Chantal, heul leise! Fack ju Göhte und das Lehrer-Image.

Wie sieht das Lehrerbild in Film und Fernsehen tatsächlich aus?


Nicht erst seit dem Kassenschlager „Fack ju Göhte“ werden Lehrer in Film und Fernsehen in unterschiedlicher Weise dargestellt. Die Bandbreite reicht dabei vom rüpelhaften Ex-Knacki in Lehrerposition bis hin zum einfühlsamen Pädagogen. Meistens kommen die Lehrer dabei nicht so rüber, wie sie sich und den Lehrerberuf sehen – aber das scheint niemanden zu interessieren. Was ist aus dem strengen Oberlehrer geworden – gibt es den tatsächlich nicht mehr oder will den bloß niemand über den Bildschirm flimmern sehen?

Die Darstellung von Lehrern in Filmen – Auf- oder Abwertung des Images?


Welches Ansehen haben Deutschlands Lehrer eigentlich? Einer internationalen Studie zufolge leider nicht unbedingt das Beste. In Bezug auf das Image von Lehrern in der Öffentlichkeit, landet Deutschland nur im letzten Drittel – nur Lehrer aus Israel, Brasilien, Tschechien, Italien und Japan schnitten noch schlechter ab. Der Großteil der Befragten geht davon aus, dass Kinder keinen Respekt vor Lehrern haben – besonders nicht vor den Grundschullehrern. Die Frage nach dem Vertrauen in die Lehrerschaft, dass sie den Schülern eine gute Bildung vermitteln, zeigt wenig Vertrauen in die Lehrer – Deutschland landet hinter allen anderen befragen europäischen Ländern.

Und das generelle Imageproblem von Lehrern, zeigt der geringe Prozentsatz von nur 20%, die ihre Kinder darin bestärken würden, den Lehrerberuf zu ergreifen. Können also Filme das Image von Lehrern noch zusätzlich verschlechtern oder kann die Darstellung der einen oder anderen Lehrerpersönlichkeit das Ansehen aufwerten? Nachdem es ja nicht mehr viel schlimmer werden kann, helfen Filme ja vielleicht – aber welche?


Ich bin Lehrer: Am Vormittag habe ich Recht – am Nachmittag habe ich frei!

Diese Einstellung – die viele bei gewissen Lehrern vermuten und manche Lehrer auch vermitteln – ist unter Menschen außerhalb des Schultors weit verbreitet. Kennen Sie den Film „Bad Teacher“ mit Cameron Diaz? Dieser geht sehr humorvoll mit dem Thema um – die von Diaz verkörperte, grottenschlechte Lehrerin, interessiert sich wenig bis gar nicht für ihre Schüler, denkt nur an ihr Aussehen und wartet jeden Tag auf das Ende des Unterrichts. Um den Hangover der letzten Nacht zu verdauen, führt sie den Schülern nur Filme vor, anstatt sie zu unterrichten.

Fazit: Diese Darstellung zeigt überspitzt und auf humorvolle Art und Weise, wie man auch als unengagierter Lehrer beliebt sein kann – zumindest bei den Schülern, denn die dürfen jeden Tag Filme sehen, anstatt zu lernen ...


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Carpe Diem! Freidenken erwünscht – weg mit alter Denke ...

Robin Williams spielte vor 25 Jahren im „Club der toten Dichter“ den denkbar besten Lehrer. Mit Begeisterung für sein Fach, Respekt vor den Schülern und ein wenig Wagemut, konnte er in der Klasse fast alles erreichen. Er inspiriert die Schüler und ruft sie mit seinem Spruch „Carpe Diem! Nutzet den Tag, Jungs. Denn eines Tages werden wir alle Würmer-Nahrung sein“ zum Freidenken auf. Er bringt sie tatsächlich dazu, Gedichte zu lesen und zu rezitieren, doch die Schulleitung sieht das anders und er muss die Schule verlassen.

Diese Figur zeigt eine menschliche, witzige Persönlichkeit – wer wünscht sich keinen solchen Lehrer? Eine absolute Aufwertung für das Lehrerbild in den Medien und in der Öffentlichkeit.


Modern, anders, durchgeknallt!

Ein völlig anderes Bild zeigen in letzter Zeit einige Lehrercharaktere im deutschen Film und Fernsehen: Zeki Müller aus dem Film „Fack ju Göhte" und Stefan Vollmer aus der Serie „Der Lehrer" sind Protagonisten mit heldenhaften – und für den Lehrerstand fragwürdigen Zügen. Zeki Müller, der Aushilfslehrer und Frauenschwarm hat von Pädagogik und vom Lehrerdasein keine Ahnung. Er ist der Bad Boy unter den Lehrern, der mit seinem Macho-Charme und einer Null-Bock Einstellung dennoch die Klasse mit unkonventionellen Mitteln in den Griff bekommt.

Vom pädagogischen Standpunkt her, ist es gar nicht mal so schlecht, was Zeki macht – er stärkt die Schüler nach ihren individuellen Möglichkeiten. Zum Glück kann sich jeder ausmalen, dass diese Darstellung überzogen ist – denn ein solcher Lehrer würde zwar die Schüler in der Hand haben und glücklich machen, aber niemals die harte Ausbildung und den „normalen“ Schulalltag bewältigen.

„Der Lehrer“ Stefan Vollmer schafft es mit unkonventionellen Mitteln und auf seine rauhbeinige Art immer wieder, die Probleme der Schüler zu lösen. Er ist einfach der Held von allen – auch wenn ein echter Lehrer vieles nicht in der Art und Weise erledigen könnte. Sollten Eltern sich in der Realität einen solchen Lehrer wünschen, der alles schafft, wären die Erwartungen zu hoch gesetzt – kein noch so engagierter Pädagoge kann so ein Superheld sein.


Was sagt uns das jetzt alles über das Bild der Lehrer?


Film und Fernsehen sind Unterhaltung – mit der Realität haben die Charaktere zumeist nichts gemein. Erstaunlicherweise kann in keinem Film ein so richtig strenger Lehrer gefunden werden. Das zeigt einfach nur, dass ein strenger Lehrer auf der Leinwand weniger hergibt, als ein tätowierter Möchtegern-Lehrer, der mit Farbpatronen auf seine Kinder schießt. Die strengen Pädagogen gibt es mit Sicherheit an vielen deutschen Schulen – und sie haben auch ihre Berechtigung. Damit wird klar, dass die Lehrer-Heroes keine realen Lehrer darstellen und dass sie keinen nennenswerten Einfluss auf das Lehrerbild in der Öffentlichkeit haben – unterhaltsam sind sie aber allemal ...


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