Überlebensfrage: Kennen Sie Ihren Blutdruck?

30-40 Prozent* der Erwachsenen in Deutschland  leiden unter Bluthochdruck, aber nur jeder Zweite weiß davon. Millionen kennen ihren Blutdruck überhaupt nicht. Das ist eine gigantische Risikogruppe. Menschen jeden Alters setzen sich der Gefahr von Schlaganfällen, Herzerkrankungen und anderen gravierenden Leiden aus. (* Quelle Deutsche Herzstiftung)



„Danke, mir geht es prima.“ Millionen sind einem gefährlichen Irrtum verfallen. Hoher Blutdruck, medizinisch: „arterielle Hypertonie“, verursacht über lange Zeit keinerlei Beschwerden, ganz im Gegenteil: Vor allem Jüngere fühlen sich leistungsfähig und fit. Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Sehstörungen tauchen meist erst im Alarmbereich bei Blutdruck-Werten ab 180/110 auf. Unerkannt hat der hohe Blutdruck eine traurige Karriere gemacht: Noch vor Rauchen und Alkohol führt er als weltweit größte Gesundheitsgefahr (Global Burden of Disease Study 2010). Die Folgeerscheinungen sind Durchblutungsstörungen und Gefäßverkalkung mit all ihren schwerwiegenden Folgen wie z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall und Netzhautschäden. Bluthochdruck schädigt alle Organe, auch das Gehirn, und begünstigt geistigen Leistungsabfall und Demenz.



Ein stilles Drama

Der komplexe Mechanismus, der den menschlichen Blutdruck steuert, ist noch nicht vollständig erforscht. Irgendwo im Zusammenspiel von Nervensystem, Blutgefäßen, biochemischen Botenstoffen und Organen schleicht sich ein Fehler ein und löst eine Kettenreaktion aus: Das System läuft ständig auf Hochtouren, die Gefäße stehen permanent unter hohem Druck, das schädigt die Gefäßwände, Ablagerungen können sich bilden, die Versorgung der Organe wird gestört und der Verschleiß ist vorprogrammiert.
                                 
Nur bei einem von zehn Patienten lässt sich der Bluthochdruck auf eine Grunderkrankung, zum Beispiel der Niere, zurückführen und wird als sekundäre Hypertonie bezeichnet. In 90 Prozent der Fälle lässt sich keine Ursache für die Funktionsstörung feststellen, Mediziner nennen das primäre oder essentielle Hypertonie. Allerdings sind Risikofaktoren für Bluthochdruck aus zahlreichen Studien bekannt: Neben den Erbanlagen sind es wieder einmal die bekannten vier Gefahren des modernen Lebensstils: zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, Übergewicht und Stress. In manchen Fällen können auch Medikamente wie beispielsweise „die Pille“ oder Schmerz- und Rheumapräparate als Auslöser mitbeteiligt sein.



Nichts einfacher als Risiko zu vermeiden: Blutdruck messen!

Ärzte wünschen sich, dass Menschen in jedem Alter ihren Blutdruck im Auge behalten. Das Risiko für eine Hypertonie steigt mit wachsendem Lebensalter, ab dem 55. Lebensjahr ist schätzungsweise jeder Zweite betroffen. Aber Bluthochdruck tritt zunehmend auch bei jüngeren Menschen auf, im Zusammenhang mit Übergewicht und Bewegungsmangel nimmt sogar die Anzahl betroffener Kinder und Jugendlicher in den letzten Jahren stetig zu.

Die Deutsche Herzstiftung rät: „Gemessen werden sollte der Blutdruck mindestens einmal bei Schuleintritt, in der Pubertät und im frühen Erwachsenenalter. Ab dem 30. Lebensjahr sollte dann eine jährliche und ab dem 50. Lebensjahr eine halbjährliche Messung erfolgen, um rechtzeitig einen Anstieg über die Normwerte entdecken zu können.“



Was ist normal? Was ist erlaubt?

Ein Blutdruck von 120/80 gilt nach den aktuellen Erkenntnissen als normal, Werte von 130-139/85-89 werden als „hoch normal“ toleriert. Was dauerhaft über 140/90 liegt, gilt als Hypertonie, die zumindest eine Lebensstiländerung, möglicherweise auch eine Behandlung mit Medikamenten erfordert. Ein Sonderfall ist die isolierte systolische Hypertonie, bei der nur der erste Wert erhöht ist – auch diese birgt Risiken und muss konsequent behandelt werden. Zur Diagnose wird der Blutdruck an zwei Tagen mindestens dreimal in möglichst entspannter Atmosphäre gemessen. Nervosität beim Arztbesuch kann die Messwerte verfälschen, bei Verdacht auf die sogenannte „Praxis-Hypertonie“ kann eine 24-Stunden-Blutdruckmessung Sicherheit schaffen.



Möglichst viel Lebensqualität, möglichst wenige Medikamente

Wenn der Arzt eine Erkrankung als Ursache ausgeschlossen hat, steht der Lebensstil auf dem Prüfstand. Bei leichter und mittelschwerer Hypertonie (bis 179/109 mm Hg) kann die Umstellung auf eine gesunde Lebensweise in kurzer Zeit den Blutdruck soweit senken, dass Medikamente nicht notwendig sind. Wenn nach drei Monaten allerdings keine unbedenklichen Werte erreicht werden, ist die Behandlung mit Medikamenten meist nicht mehr zu umgehen.
 
Eine schwere Hypertonie ab 180/110 mm Hg duldet wegen des hohen Risikos für die Gefäße keinen Aufschub und muss sofort mit Medikamenten behandelt werden. Es stehen heute verschiedene, gut erforschte Wirkstoffgruppen zur Verfügung, die - häufig auch in Kombination - an unterschiedlichen Stellen in das Blutdrucksystem eingreifen und in Abstimmung auf das individuelle Risikoprofil des Patienten eingesetzt werden können. Auch bei der medikamentösen Therapie ist ein gesunder Lebensstil unersetzlich. Nur so lässt sich die Dosierung der Medikamente auf ein verträgliches Maß reduzieren. Das ist besonders wichtig, da die Medikamente den Blutdruck senken, aber die Hypertonie nicht heilen und häufig über Jahre hinweg, manchmal ein Leben lang eingenommen werden müssen.  


Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

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Mit dem gesundheitsservice360° steht Kunden von AXA ohne zusätzliche Kosten umfassende Unterstützung zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit der Deutschen Hochdruckliga haben wir ein Programm entwickelt, das Hypertonie-Patienten berät und begleitet. Das Angebot enthält lebensnahe und praktische Hilfestellungen, die zum Therapieerfolg beitragen:
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Gut leben mit Bluthochdruck. Die Spielregeln:

  • Normalgewicht
  • Mäßiger Alkoholgenuss
  • Gesunde Ernährung mit wenig Salz
  • Verzicht auf Nikotin
  • Regelmäßige Bewegung (Bitte sprechen Sie vorher mit Ihrem Arzt, wie viel Bewegung und welcher Sport für Sie gesundheitsförderlich sind)
  • Regelmäßiger Tagesablauf mit Erholungspausen
Es lohnt sich. Der Deutsche Hausärzteverband nennt Erfahrungswerte eines gesunden Lebensstils: Gesunde Ernährung mit wenig Salz, viel Gemüse und Obst kann den Blutdruck um bis zu 20 Punkte, das heißt 20 mmHG, senken. Fünf Kilo weniger auf der Waage bringen 10 Punkte, also 10 mmHG weniger, regelmäßige Aktivitäten wie Laufen, Schwimmen und Radfahren machen ebenfalls 10 Punkte gut. Wer auf Rauchen verzichtet, kann schon nach einer Woche den Blutdruck senken. 
 
Ein wichtiger Teil der Eigeninitiative ist die regelmäßige Selbstkontrolle des Blutdrucks. Die Messung zu Hause dient nicht nur der Sicherheit. Eine Studie zeigte auch eine günstige Auswirkung der aktiven Beteiligung auf den Therapieerfolg. Passende Geräte können Sie als krankenvollversicherter Kunde von AXA bequem über das Hilfsmittelmanagement  bestellen.


Die Deutsche Hochdruckliga gibt 10 Tipps zur richtigen Blutdruckmessung:         

  • Lassen Sie sich das Blutdruckmessen in einer Schulung zeigen
  • Messen Sie täglich Ihren Blutdruck
  • Messen Sie erst nach fünf Minuten Ruhe
  • Messen Sie an dem Arm mit dem höheren Blutdruck. Welcher das ist, sagt Ihnen Ihr Arzt nach einer Kontrollmessung an beiden Armen.
  • Die Manschette muss passen
  • Der Messpunkt am Arm sollte sich in Herzhöhe befinden
  • Selbst gemessene Blutdruckwerte sollten unter 135/85 mm Hg liegen
  • Schreiben Sie Ihre Blutdruckwerte auf und vergleichen sie regelmäßig
  • Versichern Sie sich mit Kontrollmessungen beim Hausarzt oder in der Apotheke,
    dass Ihr Messgerät zuverlässige Werte liefert
  • Bei Herzrhythmusstörungen muss ein speziell geeignetes Messgerät verwendet werden
In unserer Blutdruck-Messtabelle zum Download können Sie Ihre gemessenen Werte eintragen.

Blutdruck-Messtabelle (PDF, 221 KB)

Und übrigens, kennen Sie Dr. Mozart?

Mediziner haben Anhaltspunkte dafür, dass nicht nur Disziplin, sondern auch reiner Genuss gegen Bluthochdruck wirksam sind. Professor Dr. med. Hans-Joachim Trappe, Direktor der kardiologischen Klinik am Marienhospital Herne hat in einer Studie gezeigt, dass klassische Musik den Blutdruck und die Herzfrequenz senken kann. Am besten wirkten Bach, Mozart, Händel, Corelli, Albinoni und Tartini. Viele weitere interessante Informationen über Bluthochdruck aus Forschung und Praxis lesen Sie unter www.hochdruckliga.de


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