Nein danke, liebe Tanke! Anwaltstipps zum Tanken und Spritsparen.

Die hohen Spritpreise sind schon Ärger genug – dazu kommt die zurzeit herrschende Diskussion, dass das Aufpumpen von Reifen auch noch an allen Tankstellen kostenpflichtig werden sollte. Ein weiterer Punkt, der viele Autofahrer zur Weißglut bringt, sind die Differenzen zwischen den Spritpreisen an den Anzeigetafeln vor den Tankstellen und den tatsächlichen Preisen beim Tanken direkt an den Zapfsäulen.

Muss sich der Autofahrer all dies wirklich gefallen lassen – und wo kann an den Kosten für die Mobilität gespart werden? Der Partneranwalt von ROLAND Rechtsschutz, Kai Solmecke von der Siegburger Kanzlei Solmecke Rechtsanwälte, klärt auf, wie die rechtliche Lage an der Tankstelle aussieht.




Preiserhöhung nach dem Einfahren in die Tankstelle – darf das sein?

Können sich Treibstoffpreise so schnell ändern, dass der Preis – den man der großen Anzeigetafel vor der Tankstelle entnommen hat – an der Zapfsäule nicht mehr gilt? Ja, das ist durchaus möglich, denn zwischen dem Befahren des Tankstellengeländes und dem Tankvorgang kann sich der Preis oft um mehrere Cent pro Liter erhöhen. Der Grund dafür ist ein zentrales Computersystem, das mit den Mineralölgesellschaften verbunden ist. „Der Tankstellenkunde sollte sich auf jeden Fall über den Preis vergewissern, der an der Zapfsäule ausgewiesen ist“, empfiehlt der ROLAND-Partneranwalt Kai Solmecke. „Denn nur dieser Preis ist maßgeblich und auch zu bezahlen.“ Deshalb ist es ratsam, die Preise an der Zapfsäule zu kontrollieren bevor getankt wird und eventuell sogar weiterzufahren, wenn der Sprit dort teurer ausgewiesen wird.



Teure Luft – wird das Aufpumpen der Reifen bald überall kostenpflichtig?

Tankwarte, die Öl, Wasser und Luft kostenlos kontrollieren – das sind Relikte aus einer lange vergangenen Zeit. Jetzt soll das Aufpumpen von Autoreifen sogar überall kostenpflichtig werden: An über 260 Tankstellen in Deutschland müssen Autofahrer jetzt bezahlen, wenn sie die Reifen ihres Autos aufpumpen – im Durchschnitt einen Euro. Wer sich keinen Kompressor anschaffen, und das umgehen möchte, hat nur eine Möglichkeit: „Autofahrer sollten auf Tankstellen ausweichen, die für ihre Service-Leistungen noch keine Kosten erheben. Denn einen Anspruch auf diesen bislang kostenlosen Service hat der Kunde nicht“, erklärt Rechtsanwalt Kai Solmecke.



Clevere Apps helfen beim Sparen: Wo ist der Sprit am günstigsten?

Kostenlose Smartphone-Apps machen es möglich, trotz ständig steigender Spritpreise immer so günstig wie möglich zu tanken. „Mit einer solchen App können Autofahrer bequem und direkt die aktuellen Benzinpreise der Tankstellen vergleichen. Damit lassen sich pro Tankvorgang einige Euros sparen.“ Die Daten werden mittels GPS oder per Postleitzahl ermittelt. Es gilt jedoch zu beachten, dass die jeweiligen Apps keine Gewähr für die angegebenen Preise geben.

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