Diversity Management: Erfolgsfaktor für Wirtschaft und Mitarbeiter

Bereit für ein buntes und vielfältiges Unternehmen?


Diskriminierung abbauen und Akzeptanz zu fördern, ist eine große Chance für kleine und große Unternehmen. Lesen Sie hier, was Diversity Management bedeutet und wie dies gelingen kann.

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Zum Glück sind wir nicht alle gleich. Erst die Vielfalt an Charakteren, Einstellungen, Lebensweisen, Aussehen und vielem mehr macht unser Leben bunt und interessant. Das erkennen auch immer mehr Unternehmen und stellen Mitarbeiter ein, die ganz einfach ein wenig anders sind. Egal, ob Hautfarbe, religiöse Ausrichtung, sexuelle Orientierung, geschlechtliche Identität, Alter, oder körperliche Einschränkungen. Diese Personalvielfalt bringt Vorteile für Mitarbeiter und Unternehmen. Um möglichst viel von dieser Personalstruktur profitieren zu können, bedarf es eines funktionierenden Diversity Managements.


Total verschieden und trotzdem gleich?

Menschen sind unterschiedlich, ihre Bedürfnisse jedoch ähnlich. Jeder Berufstätige möchte einen Job in dem er sich wohl fühlt und ein möglichst schönes und problemfreies Leben. Für Personen, die aus der „Norm“ fallen ist das nicht immer so einfach. Ein wichtiger Schritt zum fairen Miteinander ist der Gedanke, Personen nicht als „anders“ anzusehen, sondern die Vorteile der Vielfalt zu erkennen und zu nutzen. Hier kommt der Begriff „Diversity“ ins Spiel. Diversität oder auch Vielfalt spricht sich klar gegen Diskriminierung aus – in Bezug auf Geschlecht, ethnische Herkunft, Nationalität, Alter, Behinderung, sexuelle Orientierung, sowie Religion. Ziel ist es, Akzeptanz zu schaffen, die individuellen Fähigkeiten und Besonderheiten zu fördern und dadurch Chancengleichheit zu ermöglichen. Seit 2006 sind Aspekte der Diversität auch rechtlich im Allgemeinen Gleichberechtigungsgesetz verankert und sollen vor Diskriminierung schützen.


Vielfalt als Chance für Unternehmen und Mitarbeiter

Diversity Management greift Möglichkeiten auf, die sich durch die Vielfalt der Mitarbeiter ergeben. Dabei wird versucht, diese Vielfalt zum Wohle aller zu nutzen und somit auch geschäftliche Vorteile zu schaffen. Diskriminierung und soziale Ausgrenzung sollen bekämpft werden und Chancengleichheit für alle gegeben sein. Hauptpunkt im Diversity Management ist, dass bisher ausgegrenzte oder vernachlässigte Gruppen nicht nur toleriert, sondern akzeptiert und gezielt gefördert werden.

In Bezug auf die Einführung einer Frauenquote lässt sich zum Beispiel schon ein großer Fortschritt beobachten. So lag der Frauenanteil in den Aufsichtsräten der börsennotierten Unternehmen im Jahr 2011 noch bei 10% – 2016 waren es schon fast 26%. Firmen haben erkannt, dass Personen mit Migrationshintergrund aufgrund ihrer Ausbildung – und Ihres kulturellen Hintergrundes – ein wichtiger Teil der Belegschaft sind.

Ebenso sind Mitarbeiter in unterschiedlichen Lebensphasen und Alter wichtiger Teil der Diversität. Mitarbeiter lernen voneinander – dadurch werden Barrieren und Berührungsängste zwischen jungen und älteren Menschen abgebaut. So wird beispielsweise die Kinderbetreuung in Unternehmen und die Elternzeit für Väter und Mütter in vielen Betrieben bereits gelebt und mit Selbstverständlichkeit genutzt. Auch unterschiedliche Lebensmodelle dürfen keine Diskriminierung mehr erfahren. Gerade in Bezug auf sexuelle Orientierung und geschlechtliche Identität wurde aus Angst vor Diskriminierung in der Vergangenheit oft nicht offen kommuniziert. Heute trauen sich viele, offen mit der persönlichen Einstellung umzugehen – und das ist auch gut so! Ein  Beispiel, wie positiv das Outing einer Transfrau aufgenommen werden kann, finden Sie hier.


Ein Unternehmen, das auf Diversität baut, schafft in jeder Lebenslage ideale Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter. Dabei spielt Offenheit und ein kooperativer Führungsstil eine große Rolle. Vielfalt kann nur dann als kreative Ressource genutzt werden, wenn Mitarbeiter über Freiräume verfügen, die erst ein kreatives und flexibles Arbeiten ermöglichen. Wie das konkret bei AXA aussieht, erfahren Sie hier.


Diversity Management lohnt sich

Personalstabilität, eine positive Außenwirkung des Unternehmens, ein facettenreiches Know-How, ein harmonisches Arbeitsklima, Zusammenhalt in der Belegschaft und Weltoffenheit. Das sind Vorteile, die sich durch Diversity-Management erreichen lassen – egal, ob in globalen Unternehmen oder beim Bäcker um die Ecke. Vor allem auf der menschlichen Ebene bringt Diversität viele Vorzüge. Integrierte Mitarbeiter wissen zu schätzen, dass sie akzeptiert werden und bauen eine starke Bindung zum Unternehmen auf. Daraus ergeben  sich eine geringere Fluktuation, mehr Einsatzbereitschaft, stärkere Identifikation mit dem Unternehmen und der Mut, neue Ideen einzubringen, die oft aus genau dieser „Andersartigkeit“ kommen. Last but not least: Diversity Management trägt auch der Erfüllung gesetzlicher Ansprüche in Bezug auf das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Rechnung und erfüllt deren Richtlinien. Kurz gesagt: Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.




Die Charta der Vielfalt

Diese Initiative ist in diesem Zusammenhang besonders hervorzuheben und für interessierte Unternehmen eine Möglichkeit, Farbe zu bekennen und sich zu engagieren. Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt verpflichten sich Betriebe und Institutionen zur Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt. Ins Leben gerufen wurde sie von Daimler, der BP Europa SE (ehemals Deutsche BP), der Deutschen Bank und der Deutschen Telekom im Dezember 2006. Bis dato haben bereits mehr als 2.600 Unternehmen und öffentliche Einrichtungen die Charta der Vielfalt unterzeichnet – auch AXA ist seit Dezember 2007 dabei. Mit der Unterzeichnung der Charta hat sich AXA zum Ziel gesetzt, eine Unternehmenskultur zu fördern, in der sich alle Mitarbeiter*Innen integriert und wohl fühlen sowie ihr Potenzial frei entfalten können.

Schirmherrin der Charta der Vielfalt ist Bundeskanzlerin Angela Merkel, unterstützt wird die Initiative von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Aydan Özoğuz.

Hier finden Sie den Wortlaut der Charta der Vielfalt und weitere Informationen – zum Beispiel zum „Tag der Vielfalt“.


Wie sieht es konkret in Deutschland aus?

Auch wenn sich immer mehr Unternehmen Diversität auf die Fahnen schreiben, sieht die Realität doch eher ernüchternd aus. Laut einer Studie der PageGroup beschäftigen sich 55% aller deutschen Betriebe (noch) nicht mit diesem Thema. Es ist also noch Luft nach oben gegeben.

Doch es gibt positive Beispiele in Deutschland: Die Deutsche Bank berät bereits seit 1999 mit einem eigenen Diversity-Team interne Geschäftsbereiche und Stabsfunktionen bei der Umsetzung von Diversity-Initiativen. Der Automobilhersteller Ford setzt ebenso auf Vielfalt im Unternehmen. Bei Ford wird in Deutschland die Vielfalt der Belegschaft bewusst gefördert. Insgesamt arbeiten am Kölner Ford-Standort Menschen 55 unterschiedlicher Nationalitäten. Auch für die Metro Group bedeutet Diversity einen klaren Wettbewerbsvorteil und fördert diese: Vor allem in Bezug auf altersgerechte Arbeitsplätze für ältere Mitarbeiter, um dem alternden Kundenkreis Rechnung zu tragen. Als bekennender Förderer der Diversität setzt AXA – unter anderem – einen großen Schwerpunkt auf Gender-Diversity. Weibliche Talente werden gefördert, damit Frauen dieselben Karrierechancen wie Männern offen stehen.



Geringer Einsatz – großer Nutzen, auch für kleine Unternehmen

Wer auf Diversity im Unternehmen achtet, sollte sich mit dem Thema auseinandersetzen. Um das Potenzial der Vielfalt auszuschöpfen, kann bei kleinen Unternehmen beispielsweise ein gemeinsamer „Stammtisch“ –  bei dem sich die Belegschaft regelmäßig trifft – helfen, sich vorurteilsfrei auszutauschen. Das integriert Menschen, die vorher – aus welchen Gründen auch immer – ausgegrenzt wurden. Auch ein interner Newsletter ist ein gutes Instrument, die Kompetenzen der betreffenden Mitarbeiter vorzustellen. Vielen ist wahrscheinlich gar nicht klar, über welche besonderen Fähigkeiten sie verfügen und wie interessant ein tiefergreifendes, persönliches Kennenlernen sein kann. Werden alle Mitarbeiter im Unternehmen integriert, respektiert und gefördert, spiegelt sich das auch nach außen wider. Das Ansehen in der Öffentlichkeit steigt – und in Zeiten von akutem Fachkräftemangel wird das Unternehmen für potenzielle Bewerber attraktiver.

Wie sieht es in Ihrem Unternehmen aus? Würde mehr Vielfalt nicht auch in Ihrem Betrieb für mehr Abwechslung und Weltoffenheit sorgen? Schon beim nächsten Mitarbeitergespräch haben Sie die Chance dazu ...

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Engagiert. Bunt. Weltoffen. AXA

Als international tätiges Unternehmen hat AXA weltweit mit unterschiedlichen Kulturen, Lebensmodellen und den verschiedensten Menschen zu tun. Wir verstehen diese Vielfalt als große Chance für uns, noch individueller und offener auf die Bedürfnisse unserer Mitarbeiter eingehen zu können.

Offenheit, Respekt und Wertschätzung von Unterschieden und Gemeinsamkeiten sind ein wesentlicher Bestandteil der Zusammenarbeit bei AXA. Das Leben wir jeden Tag, denn bei uns arbeiten Mitarbeiter
  • aus über 40 Nationen
  • im Alter von 16-65 Jahren
  • 53% Frauen
  • 33% aller Frauen haben eine Führungsposition inne
  • 5,7% Menschen mit Schwerbehinderung
  • Kolleginnen und Kollegen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und Identitäten
  • in internen Netzwerken wie WoMen@AXA und Rainbow@AXA und fördern den Austausch
  • und viele andere bunte Persönlichkeiten
Auch AXA hat die Charta der Vielfalt unterzeichnet – nicht, um „einfach dabei zu sein“, sondern um aktiv die Zukunft der Diversität zu gestalten. Mehr über die Charta der Vielfalt finden Sie hier.

Aus der tiefen Überzeugung heraus, voll und ganz hinter unseren Diversity- und Inclusion-Richtlinien zu stehen, haben wir als eines der ersten Unternehmen am  Gleichbehandlungscheck der Antidiskriminierungsstelle des Bundes teilgenommen. Dieser analysiert die Gleichbehandlung von Frauen und Männern im Arbeitsleben hinsichtlich Stärken und Handlungsfeldern. Dabei wurden bei AXA die Bereiche „Arbeitszeit“ und „Betriebliche Weiterbildung“ genauer unter die Lupe genommen. Auch das zeigt, wie wichtig Transparenz für  AXA ist, und soll ein Zeichen für andere Unternehmen setzen, offen und ehrlich für Gleichbehandlung einzustehen.

Sie möchten mehr über unser Engagement für Vielfalt, Respekt und Gleichbehandlung im Unternehmen erfahren? Informieren Sie sich gleich hier.


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