So klappt es auch mit dem Burnout – Anregungen für Lehrer

Serie Burnout Lehrer - Teil 1

Wer als Lehrer heutzutage „hip“ sein will, der sollte mindestens schon ein Burnout hinter sich haben – aber wie funktioniert das? Gibt es einen Weg, wie man am schnellsten und mit Garantie zu Stress, Depressionen und zum heißersehnten Burnout kommt? Gerade im Lehrerberuf sind die Möglichkeiten nahezu unendlich ­und es gibt viele Stressfaktoren – man muss sie nur finden!



Nur jeder dritte Lehrer schafft es tatsächlich bis ins Burnout – warum kriegen das die anderen zwei Drittel nicht hin? Strengen sie sich vielleicht nicht genug an? Wenn es Ihnen auch so gehen sollte – und Sie es trotz allen Bemühungen nicht auf die Reihe bekommen, die richtige Strategie ins sichere Burnout zu finden, können unsere Ratschläge Sie vielleicht voranbringen. Beherzigen Sie unsere Tipps – die humorvoll dieses ernste Thema aufarbeiten – nicht, werden Sie es wahrscheinlich in den nächsten Jahren nicht schaffen, dem ausgewählten Kreis der Lehrer mit Burnout anzugehören ...



Wir hoffen, Sie verstehen ein wenig Spaß – denn die folgenden Punkte sollen Sie mit einem Schmunzeln auf ernstgemeinte Probleme vieler Lehrkräfte aufmerksam machen.




Die Schule sollte der absolute Mittelpunkt Ihres Lebens sein!

Ganz ehrlich – wer nicht selbst Lehrer ist, kann nicht verstehen, warum die Schule das Wichtigste im Leben sein muss. Ihre Familie, Freunde und Bekannten sollten das auch akzeptieren. Lassen Sie also keine Gelegenheit aus, ihnen immer wieder klarzumachen, wie es in der Schule zugeht und wie Kinder richtig erzogen werden. Die anderen wissen das ja nicht – bleiben Sie hartnäckig und sprechen Sie nur über sich und die Schule, irgendwann werden sie es verstehen. 

Vergessen Sie dabei nicht, ständig Ihre aussichtlose Lage in der Schule zu erwähnen. Erzählen Sie allen von frecher werdenden Kindern, größeren Klassen, geringem Lohn, keiner Beförderung, gekürzten Pensionen – je öfter Sie sich das vor Augen führen, desto schneller finden Sie sich mit Ihrer aussichtslosen Situation ab.


Zeigen Sie im Unterricht Härte und lächeln Sie keinesfalls!

Niemand nimmt einen lächelnden und freundlichen Lehrer ernst – weder Schüler noch Kollegen oder Vorgesetzte. Üben Sie vor dem Spiegel, wie Ihr Gesicht noch verbissener und härter aussehen kann. Sie werden merken, wie gut Sie sich fühlen und wie viel mehr Durchsetzungsvermögen in Ihrer Ausstrahlung liegt. Machen Sie Ihren Schülern klar, dass Lachen im Unterricht nichts verloren hat – Lernen ist harte Arbeit und kein Spaß!


Perfektion ist das A und O – leisten und fordern Sie mindestens 200%!

Schüler sind per se unvollkommen. Sie sind ein Vorbild und hassen jede Form von Unvollkommenheit. Seien Sie pingelig – die Schüler werden es Ihnen danken! Achten Sie dabei auf Kleinigkeiten, zum Beispiel die korrekte Beschriftung von Büchern und Heften oder den richtigen Blauton beim Füllfederhalter – Ordnung muss schließlich sein! Bleiben Sie bei Prüfungen hart und passen Sie mit Argusaugen auf, dass niemand schummelt. Alles andere ist Pfusch, den es sonst überall gibt – außer an Ihrer Schule!


Seien Sie altmodisch und fordern Sie Leistung, Leistung, Leistung!

Schüler müssen erkennen, wie schwer das Leben ist. Sie wurden in Ihrer Schulzeit auch nicht wie ein rohes Ei behandelt – also hören Sie auf, Ihre Schüler zu verschonen und zu verwöhnen. Muntern Sie die Kinder nicht mit unverdientem Lob auf, sie müssen für das Leben abgehärtet werden. Die Wirtschaft und die Kinder selbst werden Ihnen dies danken!


Vertrauen ist nur etwas für faule Lehrkräfte – Kontrolle muss sein!

Wer nicht kontrolliert, verliert! Schüler, die nicht überwacht werden, nehmen sich immer mehr Rechte heraus. Es kann nicht angehen, dass ein Schüler zu spät zum Unterricht kommt, der Schule fern bleibt, auf dem Schulgelände oder auf der Toilette geraucht wird. Finden Sie den Schuldigen – nichts darf ungestraft bleiben. Ansonsten bestehen Schultische bald nur noch aus aufgeklebten Kaugummis und das Weiß der Wände auf den Toiletten kann man unter Kritzeleien nur noch erahnen. Nicht nur Schüler müssen kontrolliert werden, auch in der Schule an sich gibt es Schwachstellen.

Lassen Sie sich zum Sicherheits-, Hygiene- oder Brandschutzbeauftragten bestellen. Teilen Sie alle gefundenen Mängel dem Schulleiter mit. Geben Sie ihm eine Liste mit Dingen, die behoben werden müssen. Er wird sich freuen, dass sich jemand kümmert. Also, seien Sie wachsam und spionieren Sie, wo Sie nur können!


Machen Sie sich unter den Kollegen beliebt – durch Zusatzaufgaben!

Den Schulausflug, das Sommerfest oder den Tag der offenen Tür organisieren – einer muss es schließlich machen, warum also nicht Sie? Es gibt so viele Aufgaben im Schulbetrieb, die nicht zum Unterricht gehören und bei denen Sie durch Ihren Einsatz glänzen können.

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Sie können mehr, als nur zu Unterrichten – zeigen Sie Ihre Qualitäten als Erzieher!

Setzen Sie Ihr Fachwissen auch außerhalb der Schule ein und gehen Sie aktiv auf Eltern und Kinder zu. Führen Sie Gespräche, um die Gesamtsituation und das Familienleben der Kinder zu beleuchten. Sie können viele Einrichtungen ersetzen – die Jugendhilfe, das Sozialamt, den Schulpsychologen, den Beichtvater ...


Engagieren Sie sich ehrenamtlich – auch das bringt Sie dem Burnout näher ...

Zeigen Sie es allen Nicht-Lehrern, die glauben, dass der Lehrerberuf nur ein Halbtagsjob ist. Übernehmen Sie Funktionen in Verbänden, Parteien, Vereinen, Gewerkschaften oder anderen Gemeinschaften, damit Ihre Nachmittage auch wirklich ausgefüllt sind. Dann wird sich mit Sicherheit niemand mehr darüber aufregen, dass Sie ab Mittag frei haben.


Wer rastet, der rostet – auch die Abendstunden können sinnvoll genutzt warden!

Wenn Sie am Abend Fernsehen oder Lesen, dann selbstverständlich nur Sendungen oder Fachzeitschriften, die sich mit gesellschaftlichen Problemen von Jugendlichen oder wissenschaftlichen Themen beschäftigen. Ein Abend mit der Familie oder ein Buch zur Unterhaltung wäre doch nur Zeitverschwendung.  


Bereiten Sie am Wochenende und in den Ferien den Unterricht vor!

Das Wochenende – da haben Sie so richtig Zeit, um sich eingehend mit der Schule zu beschäftigen. Je mehr Arbeit Sie mit nach Hause nehmen, desto mehr Zeit haben Sie unter der Woche für Ihre wichtigen Nebenbeschäftigungen am Abend. Aber noch besser sind die Ferien, da können Sie sogar im Liegestuhl am Meer das nächste Semester planen.


Die Erfüllung heißt Ganztagsschule!

Es gibt nichts schöneres, als den ganzen Tag mit den Schülern zu arbeiten. Sogar die Mittagspause kann genutzt werden, um ihnen Tischmanieren beizubringen. Und Nachmittags die Hausaufgaben zu überwachen, bringt noch mehr Lernerfolg. Sie werden merken, wie befriedigend es ist, auch in den späten Schulstunden am Nachmittag noch Mathematik oder Latein zu lehren. Klar bleibt ein bisschen weniger Zeit für Ihre Aktivitäten außerhalb der Schule, aber mit mehr Einsatz kriegen Sie das bestimmt unter einen Hut!


Der letzte Tipp: Ein kleiner Nebenverdienst kann auch nicht schaden ...

Dass Sie wenig verdienen, ist Ihnen bewusst – es ist ja Teil Ihres Gesprächsstoffs mit Freunden und der Familie. Sie werden daher Verständnis dafür haben, wenn Sie Ihr Gehalt durch Nachhilfestunden, Vorträge in Volkshochschulen oder Übungsleiterstunden in Sportvereinen aufbessern. Sie könnten auch Arbeitsblätter oder Unterrichtshilfen erstellen. Gehen Sie damit auf Verlage zu. Sie werden mit offenen Armen empfangen werden.

Was halten Sie von unseren ernst gemeinten, aber mit einem Augenzwinkern aufbereiteten Tipps? Sind Sie in manchen Bereichen schon auf dem Weg ins Burnout? Es liegt an Ihnen, über das hier geschriebene nachzudenken und eine Entscheidung für oder gegen ein mögliches Burnout zu treffen. Auf alle Fälle haben Sie jetzt einen Überblick, in welchen Bereichen Sie etwas verändern können – viel Erfolg!


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