland entstanden. Ich habe dort ein kleines Elektroauto gesehen und vier Wochen ausprobiert. Das Auto lief nur 64 km/h, war nicht sehr ansehnlich und zu Beginn auch gewöhnungsbedürftig. Mit jedem Tag, an dem ich mit diesem Fahrzeug unterwegs war, stieg der Fahrspaß – denn alleine der Umweltgedanke macht schon Freude. Damals gab es noch wenige Anbieter von eAutos, aber mit der Weiterentwicklung der Technik und den Fortschritten, die in diesem Sektor gemacht wurden, stieg mein Interesse noch weiter, derartige Fahrzeuge im CarSharing-Bereich anzubieten. Vor allem das Konzept, eAutos stundenweise testen zu können, hat mit Sicherheit viele Personen entweder auf den Geschmack gebracht, bei dieser Form von CarSharing einzusteigen oder sich selbst ein Auto mit Elektroantrieb zuzulegen und damit aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten.

Worin liegen – neben dem Umweltaspekt – die Vorteile von e-CarSharing gegenüber traditionellem CarSharing?

Andreas Allebrod: Gerade im Unternehmensbereich ist die Außendarstellung ein wichtiger Punkt. Betätigt sich ein Unternehmen zum Beispiel in einem umweltschutzbezogenen Bereich, macht es kein gutes Bild, mit einem stinkenden und rauchenden Fahrzeug herumzufahren. eAutos stellen durch den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit eine Aufwertung des Images dar. Aber auch abseits davon macht es einfach Spaß, ein besonderes Auto zu fahren, das anders aussieht, sich anders fährt und dabei bares Geld bei den Spritkosten spart. Die Benzin- oder Dieselkosten fallen weg und der Strom ist günstig. Bei ca. 250 Tagen im Jahr, an dem das Auto aufgeladen wird, kommt man lediglich auf rund 600 Euro Stromkosten pro Jahr. Mittlerweile werden auch Fahrzeuge für die unterschiedlichsten Einsatzbereiche entwickelt, nicht nur PKWs – zum Beispiel Elektro-Transporter für das Handwerk. An den Entwicklungen sind viele Bereiche beteiligt – auch Supermärkte, die Ladesäulen aufstellen etc. Spezielle Parkplätze für Elektroautos mit Ladestationen ist ein weiterer Punkt, der zurzeit heiß diskutiert wird und in Zukunft einen großen Vorteil von eAutos darstellen kann. 






Gehört die Zukunft tatsächlich den Elektrofahrzeugen? Ein Problem ist ja nach wie vor die eingeschränkte Reichweite – wie sehen Sie das?


Andreas Allebrod: Ja, die Zukunft gehört definitiv den Elektrofahrzeugen. Es gibt keine Alternativen, die das Erdklima gleichermaßen schützen. Darüber hinaus sind die fossilen Brennstoffe begrenzt und wurden zu stark ausgebeutet. Auch der Gesundheitsaspekt ist wichtig – denn Dieselfahrzeuge zum Beispiel sind gesundheitsschädlich, egal welche Technologie eingesetzt und wie viele Katalysatoren eingebaut werden. Als erste Stadt der Welt will Oslo keine Dieselfahrzeuge mehr zulassen – Holland verfolgt diesen Plan mit dem Jahr 2020. Egal ob Elektroantrieb, Brennstoffzelle oder ähnliches – Fahrzeuge mit derartigen Antrieben sind einfacher, da kein Getriebe, keine Kupplung etc. mehr notwendig sind und darüber hinaus absolut effizient, nachhaltig und leise. Die Reichweite der eAutos verbessert sich ständig – heute sind bereits bis zu 250 km mit einer Aufladung möglich, bis Ende 2016 soll die Reichweite auf bis zu 300 km steigen. Bei weiteren Strecken können die Kaffeepausen zum Aufladen genutzt werden, somit sind auch längere Strecken kein Problem mehr. 

Keine Emissionen – klingt spitze. Aber der Strom aus der Dose stammt meistens aus konventionellen Kohle- oder Gaskraftwerken – wäre nicht erst ein solarbetriebenes Auto wirklich emissionsfrei? Gibt es Entwicklungen, die in diese Richtung gehen?

Andreas Allebrod: Durchaus – es gibt Innovationen in diesem Sektor, die jedoch noch nicht alltagstauglich sind. Zurzeit kommt der Strom noch aus regulären Kraftwerken, aber auch aus regenerativen Quellen, wie zum Beispiel Windkraft oder Solar. Damit auch der Strom sauberer wird, ist es wichtig, an erneuerbaren Energien anzuknüpfen und diese Formen der Energiegewinnung effizienter zu gestalten. In vielen Städten sichern die Stadtwerke zu, dass der Strom zur Ladung von eAutos aus Solar, Erdwärme etc. gewonnen wird. Das bedeutet, dass im Strom-Mix der Stadt ein entsprechend großer Anteil an Strom aus erneuerbaren Ressourcen vorhanden ist. Energie muss in irgendeiner Form gespeichert werden – ansonsten wäre zum Beispiel bei reiner Versorgung mit Solarstrom oder Strom aus Windkraft nur ein Fahren mit dem eAuto bei Sonnenschein möglich oder wenn der Wind weht ...





Apropos Visionen – moderne Fahrzeuge halten selbständig den Abstand zum Vordermann oder Parken bereits automatisch ein und aus. Wann glauben Sie, wird absolut autonomes Fahren Realität werden?


Andreas Allebrod: Auch hier laufen bereits viele Projekte und einiges ist bereits absolut einsatzfähig. Die Autohersteller arbeiten mit unterschiedlichen Technologien. Einer der Vorreiter ist – genau wie beim Elektroantrieb – der junge amerikanische Automobilkonzern Tesla. Die neuen Tesla-Modelle lenken, bremsen und beschleunigen auf Wunsch schon von alleine. Auch Verkehrszeichen werden bereits ausgelesen und beachtet. Die Daten der gefahrenen Strecken werden aufgezeichnet und das System lernt daraus – zum Beispiel, in einer scharfen Kurve vom Gas zu gehen. Durch dieses teilautonome Fahren steigt die Sicherheit im Straßenverkehr – denn das Auto lässt sich nicht ablenken und konzentriert sich nur auf das Fahren. Klar ist der Tesla kein günstiges Auto, aber wenn die Technik zu 100% serienreif ist, wird sie auch in günstigeren Fahrzeugen zu finden sein. Bis ein absolut autonomes Fahren auf unseren Straßen zum Alltag gehören wird, werden wohl noch mindestens 20 Jahre vergehen.

Die Vernetzung im Fahrzeugbereich schreitet voran – wie schätzen Sie das Risiko von Hackern bzw. Cyberangriffen auf Automobile ein?

Andreas Allebrod: Das ist durchaus ein Thema. Auch hier muss ich wieder auf Tesla zurückkommen, bei dem das komplette Auto über eine App am Smartphone bedient werden kann. Darüber können zum Beispiel die Geschwindigkeit, der Standort oder der Ladezustand abgelesen werden und auch die Fenster geöffnet etc. werden. Man benötigt keinen Schlüssel mehr, es läuft alles über das Smartphone. Das alles birgt ein großes Risikopotenzial, aber Tesla engagiert sogar Hacker, die versuchen, das System zu knacken – wird eine Schwachstelle entdeckt, wird sie beseitigt und die Fahrzeuge bekommen ein Sicherheits-Update.

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Welche Entwicklung wünschen Sie sich persönlich in Bezug auf Fahrzeuge oder e-Mobilität für die Zukunft?

Andreas Allebrod Es gibt zurzeit noch einige Punkte, die verbesserungswürdig sind. Am meisten würde ich mir eine Einheitlichkeit bei Steckern und Steckdosen zum Aufladen von eAutos wünschen. Will man überall aufladen können, muss man alle vier unterschiedlichen Steckerausführungen mitführen – damit ist der Kofferraum dann auch schon voll. Darüber hinaus sollten eFahrzeugkonzepte für alle Ansprüche entwickelt werden – in Zukunft sollte es auch möglich sein, zum Beispiel Traktoren, LKWs oder auch Campingfahrzeuge mit Strom zu betreiben. Ein weiteres Thema wäre das strompreisabhängige Laden. Das Fahrzeug sollte selbständig in einem gewissen Zeitraum – zum Beispiel Nachts – genau dann laden, wenn der Strompreis, der sich ständig ändert, am günstigsten ist und den Strom speichern können.

Aus wie vielen Elektro-Modellen kann der Kunde bei DriveCarSharing wählen?

Andreas Allebrod  Bei uns kann der Kunde aus zwölf unterschiedlichen Fahrzeugen mit Elektroantrieb auswählen. Der NISSAN Leaf ist hierbei nicht nur das preisgünstigste Modell – er ist auch technisch am ausgereiftesten. Das höchstwertigste Fahrzeug in unserem Angebot ist der Tesla. Im CarSharing und in der Schnuppermiete haben wir zurzeit über 250 Fahrzeuge im Einsatz.

Vielen Dank für diese spannenden Einblicke in die mobile Zukunft, Herr Allebrod. Wir hoffen, dass sich in Zukunft zunehmend Personen für die umweltschonenden Technologien im Fahrzeugbereich entscheiden werden.  

Was halten Sie eigentlich von der zunehmenden Anzahl an Fahrassistenzsystemen in modernen Fahrzeugen? Lassen Sie sich gerne von Ihrem Auto vieles abnehmen oder stört Sie die Machtübernahme der Technik in Ihrem Fahrzeug? Wie die Deutschen über dieses Thema und über CarSharing denken, erfahren Sie im Verkehrssicherheitsreport von AXA

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