Typisch Pädagoge? Unterschiedliche Lehrertypen unter der Lupe



Nicht erst seit dem Film „Fack ju Göhte“ ist klar, dass es ganz verschiedene Arten von Lehrern gibt. Das kennen die meisten aus der eigenen Schulzeit – manche Lehrer wurden gehasst, andere wurden geliebt. Gibt es also einen idealen Lehrertyp? Ist ein „Kumpel-Lehrer“ wirklich bei allen Schülern der beliebteste – oder kann auch ein strenger Pädagoge der alten Schule Sympathisanten unter den Kindern und Jugendlichen haben?

Wir haben uns die unterschiedlichen Typen genauer angesehen und eine Lehrertypologie – die natürlich nicht 100% ernst gemeint ist – erarbeitet. Mit Sicherheit werden Sie den einen oder anderen Lehrer aus Ihrer Kindheit wiederfinden. Sollten Sie selbst als Lehrer tätig sein, dann versuchen Sie mal, sich selbst oder einige Ihrer Kollegen einzuordnen. Natürlich hat diese humorvolle Aufzählung auch einen ernsthaften Hintergrund, denn verschiedene Einstellungen zum Beruf bringen auch ein unterschiedliches gesundheitliches Risiko mit sich, das wir ebenso bewertet haben.


Die unterschiedlichen Lehrertypen…

Der Tyrann(osaurus pädagogicus)

Dieses Exemplar ist gar nicht so selten in der Lehrerschaft anzutreffen. Er besticht durch Strenge und dadurch, dass man ihm gar nichts Recht machen kann. Meinungen anderer sind ihm egal und sein Wort ist Gesetz. Wer sich als Schüler mit ihm anlegt, kann sich auf saftige Strafen einstellen. Im Kollegenkreis steht er oft alleine da, denn auch hier ist Krawall vorprogrammiert, wenn jemand nicht seiner Meinung ist.

Kleidung, Aussehen:
Zumeist konservativ und autoritär. Von sich eingenommen und hochnäsig.
Einstellung: „
Ich habe immer Recht – Widerstand ist zwecklos!“
Merkmale:
Er vergisst nichts und verzeiht nichts.
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: ++++


Die Diva

Eine Frau wie aus dem Bilderbuch. Jedes Haar sitzt, das Make-Up ist perfekt und das Outfit betont ihren sportlichen Körper. Männliche Schüler und Kollegen bewundern sie – die Schülerinnen und weiblichen Kollegen würden sie am liebsten „wegbeamen“. Im Unterricht leistet sie nur das Notwendigste – schließlich zählt das Aussehen und nicht die Kompetenz.

Kleidung, Aussehen: Ein Vamp wie aus dem Ei gepellt.
Einstellung:
„Eigentlich wäre ich ja an einer Modelschule besser aufgehoben – was soll's, der Job bringt Geld für Klamotten und Make-Up und ein paar Lehrer sind auch ganz schnuckelig.“
Merkmale: Sie lässt die Schüler viel eigenständig lernen – ist ja weniger Arbeit ...
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: +

Der Übergenaue

Nicht unbedingt zum Lehrer geboren, aber übermäßig gewissenhaft. Er gleicht seine didaktische Unbegabtheit durch die peinlich genaue Einhaltung des Lehrplans aus, trägt jedoch die Inhalte absolut emotionslos und staubtrocken vor – von Spannung steht schließlich nichts im Lehrplan. Ein Talent hat er jedoch: Er schafft es, jegliche Kreativität und das Interesse der Schüler im Keim zu ersticken.

Kleidung, Aussehen: Würde es Schuluniformen für Lehrer geben, wäre er der Glücklichste unter der ganzen Lehrerschaft – schließlich wäre das dann auch geregelt. Ansonsten ist er mehr oder weniger ein Durchschnittstyp, der nicht sonderlich auffällt.
Einstellung: „Regeln sind das A und O – ohne Vorschriften funktioniert gar nichts!“
Merkmale: Man kann sich auf seine Korrektheit absolut verlassen – solange es um den Lehrplan geht. Darüber hinaus sollte man von ihm nicht viel erwarten.
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: ++

Der Theoretiker

Eine Koryphäe auf seinem Gebiet – in Bezug auf Fachwissen kann ihm niemand das Wasser reichen. Leider fehlt es ihm an jeglichem Talent, sein Wissen weiterzugeben. Schüler sind für ihn lästige Zuhörer, die auch noch dumme Fragen stellen. Wer seine Inhalte versteht, ist bei ihm bestens aufgehoben – wer in seinem Fach keine Leuchte ist, steht auf verlorenem Posten.

Kleidung, Aussehen: Kennen Sie Sheldon Cooper aus der Big Bang Theory?
Einstellung: „
Was mache ich eigentlich hier mit diesen Pfeifen von Schülern?“
Merkmale: Selbstüberschätzung ist bei diesem Typ weit verbreitet – denn in seinen Augen ist sein Fach das Wichtigste.
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: +++

Die Überforderte

Sie möchte eigentlich nur Ernst genommen werden – aber nachdem Sie höllische Angst vor ihren eigenen Schülern, deren Eltern, Kollegen und Vorgesetzten hat, gelingt ihr das nicht. Schüler lassen sich von ihr nichts sagen. Die Überforderte reagiert aus Hilflosigkeit mit Strafen, unangemeldeten Tests und zusätzlichen Hausaufgaben.

Kleidung, Aussehen: Unscheinbares Auftreten, unsicherer Gesichtsausdruck und die Kleidung ist auch eher mausgrau.
Einstellung: „Ich werde euch schon noch zeigen, dass ihr mich ernst nehmen müsst!“
Merkmale: Überforderte Lehrer sind häufig gestresst und richtige Miesepeter.
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: ++++


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Der Bürokrat

Ein Beamter, wie er im Buche steht. Geregelte Arbeitszeiten, drei Monate im Jahr schulfrei und ein sicheres Einkommen – das ist doch das wichtige am Lehrerberuf. Was die Schüler in der Stunde nicht verstehen, ist deren Problem. Pädagogische Berufung – Fehlanzeige.

Kleidung, Aussehen: Immer korrekt gekleidet, frisiert und rasiert.
Einstellung: „Nachfragen von Schülern? Wenn überhaupt, dann nur während des Unterrichts!“
Merkmale: Um pünktlich aus der Schule zu kommen, wird der Unterricht oft schon 2 Minuten vor dem Gong beendet.
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: +


Der Grünschnabel

Motiviert und voller Illusionen – ein frischgebackener Lehrer, der tatsächlich an die Werte der Pädagogen glaubt. Er geht mit den Schülern kollegial um und versucht – leider meistens ohne Erfolg – innovative und neue Lerntechniken einzusetzen.

Kleidung, Aussehen: Optisch kaum von den Schülern zu unterscheiden – trägt die gleichen Sneakers und Jeans und ist meistens gut drauf.
Einstellung: „Hoch motiviert.“
Merkmale: Es fällt ihm schwer, Autorität zu zeigen.
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: +++


Die Übermotivierte

Sie will nicht nur fordern – sie will vor allem fördern. Durch ihre anspruchsvolle Einstellung schweift sie vom Lehrplan ab und „belohnt“ das Interesse der Schüler mit Extra-Lernprojekten, Arbeitsgruppen oder Schülerwettbewerben. Durch Schulausflüge in Ausstellungen, ins Museum, oder ins Theater erweitert sie den Horizont der Schüler – auch wenn es diese oft nicht interessiert...

Kleidung, Aussehen: Intellektuell und künstlerisch – oft auch ein wenig alternativ
Einstellung: „Nicht für die Schule, für das Leben lernt man!“
Merkmale: Könnte auch an einer Waldorfschule unterrichten ...
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: +++


Der Kumpel

Seine Türe ist für die Schüler immer offen. Ob schulische oder familiäre Probleme und auch Liebeskummer, er hat immer ein offenes Ohr – auch in der Freizeit. Im Unterricht ist er locker, die Schüler nutzen dies aber meist nicht aus, da sie ihn als Freund sehen. Probleme kommen bei ihm eher gegenüber Kollegen auf, da er seinen Schülern verbundener ist, als den Lehrern.

Kleidung, Aussehen: Ein Lehrer, wie man ihn sich vorstellt – mit Cord-Sakko und Ellbogenschonern.
Einstellung: „Nur wenn es meinen Schülern gut geht, geht es auch mir gut!“
Merkmale: Schüler lieben ihn – Lehrer sind nicht gut auf ihn zu sprechen.
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: ++++

Der Routinierte

Über ihn verliert so gut wie niemand ein böses Wort. Er hat seine Klasse im Griff, kann sie fesseln und begeistern. Er hat Spaß am Unterricht, ist vorbereitet, strukturiert und geht auf die Schüler ein. Schüler und Lehrer respektieren ihn – der perfekte Lehrer!

Kleidung, Aussehen: Ein sympathischer Mensch, der mehr Wert auf innere Werte als auf das Aussehen legt.
Einstellung:
„Arbeitet bei Problemen immer auch an sich selbst, um eine Lösung zu finden.“
Merkmale: Er ist ruhig und gelassen und es kann ihn so gut wie nichts aus der Fassung bringen.
Stresslevel und Gesundheitsrisiko: +


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Buchtipps:

Malte Pieper: Wenn der Keks redet, haben die Krümel Pause, 2012, rororo, ISBN 978-3499629617, 9,99 Euro

Ulrich Knoll: 33 Lehrer, mit denen Ihr Kind rechnen muss, 2015, Schwarzkopf & Schwarzkopf, ISBN 978-3862654932, 9,99 Euro



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