Vorsorgeuntersuchungen für Kinder als Weichen ins Leben

Verpassen Sie die neuen Vorteile der kostenlosen U-Untersuchungen nicht!


Die U-Untersuchungen für Kinder gehören zu den wichtigsten Vorsorgeuntersuchungen des Lebens. In den entscheidenden Jahren sollen sie nicht nur Krankheiten frühzeitig erkennen, sondern helfen, auf Verzögerungen bei der Entwicklung rechtzeitig mit gezielter Förderung zu reagieren. Eltern tragen große Verantwortung für die Gesundheit ihrer Kinder. Und diese sollen sie nicht alleine tragen. Um Eltern zu ermutigen und zu unterstützen, engagiert sich der Gesetzgeber jetzt noch stärker in der Prävention: Es gibt mehr Spielraum für eine individuelle Beratung und ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte.


U-Untersuchungen – Entwicklung fördern, Krankheiten erkennen

Mit 2000 Wörtern kommt ein gesund entwickeltes Kind zur Schule. Besorgt beobachten Kinderärzte seit langem, dass viele nur 400 Wörter mitbringen und dieses Defizit dann nicht mehr aufholen können. Dabei wäre es leicht, in den U-Untersuchungen Probleme rechtzeitig zu erkennen und mit gezielter Förderung gegenzusteuern. Die Sprachentwicklung gehört mit der körperlichen und geistigen Entwicklung und dem sozialen Verhalten zum Programm der Früherkennungsuntersuchungen U7 bis U9 im Alter von zwei bis fünf Jahren. Aber nur zwei von drei Kindern profitieren von dem kostenlosen Präventionsangebot, da nach dem zweiten Lebensjahr die Teilnahme am Früherkennungsprogramm leider immer noch einknickt.

Oft werden sie vergessen, häufig auch unterschätzt in ihrem Wert als moderne Gesundheitsleistung. Doch die Untersuchungen U1 bis U9 können die Weichen ins Leben stellen. Auch die Untersuchungen U10, U11 und J1 und J2 sind wichtige Vorsorgeuntersuchungen, die ebenfalls von vielen gesetzlichen Krankenkasse und auch privaten Krankenversicherung übernommen werden. Hier am besten vorher erst nachfragen.


Zehn Geschenke an die Zukunft unserer Kinder

Seit 25 Jahren gibt es in Deutschland das bundesweit einheitliche Früherkennungsprogramm für Kinder: Zehn kostenlose Untersuchungen stehen jedem Kind von der Geburt bis zum Schulalter zu. Die Termine dienen der Entwicklung der Kinder und unterstützen die Eltern, denn die finden ein offenes Ohr für Fragen, Sorgen und Unsicherheiten. Auffälligkeiten und Verzögerungen können früh erkannt werden. Viele Probleme werden rechtzeitig behandelt oder mit spezieller Förderung gemildert – der Verlauf eines Lebens kann sich jetzt entscheiden. Hier eine Kurzfassung der U-Untersuchungen ab dem Moment der Geburt:

  • U1: Direkt nach der Geburt achtet auf die lebenswichtigen Funktionen.
  • U2: Am 3. - 10. Lebenstag ist die genaue körperliche Untersuchung von Kopf bis Fuß.
  • U3: In der 4. - 5. Woche ist die erste Untersuchung beim Arzt des Vertrauens.
  • U4: Im 3. - 4. Monat stellt die körperliche und geistige Entwicklung in den Mittelpunkt.
  • U5: Im 6. - 7. Monat schaut sich den Entwicklungsstand genau an und behandelt auch die Zahngesundheit.
  • U6: Im 10. - 12. Monat prüft die altersgerechte Entwicklung.
  • U7: Im 21. - 24. Monat achtet wieder besonders auf Auffälligkeiten in der Entwicklung.
  • U7a: Im 34. - 36. Monat prüft wichtige Entwicklungsprozesse, die jetzt stattfinden. 
  • U8: Im 46. - 48. Monat achtet auch auf das soziale Verhalten.
  • U9: Im 60. - 64. Monat ist die letzte Untersuchung vor Schulbeginn.

Verantwortung müssen Eltern nicht alleine tragen

In den ersten Lebensjahren machen Kinder rasante Fortschritte, auf die körperliche, geistige und soziale Entwicklung dieser Zeit baut ihr Leben auf. Was immer man tun kann, um diese bedeutendste Lebensphase zu nützen, ist für Eltern ein Thema. Dabei stehen sie nicht alleine: „Es ist wichtig, dass bei den „U“- Untersuchungen der allgemeine Gesundheitszustand und die altersgemäße Entwicklung eines Kindes regelmäßig ärztlich überprüft werden“, sagt das Bundesministerium für Gesundheit und will mit dem Präventionsgesetz die Gesundheitsuntersuchungen künftig bis zum 18. Lebensjahr ermöglichen und noch mehr Augenmerk auf die Beratung der Eltern legen.

Es geht nicht nur um die Früherkennung von Krankheiten, sondern zum Beispiel auch um die Ausrichtung von Ernährung und Lebensstil. Eine Studie zeigt gerade wieder erschütternd, dass übergewichtige Menschen in der Gesellschaft ausgegrenzt werden – die Wurzeln hierfür werden häufig schon in der frühen Kindheit gelegt. Mit Unterstützung von allen Seiten können Eltern ihren Kindern zu einem bestmöglichen Start verhelfen. Durch die Gesundheitsuntersuchungen herrscht dabei echte Chancengleichheit.


Das gesetzliche Früherkennungsprogramm wurde jetzt überarbeitet, insbesondere die „Kinder-Richtlinie“ soll noch besser auf die Bedürfnisse von Kindern und Eltern eingehen. Ausgangspunkt der Überarbeitung war das Ergebnis der Kinder- und Jugendgesundheitsumfrage (KiGGS-Studie), die das Robert Koch-Institut in den Jahren 2003 bis 2006 durchgeführt hatte. Bewährte Inhalte der Untersuchungen hat man beibehalten, einige Methoden wurden aufgrund neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse überarbeitet und ergänzt. Vor allem ist die Dokumentation der Untersuchungsergebnisse aktuellen Einsichten angepasst: Viel mehr Raum gehört jetzt individuellen Empfehlungen der Ärzte für weitergehende Förderungen und Behandlungen. Eltern erfahren spürbare Verbesserungen in der Beratung und dürfen sich auf konkrete Anteilnahme an ihren Sorgen und Unsicherheiten freuen.



Das gelbe Buch der Chancen

Mit 72 Seiten stark wie ein Buch, so fühlt sich das „neue Gelbe Heft“ schon wie eine Verbesserung an. Es wurde für die verbesserten und erweiterten Untersuchungsinhalte und Beratungsleistungen entwickelt und wird seit 1. September 2016 in einer Übergangsphase nach und nach bis zum Frühjahr 2017 eingeführt. Das Heft enthält nun mehr Raum für Beobachtungen und individuelle Empfehlungen der Ärztinnen und Ärzte. Die Eltern können die Untersuchungen besser verstehen, weil die wichtigsten Themen der jeweiligen Untersuchung kurz und präzise beschrieben werden. Eine frühe und präventive Hilfe soll Familien verstärkt erreichen und jedem Kind die gleichen Chancen geben. 

Neuigkeiten der Untersuchung U1 bis U 9 im Überblick:


  • Im neuen Gelben Heft werden die wichtigen Themen jeder U-Untersuchung für
    die Eltern erläutert.
  • Neu ist ein Bemerkungsfeld zu jedem Termin, das für individuelle ärztliche Empfehlungen bestimmt ist.
  • Heraustrennbare Teilnahmekarten dienen dazu, den Besuch einer U-Untersuchung zu bestätigen – das kann bei Kitas, Behörden, Schul- oder Jugendämtern nützlich sein.
  • Im Rahmen der U-Untersuchungen werden Eltern zu einzelnen altersrelevanten
    Gesundheitsthemen speziell beraten, beispielsweise zu den empfohlenen Impfungen
    zu Unfallvorbeugung, Ernährung, sicherem Schlaf
  • Bei den U-Untersuchungen ist künftig auch Raum eingeplant für eine Aussprache über mögliche Belastungen und Sorgen der Eltern im Umgang mit dem Kind.
  • Eltern erhalten bei den ersten U-Untersuchungen Informationen über regionale Unterstützungsangebote wie z.B. Eltern-Kind-Hilfen.
  • Für jedes Neugeborene wird zukünftig eine zusätzliche Untersuchung auf Mukoviszidose (eine Lungenerkrankung) angeboten, dazu gibt es ein gesondertes Informationsblatt.
  • Der Mund- und Zahngesundheit kommt künftig noch größere Aufmerksamkeit zu und Eltern werden noch intensiver über das frühzeitige Vorsorgeangebot in der zahnärztlichen Praxis informiert.
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  • Zahnprophylaxe, Vorsorge und Impfschutz: Bei regelmäßiger Zahnprophylaxe erstatten wir je nach Tarif bis zu 100% der Kosten für Zahnersatz. Darüber hinaus übernimmt AXA die Kosten für viele Vorsorgeuntersuchungen (z.B. Herz-, Kreislauf- oder Nierenerkrankungen, Krebs,  Diabetes), die Kostenrückerstattung der gängigen Impfprogramme (z.B. Masern, Mumps, Röteln, FSME oder Grippe) 
Dies ist nur ein Ausschnitt aus dem Leistungsumfang des gesundheitsservice360°. Informationen und viele interessante Details  zu den drei weiteren Gesundheitsthemen Orientierung, Versorgung und Betreuung finden Sie hier - oder lassen Sie sich von Ihrem persönlichen Betreuer beraten.
 
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Gesundheit von den Eltern lernen

Ein positiver Lebensstil und aktive Verantwortung für die eigene Gesundheit gehört zum Besten, was ein Kind lernen kann. Das Vorbild der Eltern ist die erfolgreichste Methode, daher ist es umso wichtiger auch die eigenen Vorsorgeuntersuchungen einzuhalten. Prävention beugt vielen Erkrankungen vor, Früherkennung von Krankheiten rettet Leben und schenkt Menschen zusätzliche Jahre. Das Netz der Prävention ist dicht geknüpft, viele kostenlose Leistungen stehen zur Verfügung, um die auch Ihre eigene Gesundheit in allen Lebensphasen in der Hand zu behalten.


Prävention ist wichtig - Vorsorgeuntersuchungen

Hier eine Auswahl zu den gesetzlich geregelten Untersuchungen zur Vorsorge und Früherkennung:


Krebsfrüherkennungsuntersuchungen

Das Krebsfrüherkennungsprogramm in Deutschland umfasst, gestaffelt nach Alter, zahlreiche Untersuchungen für die speziellen Risiken von Frauen und Männern. Durch die Diagnose von Tumoren in sehr frühem Stadium wurde die Heilungsrate bei verschiedenen Krebsarten dramatisch verbessert – die Heilungschancen bei Brustkrebs liegen heute im Idealfall bei 90 Prozent.


Schwangerschaftsvorsorge-Untersuchungen

Diese können Gefahren von Mutter und Kind abwenden und Gesundheitsstörungen rechtzeitig erkennen: Bei Schwangeren, die häufiger als zehnmal zur Vorsorge gehen, liegt der Anteil an Frühgeburten bei nur 1,8 Prozent; die Sterblichkeit von Babys liegt heute um Faktor 10 geringer als in den 50er Jahren.


Zahnvorsorge-Untersuchungen

Diese sind ab 18 Jahren zweimal pro Jahr vorgesehen. Mit Erfolg: Laut vierter Deutscher Mundgesundheitsstudie ist die Zahngesundheit der Deutschen dank erfolgreicher Prävention und guter zahnärztlicher Versorgung immer besser geworden. Erwachsene und Senioren behalten ihre eigenen Zähne immer länger und verbessern damit ihre Lebensqualität.



Chlamydien-Screening

Dieses Screening schützt Frauen bis 25 vor den schweren Risiken der weltweit häufigsten, sexuell übertragbaren bakteriellen Infektion - Sterilität, Schwangerschaftskomplikationen und Infektionen der Neugeborenen.

Unsere Tipps:

Eine umfangreiche Informationsseite für Eltern und Interessierte unterhält die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Informieren Sie sich auch über die Gesundheitsuntersuchungen für Kinder und Jugendliche beim Bundesministerium für Gesundheit.

Lassen Sie sich an die Impftermine und U-Untersuchungen aktiv erinnern.

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