Serie Lunge Teil 3: Diagnose COPD - Lebensqualität trotz Lungenerkrankung

In der Liste der häufigsten Todesursachen rangiert die Lungenerkrankung COPD (chronische obstruktive Lungenerkrankung) derzeit auf Platz vier weltweit. Nach Prognosen der WHO wird sie bis zum Jahr 2020 auf Platz drei vorrücken. Die Forschung arbeitet intensiv an medizinischen Fortschritten, zahlreiche Organisationen engagieren sich für Aufklärung und AXA bietet eine breit angelegte Unterstützung bei der Behandlung und der Bewältigung des Alltags an.




Bald eine Volkskrankheit?

Alleine in Deutschland sind rund 6,8 Millionen Menschen betroffen, über 10 Prozent, Tendenz steigend. Trotzdem ist die Lungenkrankheit noch nicht in das allgemeine Bewusstsein vorgedrungen. In einer Forsa-Umfrage konnten 86% der Befragten nichts mit dem Begriff COPD anfangen, die Erscheinungsformen werden häufig mit denen von Asthma verwechselt. Es sind aber zwei völlig unterschiedliche Erkrankungen. Während bei Asthma die Verengung der Atemwege veränderlich ist, handelt es sich bei COPD um eine ständige Verengung der Atemwege: „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“, chronische obstruktive Lungenerkrankung.

Neben der ständigen Atemnot sind die Symptome bei COPD Husten und Auswurf. Es handelt sich bei der chronischen Lungenkrankheit COPD um eine Einengung der Atemwege aufgrund einer chronischen Bronchitis und/oder eines Lungenemphysems. Sie tritt meist im Alter von 50 bis 60 Jahren auf und kann die Lebensqualität der Betroffenen mitunter stark beeinträchtigen.

Was früher alltägliche Nebensachen waren, Waschen und Anziehen, alles fällt so schwer wie das Atmen. Die  Patientenorganisation Lungenemphysem-COPD Deutschland hat zusammen mit der Schön Klinik und der Philipps-Universität Marburg 1.600 Patienten nach ihrem Befinden gefragt. Viel Leid kam dabei zur Sprache, auch seelisches. Ein Großteil der Teilnehmer berichtete von großen Ängsten und Sorgen, konkret fürchten sich viele Betroffene vor jeder körperlichen Aktivität und fühlen sich allgemein nicht lebenstauglich, als Last für ihre Angehörigen.


Woher kommt die Atemnot?

Als nachgewiesen gilt, dass etwa 90 Prozent der COPD-Patienten Raucher oder ehemalige Raucher sind. Die Forschung hat aber auch bewiesen, dass die Qualität der Lungenfunktion erblich gesteuert ist. Weitere Ursachen können Schadstoffe in der Luft sein, vor allem in Innenräumen, oder berufsbedingte Belastungen durch Gase, Stäube oder Dämpfe.


COPD schleicht sich an

Erste Symptome werden häufig nicht ernst genommen. Am Anfang steht ein chronischer Husten, meist morgens, der mit zähem Auswurf verbunden ist. Atemnot ist zu Beginn nur bei starker körperlicher Belastung wahrnehmbar. In dieser frühen Phase kann ein Lungenfunktionstest bereits die richtige Diagnose stellen und eine Therapie einleiten. COPD ist trotz intensiver Forschung noch nicht heilbar, aber die Behandlung kann das Fortschreiten der Erkrankung verringern und Komplikationen vorbeugen. Den Weg zum Arzt finden die meisten erst dann, wenn ein akuter Infekt der Atemwege die Symptome derart verstärkt, dass sie nicht mehr zu übersehen sind.

Unbehandelt führt die steigende Verengung der Atemwege immer häufiger zu akuten Krisen schwerer Atemnot, bei vielen Betroffenen entwickelt sich ein Lungenemphysem und als Systemerkrankung kann die COPD auch den Organismus im Ganzen angreifen. In diesem Stadium ist die körperliche und psychische Lebensqualität dann bereits schwerwiegend eingeschränkt. Eine frühzeitige Therapie kann dagegen vielen Belastungen entgegenwirken und das Leiden deutlich lindern.

Typische Beschwerden bei COPD:

  • Husten, oft mit Auswurf, besonders am Morgen
  • Atemnot, insbesondere bei körperlicher Anstrengung
  • Geräusche beim Ausatmen, wie Pfeifen und Brummen
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Der Facharzt ist unentbehrlich

Für COPD-Patienten ist es wichtig, einen Pneumologen, das heißt: Facharzt für Lungenerkrankungen zu konsultieren, der über spezielle Diagnosemöglichkeiten und Therapiemethoden verfügt. Bei der Lungenfunktionsprüfung, kurz LUFU, wird mit speziellen Geräten (Spirometer oder Bodyplethysmograf) das Volumen der Lunge, der Atemstrom und der Strömungswiderstand der Bronchien ermittelt. Die Untersuchung ist nicht schmerzhaft, verlangt aber beim Einatmen in das Gerät gute Mitarbeit vom Patienten. Gemeinsam mit dem Arzt wird dann ein persönlicher Behandlungsplan entwickelt, der sich in den Alltag des Patienten einpasst und keine zusätzliche Einschränkung der Lebensqualität bedeutet. Das Ziel: die Beschwerden lindern und den Verlauf der Krankheit stoppen oder verlangsamen.

Medikamente werden eingesetzt, um Beschwerden zu lindern und akute Krankheitsschübe zu vermeiden:

  • atemwegserweiternd: Anticholinergika, Betamimetika, Theophyllin
  • entzündungshemmend: Glukokortikoide (Kortison)
  • schleimlösend: Mukopharmaka
Ergänzend dienen nichtmedikamentöse Therapien dazu, Risiken zu vermeiden und einen Lebensstil anzunehmen, der das Atmen auf Dauer erleichtert:

  • Entschlossener Rauch-Stopp steht ganz vorne an, bereits kurze Zeit danach sind die positiven Effekte spürbar.
  • Atemphysiotherapie trainiert die  Lungenfunktionen.
  • Lungensport verhilft zu leichterem Atmen und wirkt sich ganzheitlich günstig aus: Ausdauer und Belastbarkeit werden gestärkt und das Immunsystem wird dauerhaft unterstützt.
  • Eine ausgewogene Ernährung ist Teil der Therapie. Dabei geht es nicht nur darum, Untergewicht wie Übergewicht zu vermeiden. Studien haben einen direkten Zusammenhang zwischen Mangelernährung und Lungenfunktion gezeigt.
  • Eine Langzeit-Sauerstofftherapie bringt Linderung im fortgeschrittenen Stadium.
Wesentlicher Baustein jeder erfolgreichen Therapie ist der Patient:

Lebensqualität trotz COPD entsteht dann, wenn Patienten ihre Lungenkrankheit selbstständig managen können: lernen, die Krankheit im Griff zu haben, bevor sie das Leben beherrscht. Neben der aktiven Anpassung des Lebensstils sind dazu Kenntnisse über die Wirkung und Dosierung von Medikamenten nötig und über das richtige Verhalten in Krisensituationen. Studien haben gezeigt, dass die Patientenschulung die Lebensqualität steigert und die Zahl von Krankenhausaufenthalten deutlich senkt. Bei der Schulung wird auch gezeigt, wie man die Hilfsmittel der Therapie richtig einsetzt:

  • Das Peak-Flow-Meter ist ein einfaches und handliches Gerät, mit dem man selbst die Weite der Atemwege messen kann.
  • Das COPD-Tagebuch hilft mit täglichen Eintragungen, die Behandlung optimal anzupassen.
  • Der Notfallplan gibt konkrete Hilfestellung bei akuter Atemnot. Jeder COPD-Patient sollte eine solche Erste-Hilfe-Anweisung besitzen.

Lebensqualität lernen

Der wichtigste Rat des Arztes: Bleiben Sie aktiv! Jeder COPD-Patient sollte mindestens einmal pro Jahr einen Lungenfacharzt aufsuchen, um die momentanen Therapiemaßnahmen zu überprüfen und ggf. an den aktuellen Gesundheitszustand anzupassen.

Für Motivation und Mut im Alltag gibt es zahlreiche Selbsthilfeorganisationen, die engagierte Unterstützung leisten. Die COPD-Deutschland wird beispielsweise von Jens Lingemann geleitet, der selbst seit zehn Jahren an COPD und Lungenemphysem leidet: „Nur an wenigen Tagen im Jahr, wenn das Wetter optimal ist, schaffe ich mit Hilfe des Rollators und mobilem Sauerstoffgerät 30 Meter. Dann mache ich schlapp und muss mich aufgrund schwerster Atemnot mehrere Minuten ausruhen.“ Dennoch setzt er sich mit aller Kraft für Mitleidende aus aller Welt ein und hat eine einzigartige Veranstaltung wie das Symposium Lunge organisiert, das Patienten kostenlos mit Experten zusammenbringt. Informationen finden Sie hier.

Hinweis: Alljährlich findet am 31. Mai der Weltnichtrauchertag statt, den die Weltgesundheitsorganisation WHO 1987 ins Leben gerufen hat. Das diesjährige Motto lautet: Gesundheit auf der Kippe!

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