Serie Lunge Teil 1: Pollenallergie? Das sind die richtigen Gegenmittel



Frühling und Sommer rundum genießen? Für Pollenallergiker ist das nicht so einfach. Schließlich kann man den allgegenwärtigen Plagegeistern nicht einfach davonfliegen. Doch es gibt Mittel, Maßnahmen und Methoden, die allergischen Reaktionen deutlich zu lindern. AXA hat für Sie die besten Strategien gegen Heuschnupfen & Co. zusammengestellt. Die drei wesentlichen Schritte: Informieren, Vorbeugen, Therapieren




Informieren: Wissen, was auf Sie zukommt

Pollen und Blütenstaub überwinden innerhalb kürzester Zeit mühelos auch kilometerweite Distanzen. Dank moderner Informationstechnologie können Sie ihnen trotzdem immer eine Nasenlänge voraus sein. Kleine, laufend aktualisierte Dienstprogramme fürs Handy und den Computer (sogenannte Applets, Apps oder Widgets) sind Ihre Frühwarnsysteme. Sie teilen Ihnen rechtzeitig mit, ob, wo und wann Sie sich auf die Begegnung mit „Ihrem“ Allergen einstellen müssen. Solche Apps und Widgets finden Sie zum meist kostenlosen Download auf den Internetseiten zahlreicher Anbieter, unter anderem bei www.donnerwetter.de oder www.allergieratgeber.de

Eine weitere Informationsquelle sind die telefonischen Pollenflugvorhersagen der Bundesländer. Eine Liste der (kostenpflichtigen) Service-Rufnummern finden Sie unten.


Vorbeugen: Kontaktsperre und Landeverbot

Das Wichtigste für Allergiker ist es, den Kontakt zum auslösenden Stoff so weit wie möglich zu vermeiden. Sie können viel tun, damit aufdringliche Pollen und Blütenstaub erst gar nicht bei Ihnen landen. Die fünf hilfreichsten Maßnahmen:

  • Im Frühjahr möglichst auf Spaziergänge unter blühenden Bäumen, vor allem Erle, Hasel und Birke, verzichten. Im Sommer sind Wiesen und Getreidefelder problematisch. Im Herbst dagegen vor allem Ödland, weil dort vorzugsweise Kräuter, Beifuß und Wegerich blühen.
  • Übermäßige Anstrengung im Freien – zum Beispiel Sport – möglichst einschränken, da durch die verstärkte Einatmung mehr Allergene in die Luftwege gelangen.
  • Pollen haften besonders gut an Textilien. Legen Sie Ihre tagsüber getragene Kleidung deshalb nicht im Schlafzimmer ab und trocknen Sie Wäsche nicht an der „frischen Luft“.
  • Schlafzimmerfenster nachts geschlossen halten. Falls die Luft zu stickig ist: Spezielle Pollenschutzgitter können bei geöffneten Fenstern bis zu 85 Prozent der Flugsamen abschotten.
  • Beim Autofahren Fenster und Schiebedach schließen. Pollenfilter in die Lüftung einsetzen lassen und den Innenraum häufig reinigen.

Therapieren: Klassisch und alternativ

Die Pollenallergie ist eine höchst persönliche Angelegenheit. Der Arzt wird die Behandlung deshalb immer auf das individuelle Symptombild seines Patienten abstimmen. Die wichtigsten schulmedizinischen und alternativen Therapien sind:

  • Mastzellstabilisierung. Bereits zwei bis drei Wochen vor der Pollensaison und während ihrer gesamten Dauer werden dabei Nasensprays und Augentropfen angewendet. Diese Langzeittherapie wird häufig bei schwachem Symptombild gewählt.
  • Antihistaminika. Diese Medikamente – Nasensprays, Augentropfen und Tabletten – blockieren die Wirkung von Histamin und somit die allergische Reaktion bei akuten Beschwerden.
  • Kortison. Kortisonhaltige Präparate werden bei schweren entzündlichen Reaktionen, wie allergischem Asthma, eingesetzt. Zum Teil in Kombination mit Antihistaminika.
  • Hyposensibilisierung. Auch spezifische Immuntherapie (SIT) genannt, ist einer „Impfung“ vergleichbar. Der Patient wird wiederholt mit „seinem“ Allergen kontrolliert in Kontakt gebracht, um sein Immunsystem gezielt dagegen zu stärken. Die Hyposensibilisierung gibt es als Kurzzeit- und Ganzjahres-Therapie sowie in Spritzen- und Tropfenform. Seit wenigen Jahren gibt es auch eine Variante in Tablettenform speziell gegen Gräserpollen.
  • Alternative Behandlungsmethoden.  Neben der medikamentösen Therapie werden verschiedene alternative Verfahren angewendet, beispielsweise die Homöopathie oder die Eigenblutbehandlung.
  • Nasenspülung. Nasenduschen mit einer 0,9-prozentigen Kochsalzlösung spülen die allergieauslösenden Pollen von den Schleimhäuten und befeuchten sie gleichzeitig.
Das sollten Sie wissen: Wirkungen und Nebenwirkungen der einzelnen Therapien werden von Wissenschaftlern, Ärzten und Patienten unterschiedlich bewertet. Eine Empfehlung kann auch AXA deshalb hier nicht geben.

Auf eine Behandlung sollte dennoch auf keinen Fall verzichtet werden, um eine Verlagerung der Allergie von den oberen Atemwegen und der Augenbindehaut in die unteren Atemwege zu vermeiden. Die Folge dieses sogenannten Etagenwechsels sind ernsthafte asthmatische Beschwerden mit erheblichen Folgen.


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