Bakterien, Pilze und Verunreinigungen - was tun bei Lebensmittelvergiftung?



Ein kühles Eis, ein lockeres Tiramisu auf der Restaurant-Terrasse am See, das Picknick auf der Wiese oder der leckere Fisch vom Grill. Das sind die kulinarischen Köstlichkeiten, die man mit einem schönen Sommer in Verbindung bringt. Doch die hohen Temperaturen setzen vielen Lebensmitteln binnen kürzester Zeit gehörig zu. Es kann zu Lebensmittelinfektionen oder Lebensmittelvergiftungen kommen. Auch der wohlverdiente Sommerurlaub kann Schattenseiten mit sich bringen, denn das Infektionsrisiko auf Reisen ist um einiges höher als zu Hause.

Damit Sie nicht zu den rund 200.000 Deutschen zählen, die jährlich mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen haben, erfahren Sie von uns, wie Sie mit Lebensmitteln richtig umgehen, sich vorbeugend vor Unannehmlichkeiten schützen können, worauf Sie besonders achten sollten und wie Sie sich im Krankheitsfall am besten verhalten.



Warum können Nahrungsmittel gefährlich werden?

Die Erreger von Lebensmittelvergiftungen fühlen sich bei hohen Temperaturen so richtig wohl und vermehren sich besonders schnell. Je höher die Anzahl dieser Bakterien – in der Fachsprache „Staphylococcus“ genannt – im Essen ist, desto kleiner sind die Chancen, dass das menschliche Immunsystem diese bewältigen kann. Es kommt in den meisten Fällen zu sogenannten „Brechdurchfall“ durch die Ausscheidung des Giftes Enterotoxin.


Was können infizierte Nahrungsmittel in unserem Körper anrichten?

Krankheitserreger, wie zum Beispiel Salmonellen oder Colibakterien gelangen durch Lebensmittel in unseren Körper und greifen zumeist den Darm an. In Deutschland leiden immer mehr Menschen an Brechdurchfall, da sich diese Bakterien immer wieder verändern und gegen Antibiotika resistent werden. Hierbei sind Kinder und ältere Menschen am häufigsten betroffen, denn ihre Körperabwehr ist noch nicht ausgereift oder geschwächt. Eine unzureichende Immunabwehr kann lebensbedrohlich werden: Greifen die Erreger nicht nur den Darm, sondern auch Nieren, Adern und rote Blutkörperchen an, ist das ein Notfall und Sie sollten ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Wenn Sie infizierte Nahrung zu sich nehmen, geschieht das in der Regel nicht absichtlich und ist somit wie ein Unfall zu sehen. Deshalb bieten wir unseren Kunden eine besondere Leistung im Rahmen der Unfallversicherung an. Darin sind Vergiftungen und teilweise auch Infektionen infolge der Einnahme von Nahrungsmitteln versichert. Hier finden Sie weitere Informationen zur Unfallversicherung von AXA.

Darüber hinaus übernimmt AXA im Falle einer Vergiftung selbstverständlich Kosten für eine medizinisch notwendige Behandlung, wenn Sie Kunde der AXA Krankenvollversicherung sind. Hier finden Sie weitere Informationen zur privaten Krankenversicherung von AXA.


Wie behandelt man Krankheiten durch Nahrungsmittel?

Wegen des Durchfalls verliert Ihr Körper viel Flüssigkeit und Mineralien. Bei extremem Flüssigkeitsmangel kann sogar der Kreislauf zusammenbrechen, Ihre Nieren können Schaden nehmen und sogar versagen. Kinder und alte Menschen sind besonders gefährdet, durch Durchfall auszutrocknen. Deshalb sollten Sie viel trinken. Nach langem oder heftigem Durchfall kann eine Elektrolytlösung helfen: Diese Mischung aus Wasser, Salzen und Traubenzucker ersetzt, was Sie verloren haben. Im schlimmsten Fall benötigen Sie Infusionen, um die verlorenen Substanzen wieder aufzunehmen. Versuchen Sie, etwas zu essen – leicht verdauliche Kohlenhydrate wie Zwieback, Salzstangen oder Weißbrot helfen Ihrem Darm, wieder normal zu arbeiten.

Bei Durchfall bemüht sich der Körper, die schädlichen Keime möglichst schnell wieder loszuwerden. Medikamente – zum Beispiel Immodium oder Kohletabletten – die den Durchfall stoppen, sind nur in Ausnahmefällen und nicht länger als drei Tage zu nehmen. In dringenden Fällen konsultieren Sie bitte ihren Arzt.


Welche vorbeugenden Maßnahmen können ergriffen werden?

Wie schon zuvor beschrieben, fühlen sich Bakterien in warmen Umgebungen besonders wohl und vermehren sich enorm schnell. Oberstes Gebot ist also, Speisen und Zutaten immer kühl halten. Im Kühlschrank bei etwa 7 Grad und im Gefrierschrank bei mindestens -18 Grad Celsius. Frischen Fisch sollten Sie bei Temperaturen unter 2 Grad lagern. Speisen, die aus rohen Eiern gemacht werden, wie etwa Tiramisu, sollten Sie sofort kühlen und schnell genießen.

Rohes Fleisch, Geflügel, Wurst und andere Fleischwaren gehören in den Kühlschrank, denn bereits bei Zimmertemperatur können sich Mikroben bilden. Doch nicht nur das Kühlen ist wichtig – auch die Hitze. Die meisten Bakterien überleben Temperaturen von über 70 Grad nicht. Fleisch, Fisch, Geflügel oder Eier also immer durchbraten, durchkochen oder durchgaren.

Generell sollten Sie Lebensmittel immer in geschlossenen Gefäßen lagern oder mit Folie abdecken, denn Bakterien werden auch über Fliegen oder Mücken übertragen.


Was gilt es auf Reisen besonders zu beachten?

„Cook it, peel it or leave it“ – dieses weitverbreitete Motto sollten Sie beherzigen. Ist etwas nicht gekocht oder können Sie es nicht schälen, dann lassen Sie die Finger davon. Denn anders als in Ihrem Haushalt kennen Sie die Herkunft und die „Geschichte“ der Speisen nicht, die Ihnen im Restaurant serviert werden. Das gilt vor allem für die beliebten Reiseziele Asien, Mittel- und Südamerika oder den Arabischen Raum, denn dort sind die hygienischen Standards keineswegs mit unseren vergleichbar. Denn was ein Einheimischer verträgt, muss unser Magen noch lange nicht vertragen – wir sind vieles nicht gewohnt.

Kommen Sie gesund durch den Sommer – ob auf Reisen oder zu Hause!

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