
Die Arbeit am Computer ist zu einem festen Bestandteil im Leben vieler Menschen geworden. Für unsere Augen stellt das eine Herausforderung dar. Welche Probleme durch die Arbeit am Bildschirm entstehen und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.
Augentraining - besser sehen
Arbeiten am Bildschirm
So funktionieren gesunde Augen
Kleiner Exkurs: Anatomie und Sehvorgang
Warum ist Augentraining heute wichtig?
Die Zeit bringt Veränderung
Versuchen Sie sich einmal vorzustellen, wie die Menschen Jahrhunderte lang ihre Augen genutzt haben: Der schweifende Blick in die Ferne diente zur Orientierung, half bei der Jagd und der Suche nach pflanzlicher Nahrung. Die Augen waren stetig mit wechselnden Eindrücken konfrontiert.
Damit ist nicht nur das Sehen in unterschiedlichen Entfernungen gemeint, sondern auch der Einfluss der Lichtverhältnisse auf die Augen. Das Wechselspiel zwischen Tag und Nacht und Licht und Schatten sendet ständig neue Reize an das Auge - alles andere also als monoton.
Im Zeitalter des Computers sieht es da ganz anders aus. Laut einer Studie des IT-Branchenverbands Bitkom nutzen 61% der Berufstätigen regelmäßig einen Computer. In der „Medienbranche“ sind es sogar 92%.
Doch nicht nur unser Berufsleben wird von technischen Geräten bestimmt, auch im Alltag sind Smartphones, Tablets und Laptops ständig im Einsatz. So wird die Zeit, in der unsere Augen sich eigentlich erholen sollten, zusätzlich reduziert. Und auch kleine Kinder verbringen bereits häufig viel Zeit vor Bildschirmen.
Sei es um zu spielen, zu lernen oder um mit Freunden zu chatten. So beginnt die Belastung der Augen durch „Bildschirmarbeit“ bereits in frühen Jahren. Umso wichtiger ist es, die Symptome überlasteter Augen zu erkennen und durch Augentraining Abhilfe zu schaffen.
Symptome der Überlastung
Bei der PC-Arbeit belasten wir unsere Augen und beanspruchen sie auf eine Weise, die ihrem Naturell widerspricht. Das Problem: Wir sitzen in einem festen Abstand zum Beobachtungsobjekt (Monitor) und schauen fortwährend auf eine zweidimensionale, beleuchtete Fläche.
Meist sitzen wir dabei in einem Raum mit gleichbleibenden unnatürlichen Lichtverhältnissen. Von einem natürlichen Sehvorgang kann nicht die Rede sein. Die Folgen können eine Überlastung der Augen bzw. eine Vereinseitigung des Sehens sein. Zusätzlich nehmen Sehkraft und Konzentrationsfähigkeit ab.
Doch wann und wie erkennen Sie, ob Ihre Sehkraft zu stark beansprucht wird? Eine Überlastung kann sich auf unterschiedliche Weise bemerkbar machen. Symptome, auch asthenopische Beschwerden genannt, können sein:
- Trockene und/ oder gerötete Augen
- Tränende Augen
- Ermüdung
- Augenbrennen
- Doppeltsehen/ verschwommenes Sehen
- Lichtempfindlichkeit
- Druckgefühl auf den Augen
- Kopfschmerzen
Eines oder gleich mehrere dieser Symptome kommt Ihnen im Zusammenhang mit Ihrer Arbeit bekannt vor? Dann ist es Zeit, etwas dagegen zu tun.
Besser sehen durch Augenübungen
Schon längst wissen wir, dass Bewegung und Sport dem Körper gut tun und die Gesundheit fördern. Gerade nach einem langen Arbeitstag kann eine Joggingrunde die reinste Wohltat für den eingerosteten Körper sein. Warum sollten wir also nicht ein Augentraining miteinbeziehen?
Es gibt eine ganze Reihe an Übungen, die leicht direkt am Schreibtisch oder einfach zu Hause oder unterwegs durchgeführt werden können.
Übungen und Training für den Körper
Eine gute Augenübung zur Entspannung der Augenmuskeln ist das Umwandern. Umfahren Sie dazu mit Ihrem Blick die Umrisse in ihrer Umgebung. Lassen Sie Ihren Blick entlang an Türrahmen, Tischkanten und Schränken schweifen oder schauen Sie aus dem Fenster und setzen Sie die Übung dort fort.
Augentraining: Palmieren
Das Palmieren stellt eine der besten Augenübungen. Setzen Sie sich dazu entspannt an Ihren Schreibtisch, nehmen Sie Ihre Brille ab, stützen Sie die Ellbogen auf und bedecken Sie die geschlossenen Augen mit den Handflächen.
Üben Sie dabei keinen Druck aus, legen Sie vielmehr Ihre Hände wie eine schützende Kuppel über die Augen. Die so entstandene Dunkelheit ist eine Wohltat für müde Augen. Versuchen Sie die eintretende Entspannung zu erspüren. Wenn Sie möchten, können Sie zusätzlich Bilder in Ihrem Inneren entstehen lassen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Blick auf einen ruhigen See?
Nach ein paar Minuten können Sie zunächst die Hände von den geschlossenen Augen nehmen und sie dann langsam unter blinzeln wieder öffnen.
Eine weitere Übung: Augen-Yoga
Bei längerer Zeit vor dem Computer verharren die Augenmuskeln über einen langen Zeitraum in ein und derselben Position und werden zunehmend starr. Das sogenannte Augen-Yoga hilft, die Augenmuskulatur zu kräftigen, zu entspannen und das Gesichtsfeld zu erweitern. Suchen Sie sich hierzu eine entspannte Haltung und schauen Sie geradeaus.
Beginnen Sie nun die Augen zu bewegen. Schauen Sie zunächst mehrmals abwechselnd nach oben und unten, ohne dabei den Kopf zu bewegen. Als nächstes schauen Sie mehrmals nach rechts und links. Fahren Sie mit den schrägen Blickrichtungen fort. Von links oben nach rechts unten und umgekehrt.
Wenn Sie möchten, können Sie Ihre Augen auch mit und gegen den Uhrzeigersinn kreisen lassen. Nach diesem Augentraining sollten sie einen Moment palmieren, damit die Augen nach der Übung ausruhen können. Anmerkung: Leiden Sie unter Netzhautablösung oder Glaukom, so sollten Sie diese Übung nicht ausführen.
Augentraining durch Blicksprünge
Mithilfe der Übung Blicksprünge können Sie die Beweglichkeit Ihrer Augen verbessern und das scharfe Sehen in unterschiedlichen Entfernungen üben. Richten Sie dazu ihren Blick, wo immer Sie gerade sind, in die Ferne, und versuchen Sie, die ganze Szenerie mit weichem Blick zu erfassen.
Beginnen Sie nun damit, einzelne Gegenstände in schneller Abfolge zu fokussieren. Wechseln Sie dabei ständig die Blickrichtung und auch die Entfernungen in denen Sie die verschiedenen Punkte anschauen.
Augenumschläge
Möchten Sie Ihren Augen nach Feierabend etwas Wellness gönnen und sie entspannen? Dann machen Sie sich doch regelmäßig einfach eine, oder besser zwei Tassen Tee und legen Sie die Teebeutel anschließend auf Ihre geschlossenen Augen.
Achten Sie darauf, dass die Teebeutel zu Beginn nicht zu heiß sind und lassen Sie die Beutel auf Ihren Augen auskühlen. Grüner Tee eignet sich sehr gut, er wirkt belebend, erfrischend und hautstraffend. Bei geröteten und ermüdeten Augen können Sie auch Augentrosttee verwenden. Diesen erhalten Sie in der Apotheke.
Die private Zusatzversicherung für ambulante Behandlungen bietet Ihnen dann ein komfortables Plus: Sie deckt zum Beispiel Leistungen vom Heilpraktiker, gesundheitliche Vorsorge, Zuzahlungen für Medikamente sowie für Brillen und Hörgeräte ab.
Optimaler Arbeitsplatz
Kleiner Ratgeber der Arbeitsplatzgestaltung
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