Jetzt Pflicht: ESP und Reifendruckkontrollsystem. Freiwillig, aber wichtig: Sichere Reifen.

Mit Reifen-Sicherheits-Checkliste

Mit 1. November 2014 ist eine Gesetzesänderung in Kraft getreten, die sowohl Autofahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer schützen soll. Automobilhersteller müssen jetzt in alle Neuwagen ein Elektronisches Stabilitätsprogramm – abgekürzt „ESP“ – einbauen und die Fahrzeuge mit einem Reifendruckkontrollsystem – „RDKS“ – ausstatten. Dadurch soll die Unfallgefahr durch Ausbrechen des Fahrzeugs oder durch Reifenschäden verringert werden. 

Von allen erworbenen Neuwagen im Jahr 2013 waren bereits 87% mit ESP ausgestattet. Vor allem in den oberen und mittleren Fahrzeugkategorien war ESP meistens bereits in der Serienausstattung enthalten. Bei Kleinwagen konnte es bei einigen Herstellern als Sonderausstattung hinzubestellt werden – bei manchen Modellen war es überhaupt nicht verfügbar. Das soll sich jetzt durch die gesetzliche Pflicht ändern. Ähnlich verhält es sich bei den Reifendruckkontrollsystemen, die zumeist auch nur in höherpreisigen Fahrzeugen als Serien- oder Sonderausstattung zu bekommen waren.




ESP – der unsichtbare Helfer in brenzligen Situationen

Die gesetzliche Verordnung, dass seit 1. November jedes in der EU neu zugelassene Auto mit einem Elektronischen Stabilitätsprogramm ausgestattet sein muss, kann ohne Frage einiges zur Verkehrssicherheit beitragen. Dabei ist ESP keine technische Neuerung – Bosch meldete es 1987 zum Patent an, 1995 wurde es zum ersten Mal in der damals aktuellen Mercedes S-Klasse eingebaut. ESP ist ein aktives Fahrsicherheitssystem, das kritische Fahrsituationen erkennt und das Ausbrechen oder Schleudern des Fahrzeugs verhindert. Die Motorleistung wird abgeriegelt, einzelne Räder gezielt abgebremst und ein kontrolliertes Fahren, Beschleunigen oder Abbremsen bleibt gewährleistet. Umsichtiges Fahren kann aber ESP auch nicht ersetzen, denn bei einer unvernünftigen Fahrweise auf Rollsplit, Schnee oder Eis kommt auch ESP an seine Grenzen.


ESP wird zumeist mit anderen Sicherheitsassistenten zusammen eingebaut – wie dem Antiblockiersystem (ABS) und der Antriebsschlupfregelung (ASR), die das Durchdrehen der Räder verhindern kann. Für Fahrer von Mittel- und Oberklasse-Autos macht die ESP-Pflicht keinen Unterschied, denn sie sind grundsätzlich mit ESP ausgestattet – Fahrer von Klein- und Kompaktwagen müssen dank ESP-Pflicht beim Neuwagenkauf ca. 300 bis 500 Euro mehr investieren. Ein Nachrüsten älterer Fahrzeuge ist nicht notwendig und wäre auch vom Umfang her zu aufwändig.

Die ESP-Pflicht gilt mit wenigen Ausnahmen für alle typgenehmigten Fahrzeuge der Klassen M, N und O - das sind Pkw, Wohnmobile, Lastwagen, Busse und Anhänger.


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Reifendruckkontrollsystem – für mehr Sicherheit und weniger Umweltbelastung

Auch die Einführung der Reifenkontrolldrucksystem-Pflicht zum 1. November 2014 ist durchaus sinnvoll, denn der korrekte Reifendruck minimiert das Risiko von Unfällen, erhöht die Lebensdauer der Reifen und senkt den Spritverbrauch. Bereits 0,3 Bar Minderdruck verringern die Laufleistung der Reifen schon um 30 Prozent, darüber hinaus verlängern sich die Bremswege und der Verbrauch steigt.


Zurzeit werden zwei verschiedene Systeme verbaut – direkte RDKS und indirekte RDKS. Der Unterschied liegt darin, dass indirekte Systeme nicht den Reifendruck selbst messen, sondern sie registrieren die Änderung des Radumfangs durch den Luftverlust. Indirekte Systeme nutzen dabei die Sensoren des ABS (Antiblockiersystems) und weitere, im Auto verbaute Messgeräte. Bei direkten Systemen prüft ein Sensor im Inneren des Reifens den Reifendruck und die Reifentemperatur, meldet dies per Funk an ein Steuergerät, das die Daten an eine Anzeige im Cockpit weiterleitet, um den Fahrer zu warnen. Genauer und verlässlicher sind die direkten Systeme, bei denen jedoch im Zuge der Wechsel von Sommer- auf Winterreifen Mehrkosten von 300 bis 350 Euro auf den Autobesitzer zukommen, da auch im zweiten Reifensatz Sensoren eingebaut werden müssen. Diese halten dann ein Reifenleben lang.


Auch wenn diese Pflicht nur für Neuwagen gilt, sollte man sich überlegen, sogar bei schon zugelassenen Fahrzeugen ein direktes System nachzurüsten, denn die Vorteile in Bezug auf Unfall-Prävention, Kostenersparnis und Umweltschutz sind nicht von der Hand zu weisen – und die manuelle Reifendruckprüfung kann ebenso entfallen. Bei diesen Nachrüstsystemen werden Sensoren an der Felge oder am Reifenventil montiert und ein Steuergerät im Innenraum. Das Nachrüsten eines indirekten Systems ist nicht möglich.


Die Reifendruckkontrollsystem-Pflicht gilt ab 1. November 2014 für alle Neufahrzeuge der Klassen M1 und M1G – also für alle PKW, Geländewagen und Wohnmobile. Selbst wenn Ihr Fahrzeug bereits vor dem 1. November 2014 zugelassen wurde, kann es über ein solches System verfügen. Wurde Ihr Fahrzeugtyp nach dem 1. November 2012 in der EU neu typengenehmigt, muss es sogar schon mit einem RDKS ausgestattet sein. Sollten Sie nicht sicher sein, ob in Ihrem Auto bereits ein RDKS verbaut ist, können Sie dies aus Ihrem Fahrzeugschein ersehen. Sie finden das Datum der Typengenehmigung bei Ziffer 6 und beim Buchstabe B das Datum der Erstzulassung. Das ist deshalb wichtig zu wissen, denn wenn ab Werk bereits RDKS-Sensoren verbaut sind, müssen auch die Winterreifen damit bestückt werden. Welche RDKS-Sensoren bei Ihrem Auto integriert sind, können Sie unter www.reifendrucksensor.info herausfinden.



Die Verbindung zwischen Auto und Straße – Sicherheitsfaktor Reifen

Aber auch mit ESP und RDKS ist es wichtig, auf seine Reifen zu achten – denn sie sind die wichtigsten Komponenten am Auto, um es in gefährlichen Situationen sicher auf der Straße zu halten. Gerade deshalb sollte man seinen Autoreifen ein wenig mehr Aufmerksamkeit schenken.

Auch wenn ein Ganzjahresreifen die Kosten für die Sensoren bei direkten RDKS senken würde, ist das nicht das Optimum – denn gerade im Winter sind Ganzjahresreifen immer nur ein Kompromiss. Wer sicher unterwegs sein will, sollte unbedingt Sommer- und Winterreifen für sein Auto haben und die klassische „O bis O-Regel“ einhalten – also von Oktober bis Ostern auf Winterreifen umrüsten.

Weitere Tipps zur Pflege, Kontrolle und Sicherheit von Autoreifen finden Sie in unserer Reifen-Sicherheits-Checkliste, die Sie sich hier herunterladen können. 

Checkliste - Reifen-Sicherheit ( PDF, 153, 4 KB)
AXA wünscht Ihnen jederzeit gute Fahrt mit sicheren Reifen.

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