Werte schaffen mit Spaßfaktor. Wenn Fahrspaß sich auszahlt

Mit Checkliste


Sachwerte sind die Gewinner der Krisen, Oldtimer entwickeln dabei einen ganz besonderen Charme. Wer richtig kauft, kann Geld nicht nur wertstabil parken, sondern neben dem Genuss womöglich noch Gewinn einfahren.

Das kernige Motorengeräusch kündigt ihn schon drei Kurven vorher an, bevor er auf seinen Chromspeichenrädern in Erscheinung tritt, die unvergleichliche Straßenlage mit dem spartanischen Komfort einer Holzbank gilt Fans als Himmel auf Erden. Als auf dem Höhepunkt der Krise die Finanzplätze bebten, wurde der urige Austin Healey 3000 zum favorisierten Investment der geschockten Börsianer. Dabei zählte nicht nur das automobile Lusterlebnis: Zu Zeiten, in denen der Dax abstürzte, blieb der Oldtimer Index stabil bei einem Wertzuwachs von jährlich rund 2,5 Prozent.

Oldtimer sind durchaus kein Privileg der Betuchten. Raten Sie mal, wer auf dem Marktbarometer DOX (Deutscher-Oldtimer-Index) die Hitparade der Wertsteigerung anführt: Es ist die „Ente“. Der Citroën 2CV machte allein in den vergangenen zwei Jahren ein Plus von rund 80 Prozent, der sogenannte Samba-Bus von VW aus den fünfziger Jahren legte 100 Prozent Wert zu.

Spektakulär bleiben natürlich die illustren Modelle wie der Mercedes-Benz 300 SL mit Flügeltüren. In gutem Zustand erzielt der Sportwagen über 500.000 Euro und hat seinen Wert damit mehr als verdoppelt. Der mögliche Gewinn in Summe ist laut TÜV Süd generell bei exklusiven Autos größer als bei preiswerten.

Bei Auktionen im Jahr 2011 erzielten die teuersten Oldtimer Millionenbeträge wie ein Ferrari 250 Testa Rossa 1957 mit 12,9 Millionen Euro oder ein Mercedes-Benz 540K Spezial Roadster 1937, der einem Liebhaber 7,6 Millionen Euro wert war. Selbst ein Bugatti Type 22 Roadster, der nach 70 Jahren aus dem Lago Maggiore gezogen wurde, fand einen Käufer zum Rekordpreis von 260.500 Euro. Prozentual betrachtet, legen die Klassiker der oberen und unteren Kategorien im gleichen Verhältnis zu: Neben Porsche 550, Bentley Blower, Maserati und Ferrari zählen auch Evergreens des Alltags wie BMW 2002, Opel Kadett GT/E oder der Fiat 500 zu den Gewinnern.


Die Top 10 Oldtimer auf deutschen Straßen

Laut Statistik des Kraftfahrtbundesamts (KBA) 2010 sind in Deutschland rund 335.000 Autos unterwegs, die 30 Jahre und älter, dabei fahrtüchtig, versichert und versteuert sind. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Oldtimer um mehr als 80 Prozent gestiegen.

Die Top 10 nach Zulassungszahlen (Quelle ADAC) :
1. VW Käfer
2. 2 Mercedes W 114/115
3. Mercedes „Heckflosse“ W110/111
4. Mercedes SL W107
5. Porsche 911/912
6. Mercedes SL „Pagode“
7. Mercedes W 108/109
8. Mercedes W 123
9. Mercedes S Klasse W 116
10.Opel Kadett


Anders als Neuwagen, die in den ersten beiden Jahren rapide an Wert verlieren, gelten Oldtimer als relativ stabile Investition. Als reines Spekulationsobjekt ist ein Oldtimer dennoch zu schade. „Man sollte einen Klassiker nie als reine Geldanlage erwerben, sondern ihn genießen und den Wertzuwachs als erfreuliche Nebenwirkung betrachten.“ (Motor Klassik)


Wenn Oldtimer Gold wert sind – die wichtigsten Expertentipps

Entscheidend beim Oldtimerkauf ist natürlich der Pflege- und Erhaltungszustand. Für den künftigen Marktwert stellen Experten noch fünf weitere Regeln auf (Quelle Handelsblatt):

  • Rennhistorie zählt doppelt.
  • Noch existierende Marken sind mehr wert.
  • Sportwagen, Coupe, Roadster und Cabrio liegen vor Limousinen.
  • Geringe Stückzahl punktet.
  • Original-Zustand ist Bedingung.

Der Zustand der Klassiker wird offiziell mit Noten bewertet. Note 1 steht für makellosen Zustand, Note 2 für guten Zustand mit leichten Gebrauchsspuren, Note 3 für einen Zustand mit normalen Spuren der Jahre. Note 4 gibt es für deutliche Verbrauchsspuren bei nur bedingter Fahrbereitschaft, Note 5 erhalten nicht fahrbereite Exemplare.

Experten raten, möglichst nicht unter Kategorie 3 zu kaufen, Top-Wiederverkaufspreise erzielen nur Wagen der Kategorien 1 und 2. Gute Noten machen sich nicht nur beim Werterhalt, sondern auch im Alltagsbetrieb bezahlt. Jede Menge weitere Tipps rund um den Oldtimerkauf erfahren Sie hier in einer praktischen Checkliste zum downloaden.

Checkliste Oldtimerkauf (pdf, 84 kb)

Günstiger fahren mit Prädikat H

Das H-Kennzeichen ist die günstigste Betriebsform für einen Oldtimer. Der einheitliche Steuersatz beträgt hier nur 192 Euro. Seit November 2011 wird der H-Status allerdings unter strengeren Bedingungen vergeben. Voraussetzung für das steuerbegünstigte Kennzeichen ist mindestens die Zustandsnote 2. Das nötige Oldtimer-Gutachten stellen Prüforganisation wie Classic Data, Dekra, TÜV oder KÜS aus. Die Erstzulassung muss mindestens 30 Jahre zurückliegen, es dürfen keine Umbaumaßnahmen mit modernen Teilen erfolgt sein.

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Wenn auf Reisen mit dem Oldtimer etwas passiert, folgt oft der zweite Ärger auf dem Fuß. Beim Fahrzeugrück-Transport erleiden die Klassiker häufig noch weitere Schäden, weil die konventionellen Transporter auf die heute gängigen Fahrzeugabmessungen ausgelegt sind.

AXA hat deshalb eine besondere Schutzbriefleistung aufgelegt: Der Oldtimer/Youngtimer wird im geschlossenen Spezialtransporter an den ständigen Wohnsitz oder die Heimatwerkstatt gebracht.
Der Kunde kann seine Reise mit einem „normalen“ Mietwagen fortsetzen, oder sich – falls vorhanden – den eigenen Ersatz-Klassiker anliefern lassen. Alle weiteren Informationen, den Tarif-Rechner und viele nützliche Tipps zur Oldtimer-Versicherung finden Sie hier.  


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