Sichern Sie Ihre Existenz ab – so versichern sich Handwerker richtig

Handwerk hat goldenen Boden. Ob Schreiner, Schumacher oder auch Steinmetz – das erhebende Gefühl, etwas mit eigenen Händen erschaffen zu haben, ist unersetzlich. Natürlich ist mit der handwerklichen Tätigkeit auch ein höheres Verletzungsrisiko verbunden: Alleine im Jahr 2012 passierten fast 290.000 meldepflichtige Arbeitsunfälle im Bereich Handwerks- und verwandte Berufe. Das stellt einen Anteil von fast 34% aller meldepflichtigen Arbeitsunfälle dar.

Als selbständiger Handwerker trägt man darüber hinaus das unternehmerische Risiko inklusive betrieblicher Risiken und Gefahren, die man selbst nicht beeinflussen, aber versichern kann. Gegen die gesundheitlichen Risiken im Berufsalltag – und natürlich auch in der Freizeit sollte man sich gerade in Handwerksberufen entsprechend absichern. Auf welche Versicherungen Handwerker und Handwerksbetriebe keinesfalls verzichten sollten und wie die richtige Versicherung zu finden ist, zeigen wir Ihnen – damit das Handwerk noch möglichst lange Bestand hat. 




Ist das Risiko im Handwerk besonders hoch?

In gewissen Bereichen gleicht das Risiko eines Handwerkers anderen Berufsgruppen – denn Schäden im betrieblichen Bereich (z. B. Elementarschäden oder Einbruchdiebstahl) können sowohl in einer Handwerker-Werkstatt als auch in einem Büro passieren. Anders sieht es in der täglichen Arbeit aus, denn die meisten Handwerker arbeiten mit Werkzeug und Maschinen, die Gefahrenpotenzial bergen und an denen man sich verletzen kann. Viele Handwerker sind auch beruflich viel mit dem Auto oder Transporter unterwegs, um vor Ort beim Kunden zu arbeiten – vor allem im Baubereich. Daraus ergeben sich Verletzungsrisiken beim Ein- und Ausladen und nicht zu vergessen im Straßenverkehr. Kurz gesagt: Die Risiken, gegen die sich Handwerker absichern sollten, sind sehr unterschiedlich und somit anders als bei vielen anderen Berufsgruppen – durchdachte Absicherung ist also enorm wichtig.


Mit der Risikoanalyse zum richtige Konzept  für die betrieblichen Absicherung

Wie bei so vielen Dingen im Leben gibt es keine „Generallösung“, die für alle Betriebe passend ist. Individuelle Absicherungskonzepte bieten Flexibilität und Passgenauigkeit. Somit steht eine richtige Einschätzung der Risiken bei der Auswahl der Versicherungen eine entscheidende Rolle. Eine professionelle Risikoanalyse im betrieblichen Bereich sollte folgende Schritte umfassen: Zuerst geht es darum, die Basisdaten des Unternehmens zu erfassen. Dies dient dazu, grundlegende Kennzahlen herauszufinden, damit weder Unter- noch Überversicherung entsteht. Konkret geht es hier um die Branche, Mitarbeiteranzahl, Lohn- und Gehaltssumme, Umsatz und Rohertrag und einiges mehr – all diese Punkte sind wichtig für die Anpassung des Versicherungsschutzes. Danach geht es darum, eventuell bestehende Verträge zu prüfen – was ist bereits zu welchem Preis und mit welchen Deckungssummen versichert.

Der nächste Schritt sollte eine gemeinsame Betriebsbegehung mit einem Versicherungsfachmann sein. Bestehen besondere Gefahrenquellen in Bezug auf Feuer, Elementarschäden oder Einbruch – und wurden bereits präventive Maßnahmen ergriffen? (z. B. Alarmanlagen oder Sprinkleranlagen). Danach werden die Risiken bewertet – Deckungssummen und Deckungsumfänge werden überprüft. Wenn Handlungsbedarf besteht, müssen die Versicherungen angepasst, neu abgeschlossen oder storniert werden. Alle Verträge sollten einmal im Jahr unbedingt überprüft und angepasst werden.


Auch privat kein Risiko eingehen

Nicht nur der Handwerksbetrieb muss gut abgesichert sein – auch der Inhaber, vor allem bei kleinen Betrieben, wenn er selbst im Handwerk mitarbeitet. Vor allem eine ausreichende Unfallversicherung, die bei Invalidität und Arbeitsunfähigkeit entsprechende Leistungen erbringt ist unverzichtbar. Ebenso wichtig ist eine Krankenversicherung für den Handwerker und seine Familie, die wichtige Leistungen durch Ärzte, Zahnärzte, Krankenhäuser und bei Heilmitteln erbringt. Auch eine Risiko-Lebensversicherung sollte in Betracht gezogen werden, um im schlimmsten Fall die Hinterbliebenen versorgt zu wissen.


Genau das, was Sie im Betrieb benötigen – nicht mehr und nicht weniger!

Betriebshaftpflichtversicherung: Diese deckt Schäden gegenüber Dritten ab, die der Handwerker in Ausübung seiner beruflichen Tätigkeit verursacht. Wichtig bei dieser Versicherung ist, Tätigkeits- und Bearbeitungsschäden mit einzuschließen.

Geschäftsinhaltsversicherung: Einrichtungen, Maschinen, Waren und Vorräte eines Betriebs erfordern hohe Investitionen. Deshalb gilt es, sie vor vielfältigen Gefahren zu schützen. Die Geschäftsinhaltsversicherung deckt Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel sowie durch Einbruch und Raub.

Gebäudeversicherung: Diese gilt für das Gebäude mit seinen festen Bestandteilen sowie Gebäudezubehör, das dessen Instandhaltung dient. Optional können Nebengebäude und Garagen auf dem Grundstück sowie weiteres Gebäudezubehör in den Versicherungsumfang einbezogen werden. Versicherbar sind Gefahren durch Feuer, Leitungswasser und Sturm oder Hagel. Zusatzdeckung für elementare Schäden, Glasbruch oder Mietverlust sind empfehlenswert. Grundsätzlich sollten Gebäude zum Neuwert versichert werden.

Betriebsunterbrechungsversicherung: Steht der Betrieb still, kostet das Geld, denn Löhne, Gehälter, Pacht, Zinsen etc. laufen weiter. Die Betriebsunterbrechungsversicherung kommt für Betriebsunterbrechungsschäden auf, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm oder Hagel, Einbruchdiebstahl und Elementarereignisse entstehen.


Kfz-Versicherung: Die Kfz-Haftpflichtversicherung ist ohnehin Pflicht. Der Abschluss einer Kaskoversicherung ist unbedingt zu empfehlen, damit bei einem Schaden oder dem Abhandenkommen des Fahrzeugs der Betrieb nicht stillsteht. Wenn im Unternehmen mehrere Fahrzeuge versichert sind, gibt es sogenannte Kfz-Kleinflottenlösungen mit besonderen Konditionen. 

Rechtsschutzversicherung: Rechtsanwalt- und Gerichtskosten können enorm hoch sein. Um entweder selbst rechtliche Schritte einleiten – oder sich verteidigen zu können – ist eine entsprechende Rechtsschutzversicherung notwendig.

Sehr sinnvoll – sofern die Risiken vorhanden sind:
Transportversicherung / Werkverkehrsversicherung:
Diese deckt Schäden durch Unfall oder Diebstahl in Bezug auf Waren oder Werkzeuge, wenn diese sich außer Haus befinden.

Maschinenversicherung: Spezielle, für den Betrieb notwendige Maschinen können sehr teuer sein. Im Rahmen der Maschinenversicherung sind Schäden durch menschliches Versagen, technische Gefahren und höhere Gewalt abgesichert.

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Unser individuelles Absicherungskonzept für Firmenkunden

Eine gute Absicherung ist für Handwerker ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Schließlich können schon vermeintlich kleine Schäden große wirtschaftliche Folgen haben.

Da jede Branche ihre ganz speziellen Risiken hat, bietet AXA mit dem Profi-Schutz Unternehmen die Möglichkeit, das eigene Versicherungspaket aus verschiedenen Produkten zusammenzustellen und folgende Bereiche bedarfsgerecht abzusichern: Haftpflicht, Inhalt, Gebäude, Ertragsausfall, Mietausfall und Rechtsschutz.

Darüber hinaus können Sie, je nach Anzahl der abgeschlossenen Produkte aus dem Profi-Schutz-Konzept, von einem Produkt-Rabatt profitieren.

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Ein weiterer Tipp von AXA: So können Sie im betrieblichen Bereich Prämien sparen.

In vielen Versicherungssparten gibt es die Möglichkeit, eine unterschiedlich hohe Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Wenn Sie es sich leisten können, für kleinere Schäden selbst aufzukommen, reduziert sich Ihre Versicherungsprämie deutlich – und für große, existenzbedrohende Schäden, sind Sie ausreichend abgedeckt. AXA informiert Sie gerne über die Möglichkeiten.

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