Wenn Strom zuschlägt – Das richtige Verhalten bei Stromunfällen

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Ein Leben ohne Strom wäre heutzutage undenkbar – kein Haarfön, kein Fernseher oder PC und auch kein Kühlschrank würde mehr funktionieren Die meisten von uns könnten ihren Beruf nicht mehr ausüben und im Privatbereich müsste sich auch so einiges ändern – das merkt man ganz schnell bei einem Stromausfall. Strom ist also lebensnotwendig für uns. Er kann aber auch Schattenseiten haben – nämlich wenn man unachtsam damit umgeht oder wenn sich ein technischer Defekt einschleicht. Und dabei geht es nicht um den Hochspannungsbereich, sondern um den ganz alltäglichen Gebrauchsstrom im Haushalt.

Die häufigsten Unfallursachen, die möglichen Folgen und vor allem der richtige Umgang bei einem Unfall haben wir für Sie zusammengestellt.




Warum ist Strom so gefährlich?

Die meisten Stromunfälle passieren im Haushalt. Hierbei spricht man von sogenannten Stromunfällen mit „Niederspannung“ (in Deutschland 230 Volt). Gegenüber Hochspannung mag das wenig klingen – denn Hochspannung kann bis über eine Million Volt stark sein – aber selbst diese geringe Spannung kann bereits schlimme Auswirkungen haben. Wenn Strom durch den Körper fließt, können Herzrhythmusstörungen oder sogar Kammerflimmern auftreten, da das Herz die Pumptätigkeit durch elektrische Reize koordiniert und diese durch einen Stromschlag gestört werden. Auch die Atmung ist gefährdet, wenn durch den Strom die Lungenmuskulatur verkrampft.


Was sind die häufigsten Ursachen für Stromunfälle?

Wenn nicht gerade ein technischer Defekt vorliegt (vor allem Kabel, bei denen die Isolierung beschädigt ist), dann ist meistens die Unwissenheit oder Unachtsamkeit im Umgang mit Strom für einen Unfall verantwortlich. Der berühmte „Fön in der Badewanne“ ist heute mehr Mythos als Realität, denn die meisten Badewannen sind geerdet und außerdem unterbricht der Schutzschalter oder die Sicherung in einem solchen Fall sofort die Stromversorgung. Dennoch ist auch hier Vorsicht angesagt.

Am häufigsten sind sogenannte „Freizeit-Heimwerker“ und Bastler betroffen. Hierbei reicht die Bandbreite vom Aufhängen einer Lampe, über das simple Austauschen einer Glühbirne bis hin zu Reparaturen kleiner elektrischer Geräte – wie zum Beispiel Kaffeemaschine, Toaster oder Fernseher – bei denen das Gerät nicht vom Stromnetz genommen wird. Weniger häufig als man glauben mag, kommen Unfälle mit Kindern an Steckdosen vor – denn die Steckdose alleine birgt kaum Gefahren, erst wenn das Kind etwas in die Öffnungen steckt. Aus diesem Grund ist es trotzdem wichtig, Kindersicherungen anzubringen.


Was kann passieren?

Wie schon erwähnt, sind die Hauptgefahren ein Herz- oder Lungenversagen durch die Verkrampfung der Muskeln, aufgrund der Einwirkung des elektrischen Stroms. Darüber hinaus können Verbrennungen an den Körperstellen entstehen, die mit dem stromführenden Gegenstand in Berührung gekommen sind – das sind zumeist die Hände. Ein Stromschlag kann auch zu weiteren, indirekten Verletzungen führen – zum Beispiel Verletzungen durch einen Sturz, der vom Strom ausgelöst wurde. Bewusstlosigkeit, Krämpfe, Bewusstseinsstörungen, niedriger oder hoher Blutdruck können ebenso Folgen eines Stromschlags sein.

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- Welcher Arzt ist der richtige? Informationen über die Möglichkeiten ärztlicher Versorgung (im Inland stellen wir auf Wunsch auch den Kontakt zwischen dem Hausarzt des Versicherten und dem behandelnden Arzt oder Krankenhaus her.)
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Zurück in den Alltag – mit dem professionellen Reha-Management:
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Wie verhält man sich im Ernstfall?

Als oberste Regel gilt, sich selbst nicht in Gefahr zu bringen, indem man evtl. in den Stromkreislauf gerät. Das bedeutet, den Verunfallten auf keinen Fall berühren, solange noch Strom fließt. Daher vor allen Rettungsmaßnahmen sofort den Stromzufluss unterbrechen (Hauptschalter betätigen, Sicherung raus, Stecker ziehen). Sollte die Unterbrechung des Stromzuflusses nicht möglich sein, dann mit einem nichtleitenden Gegenstand (Kunststoffstange, Holzbrett, Besenstiel etc.) das Unfallopfer von der Stromquelle trennen, denn ein selbständiges Loslassen ist für die Person im Stromkreis nicht mehr möglich – dabei keinesfalls leitendes Material (z.B. Metall) einsetzen!

Danach sofort Notruf 112 absetzen und Erste-Hilfe leisten. Egal, wie lange das Opfer dem Strom ausgesetzt war, es benötigt unbedingt ärztliche Hilfe, denn auch noch Stunden nach dem Unfall können Herzrhythmusstörungen auftreten, die unbedingt von einem Arzt beurteilt und behandelt werden müssen.


Die wichtigsten Erste-Hilfe-Regeln.

Wichtig ist die ständige Kontrolle der lebenswichtigen Funktionen, die Erhaltung der Eigenwärme und vor allem die psychische Betreuung, also das Opfer nicht allein lassen. Was Sie an konkreten Erste-Hilfe-Maßnahmen anwenden sollten, erfahren Sie in unserer Checkliste.

Checkliste Stromunfall (PDF, 63 KB)
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