
Zusätzlich zu Homeoffice vertreiben wir uns die Abende damit, E-Mails zu checken, Nachrichten zu schreiben, Serien zu streamen oder durch Social Media-Feeds und Online-Shops zu scrollen. Leider verstecken sich im Internet aber auch Gefahren: Ein falscher Klick, und man landet in den Fängen von Cyberkriminellen. Es ist also gut zu wissen, wie man sich selbst und seine Familie schützen kann.
Cybermobbing
Verbale Gewalt im Internet
Mobbing – Offline vs. online
Der größte Unterschied zum Mobbing in der realen Welt besteht darin, dass die Täter über ein anonymes Profil agieren können und ihre Identität nicht preisgeben müssen. Oft wissen die Opfer gar nicht, wer für die Übergriffe verantwortlich ist.
Durch diese Anonymität sinkt die Hemmschwelle für Beleidigungen, die man sonst niemandem einfach so ins Gesicht sagen würde.
Zudem spielt sich das Onlinemobbing nicht nur zwischen Opfer und Täter ab, sondern ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Dadurch setzen sich oft Gruppendynamiken in Gang. Ein weiteres Problem besteht darin, dass sich Inhalte im Internet schnell verbreiten und nur schwer endgültig gelöscht werden können.
Was tun, wenn mein Kind gemobbt wird?
Wenn Sie mitbekommen, dass Ihr Kind Opfer einer Cybermobbing-Attacke geworden ist, bieten Sie sich zunächst als Vertrauensperson an: Gemeinsam können Sie vielleicht herausfinden, ob der Täter oder die Täterin Ihnen oder Ihrem Kind persönlich bekannt ist. Es könnte sich z.B. um eine Mitschülerin oder einen Mitschüler handeln.
In einem solchen Fall hilft oft bereits ein klärendes Gespräch. Ist die Person nicht so einfach zu identifizieren, melden Sie die betreffenden Inhalte dem Betreiber der Plattform und fordern Sie eine Löschung bzw. eine Sperrung des Täterprofils.
In schweren Fällen sollten Sie umgehend Anzeige bei der Polizei erstatten und den Angriff mit entsprechenden Screenshots belegen.
Phishing: Vorsicht vor Betrugsmails
Wie erkenne ich Phishingmails?
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Rechtschreib- oder Grammatikfehler:
Oft sind Phishingmails fehlerhaft, weil dafür ein fremdsprachiges Anschreiben mit einem Übersetzungsdienst in die benötigte Sprache übersetzt wurde. Auch fehlende Umlaute können darauf hindeuten, dass das Schreiben nicht von einem seriösen Absender stammt.
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Unpersönliche Anrede:
Seriöse Portale sprechen registrierte Benutzer in E-Mails meist mit persönlichem Namen an und nicht mit „Sehr geehrter Kunde“.
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Dringlichkeit:
Wenn Sie in der E-Mail aufgefordert werden, möglichst schnell zu handeln, ist dies ebenfalls ein Warnsignal.
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Abfrage persönlicher Daten:
Werden Sie aufgefordert, sich über einen Link in der E-Mail in Ihr Kundenkonto einzuloggen, ist es ratsam, die Internetadresse lieber über den Browser aufzurufen. Dringend misstrauisch sollten Sie werden, wenn persönliche Kontodaten wie PIN oder TAN abgefragt werden. Banken und Online-Zahlungsdiensten tun dies aus Sicherheitsgründen niemals per E-Mail.
Fake-Shops und Online-Abzocke
Viele User fallen auf sogenannte „Fake-Shops“ herein, die mit günstigen Angeboten locken. Sie wie ganz normale Online-Shops. Bestellt man dort, wird bei den Zahlungsmethoden oft auf Vorkasse bestanden. Auf die Ware wartet der Kunde dann aber vergeblich. Zusätzlich können beim Bestellvorgang sensible Kunden- und Zahlungsdaten in falsche Hände gelangen. Hier ist also besondere Achtsamkeit geboten.
Was tun, wenn ich in die Fake-Shop-Falle tappe?
Sollten Sie bemerken, dass Sie auf einen Fake-Shop hereingefallen sind, nehmen Sie schnellstmöglich Kontakt mit Ihrer Bank auf, um die Zahlung zurückzuziehen. Speichern Sie alle möglichen Belege wie die Bestellbestätigung und den Kaufvertrag ab. Machen Sie Screenshots des Angebots auf der Website.
Sollte es Komplikationen geben, können Sie sich bei der Verbraucherzentrale beraten lassen oder Strafanzeige bei der Polizei stellen.
Identitätsdiebstahl: Bestellen auf fremde Kosten
Eine weitere Betrugsmasche im Zusammenhang mit Online-Shops ist der Identitätsdiebstahl, bei dem sensible Informationen wie Zugangsdaten, Name, Geburtsdatum und Adresse von Hackern abgefischt werden. Anschließend werden die Daten missbraucht, um im Internet teure Konsumgüter auf fremde Rechnung zu bestellen.
Die Waren werden an separate Lieferadressen – wie z.B. an eine Packstation – bestellt und dann weiterverkauft. Der Geschädigte bekommt davon erst etwas mit, wenn bei ihm die Rechnung eingeht oder sich ein Inkassounternehmen meldet.
Was tun bei Identitätsdiebstahl?
Sollten Sie Opfer eines Identitätsdiebstahls werden, melden Sie den Vorfall unbedingt dem Betreiber des jeweiligen Shops und gehen Sie zur Polizei. Zur Sicherheit sollten Sie für sämtliche Online-Accounts die Passwörter ändern und kontrollieren, ob in dem Profil eine fremde E-Mail-Adresse hinterlegt wurde.
Checkliste: Tipps für sichere Passwörter
- Ein Passwort sollte aus mindestens 10 Zeichen bestehen.
- Es sollte Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen enthalten.
- Das Passwort sollte nicht in direkter persönlicher Verbindung zu Ihnen stehen (z.B.
Name, Geburtsdatum, Telefonnummer o.ä.) - Verwenden Sie keine einfachen Begriffe aus dem Wörterbuch.
- Ungeeignet sind logische Zahlen- oder Buchstabenfolgen wie z.B. „123456“ oder
„abcdefg“. - Je sensibler der Account, den Sie mit dem Passwort schützen (z.B.Online-Banking),
desto stärker sollte das Passwort sein. - Nutzen Sie für jedes Konto ein eigenes Passwort.
- Ändern Sie Ihre Passwörter regelmäßig alle 6-8 Wochen.
Kindersicheres Surfen
Egal, ob wir nur durchs Netz surfen, einen USB-Stick anschließen, ein Programm, eine App oder ein Spiel herunterladen oder den Anhang einer E-Mail öffnen – immer lauert das Risiko, dass wir uns dabei unbemerkt Schadsoftware einfangen. Zu den gängigsten Übeltätern, die Schaden anrichten, gehören Viren, Würmer, Spyware oder Trojaner.
Viren können Daten auf unseren Computern beschädigen, verändern oder sogar löschen. Würmer hingegen fressen sich durch die Festplatte und zerstören Dateien, indem sie sich immer wieder selbst reproduzieren. Spyware wird von Cyberkriminellen genutzt, um Informationen über uns, unseren Computer und unsere Surfgewohnheiten zu sammeln.
Trojaner verschaffen fremden Benutzern oder Programmen Zugang zu unserem System und stehlen uns auf diese Weise persönliche Daten.
Wie schütze ich mich vor digitalen Angriffen?
Um sich vor solchen Attacken zu schützen, ist vorausschauendes Handeln wichtig. Ein grundlegender Schutz gegen Schadsoftware ist die Installation eines Anti-Viren-Programms und die Aktivierung der Firewall. Außerdem sollte die Software immer auf dem neuesten Stand sein, damit keine Sicherheitslücken ausgenutzt werden können.
Sprechen Sie auch mit Ihren Kindern über das Thema, damit sie die Gefahren beim Surfen nicht unterschätzen. Erklären Sie ihnen ganz in Ruhe, warum man nicht bedenkenlos auf jeden Link oder Anhang klicken sollte und dass bei Downloads immer Vorsicht angebracht ist.
Autor dieses Ratgeberartikels
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