Die rechtliche Seite von freiem WLAN in deutschen Großstädten


Die ganze Stadt ein einziger Hotspot – immer und überall kostenlos mobil ins Internet gehen. Diese Vision wird in immer mehr Großstädten Deutschlands Realität. Das freut vor allem Touristen und Personen mit einem Mobilfunkanbieter, der nicht in Deutschland angesiedelt ist – denn die Roaminggebühren für die Nutzung des Internets im Ausland sind nach wie vor sehr hoch.

Aber wie sieht das von Rechtswegen aus? Ist die Nutzung von freiem WLAN in Bezug auf den Datenschutz auch wirklich sicher und wie sieht es vom Haftungsrecht her aus, wenn ein Benutzer illegal Musik oder Videos herunterlädt? Der Partneranwalt von ROLAND Rechtsschutz, Kai Solmecke von der Siegburger Kanzlei Solmecke Rechtsanwälte, zeigt auf, was bei öffentlichen WLAN-Netzen in Städten zu beachten ist.




Ein Sicherheitsfaktor: die Registrierung bei kostenlosem WLAN

Man kennt es ja bereits aus diversen Fast-Food-Restaurants, Bars und Cafés, die ihren Gästen kostenloses WLAN zur Verfügung stellen. Nun folgen ganze Städte diesem Vorbild – ein flächendeckendes WLAN-Netz gibt es derzeit in Düsseldorf und Pforzheim. Um die neu eingerichteten WLAN-Netze nutzen zu können, muss man sich mit Name und E-Mail-Adresse registrieren. So können illegale Handlungen im öffentlichen Netz einer Person direkt zugeordnet werden. „Die Anmeldung der Nutzer ist ein großer Vorteil für die Betreiber der WLAN-Netze, die bislang für die Verstöße im Internet mitverantwortlich gemacht werden können“, so Rechtsanwalt Kai Solmecke. Diese sogenannte Störerhaftung macht Betreiber eines WLAN-Netzes haftbar für das, was die Nutzer im Internet anstellen.

Ob WLAN-Betreiber dieser Haftung entgehen können, ist noch nicht entschieden – die Registrierung könnte jedoch ein erster Schritt in diese Richtung sein. Eine Initiative zur Änderung dieses Gesetzes läuft derzeit – ein erster Änderungsvorschlag wurde vom Bundestag jedoch bereits abgelehnt.


Vorsicht im Umgang mit sensiblen Daten und Passwörtern

Verbrauchern bieten die neuen WLAN-Netze generell nur Vorteile. „Wer keine urheberrechtlich geschützten Inhalte herunterlädt, hat nichts zu befürchten”, so Kai Solmecke. „Auf seine Zugangsdaten sollte man jedoch genauso achtgeben, wie auf die Zugangsdaten zu seinem heimischen WLAN-Netz“, fügt der ROLAND-Partneranwalt hinzu. Besondere Vorsicht gilt beim Online-Banking: Noch ist unklar, ob die neuen Netze auch wirklich sicher sind.

Bleibt zu hoffen, dass in Zukunft möglichst viele Städte auf diesen Zug aufspringen und Bewohnern und Besuchern diesen Service zur Verfügung stellen.


Von nun an sicher im Internet bewegen: „Mein Leben Online“ ist eine neue kostenlose Informations- und Ratgeberseite, die wir im Rahmen unseres Präventions-Projektes „Born to Protect“ entwickelt haben. Umfangreiche Informationen und konkrete Tipps helfen Ihnen, Gefahren im Internet besser zu erkennen und Risiken zu vermeiden. Viele praktische Informationen tragen auch in anderen Lebensbereichen zum bestmöglichen Schutz im Alltag bei, jederzeit abzurufen unter www.meinlebenonline.de.


Rechtliche Hinweise
Die Artikelinhalte werden Ihnen von AXA als unverbindliche Serviceinformationen zur Verfügung gestellt. Diese Informationen erheben kein Recht auf Vollständigkeit oder Gültigkeit. Bitte beachten Sie dazu unsere Nutzungsbedingungen.