Wissenswertes über Lebensmittelallergien



Enthält dieses Gericht Nüsse? Kann ich es bitte ohne den Fisch bekommen? Betroffene von Lebensmittelallergien müssen bei ihrer Ernährung stets und ständig darauf achten, dass für sie gefährliche Stoffe nicht im Essen enthalten sind. Hier ein Überblick über die häufigsten Lebensmittelallergien und wie Sie im Alltag damit umgehen können.


Fischallergie

Die meisten Menschen, die unter einer Fischallergie leiden, reagieren auf ein Protein der Muskelzellen im weißen Fleisch der Fische, Parvalbumin genannt. Da das Protein in sehr ähnlicher Form in vielen verschiedenen Fischen vorkommt, vertragen Allergiker meist mehrere Fischarten nicht. Ein weiterer Nachteil: Auch beim Kochen oder Braten des Fisches bleibt das Parvalbumin erhalten, wodurch Fisch in jeglicher Zubereitungsform zu allergischen Reaktionen führt.


Nussfrüchteallergie

Diese Art von Nahrungsmittelallergie tritt vor allem bei Cashewnüssen, Paranüssen, Pistazien, Mandeln, Haselnüssen, Walnüssen und Macadamianüssen auf. In Deutschland sind die Haselnuss- und Walnussallergie am weitesten verbreitet. Mit Hilfe eines Allergologen, der bei Verdacht Haut- und Blutuntersuchungen durchführt, lässt sich diese Allergie heutzutage recht sicher feststellen. Eine erfolgreiche Sensibilisierung gibt es für Nussfrüchteallergiker leider nicht. Daher hilft nur, Nüsse konsequent vom Speiseplan zu streichen. Da Nüsse in vielen Lebensmitteln verarbeitet werden, sollten Sie als Betroffener beim Einkauf immer einen Blick auf die Liste der Zutaten werfen.


Erdnussallergie

Da die Erdnuss strenggenommen zu den Hülsenfrüchten zählt, wird zwischen der Erdnussallergie und der Nussfrüchteallergie unterschieden. Während manche Lebensmittelallergiker erst bei einer bestimmten verzehrten Menge körperliche Symptome zeigen, berichten viele Erdnussallergiker schon bei einem Verzehr im Mikrogramm-Bereich von heftigen allergischen Reaktionen, die bis hin zu lebensbedrohlichen Symptomen reichen. Da schon der Verzehr von geringen Mengen oder auch nur Spuren von Erdnüssen negative körperliche Auswirkungen hervorrufen kann, müssen Betroffene besondere Vorsicht bei der Wahl der Speisen walten lassen. Die gute Nachricht ist jedoch: Eine Erdnussallergie schließt nicht zwangsläufig eine Nussfrüchteallergie mit ein, sodass Allergiker andere Nussarten in den meisten Fällen problemlos genießen können.
Egal unter welcher Allergie sie leiden: Betroffene sollten sich im Restaurant oder Supermarkt immer nach den Inhaltsstoffen eines Lebensmittels erkundigen und sich im Zweifel nicht auf die Auskunft verlassen, sondern lieber ganz darauf verzichten. Denn die Reaktionen des Körpers reichen von Hautrötungen oder Schleimhautreizung über akute Verdauungsbeschwerden bis hin zu lebensbedrohlichen Reaktionen, wie Atemnot.

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