Fahrraddiebstähle – ärgerlich und teuer.

So schützen Sie Ihr Fahrrad. Mit Checkliste!


Radfahren und Fahrräder in verschiedensten Ausführungen liegen im Trend. Mit rund 73 Millionen Fahrrädern besitzen fast 90% aller in Deutschland lebenden Personen einen klassischen „Drahtesel“. Wer es ein wenig bequemer mag, steigt auf ein E-Bike um – davon gibt es bereits ca. 605.000 Exemplare auf Deutschlands Straßen. Viele Städte fördern diese umweltfreundliche Fortbewegung. Laut ADAC-Fahrradklimatest ist Münster bei Städten über 200.000 Einwohner die fahrradfreundlichste Stadt Deutschlands, gefolgt von Freiburg im Breisgau und Karlsruhe.

Deutschlandweit wurden im Jahr 2015 über 335.000 Fahrräder bei der Polizei als gestohlen gemeldet. Statistisch gesehen sind Berlin, Bremen und Hamburg die unsichersten Städte für Fahrrad-Eigentümer. In Bremen wurden auf 100.000 Einwohner über 1.000 Fahrräder gestohlen. Im Saarland sind es dagegen "nur" 109 Diebstähle auf 100.000 Einwohner. Die Chance, das gestohlene Fahrrad wiederzubekommen, ist leider sehr gering – bundesweit liegt die Aufklärungsquote bei durchschnittlich gerade mal 10%.

Da hilft nur eins: sein Fahrrad bestmöglich gegen Diebstahl zu sichern und zu versichern. Was Sie unternehmen können, damit ihr geliebtes Fortbewegungsmittel noch lange in Ihrem Besitz bleibt, erfahren Sie hier – in Ihrem PLUS von AXA.


Warum werden so viele Fahrräder gestohlen?

Bei einer derart geringen Aufklärungsquote ist der Fahrraddiebstahl fast das „perfekte Verbrechen“. Viele Fahrradbesitzer laden Diebe regelrecht zum Diebstahl ein. Denn die wenigsten Fahrräder sind registriert und als solches gekennzeichnet – registrierte Fahrräder schrecken Diebe ab, da sie leichter nachverfolgt werden können. Auch wer beim Fahrradschloss spart – oder das Fahrrad sogar unabgeschlossen stehen lässt – lädt den potenziellen Dieb richtiggehend ein. Experten zufolge sollten mindestens 10% des Fahrradpreises zusätzlich in ein entsprechendes Schloss investiert werden.

Die Gründe für Fahrraddiebstähle sind vielfältig – der Dieb muss es nicht immer auf den Verkauf und das daraus resultierende Geld abgesehen haben. Ein gestohlenes Fahrrad im Gesamten oder in Einzelteilen weiterzuverkaufen, lohnt sich nur bei teuren Modellen. Oft wird ein Fahrrad auch nur geklaut, um es kurz zu benutzen und dann wieder stehen zu lassen, um zum Beispiel nach einer Kneipentour nach Hause zu gelangen.



Wie schützt man sich am effektivsten gegen Fahrraddiebstahl?

Auch wenn es in Großstädten oft schon gang und gäbe ist, sein Fahrrad mit in den Hausflur oder sogar mit in die Wohnung zu nehmen – wo es nachts auch am sichersten abgestellt ist – schützt dies alleine nicht gegen Diebstahl. Ein Fahrrad ist zum Fahren da und muss auch ab und zu irgendwo abgestellt und alleine gelassen werden. Einen 100%igen Schutz gegen Fahrraddiebstahl gibt es nicht, aber das Risiko lässt sich durchaus einschränken. Das wichtigste hierbei ist ein stabiles Schloss – oder besser gleich mehrere. Fahrradschlösser gibt es in vielen Varianten, aber nicht alle bieten ausreichend Sicherheit.

Das Wichtigste an der Sicherung mit einem Schloss ist, das Fahrrad mit dem Rahmen an einen festen Gegenstand (Laterne, Fahrradständer etc.) festzumachen und alle Teile, die sich leicht abnehmen lassen (z. B. Sattel oder Räder, die nur mit Schnellspannern mit dem Fahrrad verbunden sind) entweder selbst abmontieren und mitnehmen oder getrennt nochmal mit einem Schloss zu sichern. Auf dem Markt gibt es auch codierte Verschraubungen, die sich nur mit einem Spezialwerkzeug öffnen lassen – damit ist es dann nicht mehr notwendig, die abnehmbaren Teile separat zu sichern.

Eine Möglichkeit sein Fahrrad rund um die Uhr bewachen zu lassen ist die Idee von SpyBike – nicht ganz günstig, aber sehr effektiv. Gut versteckt in der Lenkerstange, schlägt das System Alarm, wenn das Fahrrad entwendet wird und sendet eine Alarm-SMS an den Besitzer. SpyBike übermittelt darüber hinaus den aktuellen Standort in Echtzeit auf einen Trackingserver. Der Besitzer muss dann noch die Position online verfolgen und die Polizei informieren.

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Wenn das Rad dennoch gestohlen wird?

Sollte das Fahrrad dennoch entwendet werden, ist es hilfreich, wenn man sich die Rahmennummer notiert hat – am besten in einem Fahrradpass, in dem noch weitere Angaben wie zum Beispiel Marke und Modell, Kaufdatum, Kaufpreis und ein Bild vom Fahrrad enthalten sind. Vordrucke für den Fahrradpass finden Sie zum Download im Internet – zum Beispiel hier.

Ein besonders gutes Mittel, um das Fahrrad wieder aufzufinden, ist die Codierung. Diese Codierung besteht aus Zahlen und Buchstaben und dadurch können Fundämter und Polizeidienststellen den Besitzer ausfindig machen. Vorgenommen wird die Codierung von Fahrradhändlern, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC), dem ADAC und anderen Institutionen. Ob und wo dieser Service angeboten wird, kann man bei der örtlichen Polizei erfahren.


Unser Tipp: Die kostenlose Fahrradpass-App der Polizei

In dieser App können alle Daten und Fotos, die zur Identifizierung eines gestohlenen Fahrrads und für die Suche nach dem Eigentümer wichtig sind, problemlos gespeichert werden. Auch die Angaben von mehreren Fahrrädern lassen sich über die App verwalten. Alle Daten können im Notfall ausgedruckt oder per Mail im Textformat oder als PDF-Anhang direkt an die Polizei oder den Versicherer verschickt werden. Das ist enorm praktisch, denn der Radbesitzer hat die Daten auf dem Smartphone immer dabei. Den digitalen Helfer für den Notfall gibt es für iPhone und iPad im App Store und für Android bei Google Play.


Unterschiedliche Schlösser – unterschiedlicher Schutz

Wie bereits erwähnt, gibt es eine Vielzahl von Fahrradschlössern. Hier die wichtigsten Ausführungen mit ihren Vorzügen:

Bügelschlösser: Höchster Sicherheitsfaktor durch massives Material und keine beweglichen Teile.
Kettenschlösser: Hohe Sicherheit mit flexiblen Einsatzmöglichkeiten, allerdings vom Gewicht her etwas schwerer.
Panzerkabelschlösser: Bestehen aus einem langen, dicken Kabel, das mit PVC oder Textil ummantelt ist und einem Schließzylinder. Erhältlich in unterschiedlichen Längen mit hoher Sicherheit.
Faltschlösser: Flexibel, einfach zu verstauen, geringes Gewicht und hohe Sicherheit.
Kabelschlösser: Leicht und einfach zu bedienen – Basisschutz mit abschreckender Wirkung.
Rahmenschlösser: Schützen nur vor unbefugter Benutzung des Fahrrads – da das Rad aber hier nicht an einem festen Gegenstand angekettet wird, kann das Fahrrad leicht weggetragen werden.

Entscheiden Sie sich bei Ketten, Kabeln, Bügeln und Schlössern in jedem Fall für „geprüfte Qualität" und für hochwertiges Material wie durchgehärteten Spezialstahl und massive Schließsysteme. Einige Hersteller bieten die Schlösser farblich gekennzeichnet nach Sicherungsklassen an. Diese Sicherungsklassen sind jedoch von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich – eine Einteilung in verbindliche Sicherungsklassen für alle Hersteller existiert leider nicht. Achten Sie auch auf Prüfsiegel und Zertifizierungen – das CE-Zeichen, die DIN-Kennzeichnung und das TÜV-Siegel zeigen, dass das Schloss den Richtlinien der EU zur Sicherheit ausreicht, der Norm entspricht und die Anforderungen aus Gesetzen und Richtlinien erfüllt. Das wichtigste Siegel ist die VdS-Zertifizierung – ist dieses Zeichen auf dem Schloss vorhanden, hat das Schloss umfangreiche Tests des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft bestanden und ist somit als sehr sicher einzustufen. Mehr über Sicherheitsstufen von Herstellern und Zertifizierungen finden Sie hier.
 
Weitere Tipps zum Schutz vor Fahrraddieben finden Sie in unserer Checkliste Fahrraddiebstahl zum herunterladen. 

Checkliste Fahrraddiebstahl (pdf, 230,3 KB)

Sicher abstellen – sicher fahren

Noch bevor man sich Gedanken über den Diebstahl macht, sollte generell über die eigene Sicherheit im Straßenverkehr nachgedacht werden. Die wichtigsten Punkte, um mit dem Fahrrad sicher unterwegs zu sein, sind folgende:

  • Tragen Sie immer einen Fahrradhelm
  • Überprüfen Sie vor jeder Fahrt die Bremsen
  • Stellen Sie sicher, dass die Beleuchtung hell genug ist und gut funktioniert
  • Installieren Sie eine wirkungsvolle Klingel, um gehört zu werden
  • Stellen Sie Sattel und Lenkstange korrekt auf die Körpergröße ein
AXA wünscht Ihnen viel Spaß beim Fahrradfahren – egal ob im Großstadtdschungel, beim Radrennfahren oder beim Mountainbiken ...

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA


Damit Sie immer mobil bleiben und nicht wegen eines Diebstahls auf Ihr Fahrrad verzichten müssen, ist Ihr Fahrrad – unter der Voraussetzung, dass Sie es abgeschlossen haben – mit dem Fahrradbaustein der BOXflex Hausratversicherung rund um die Uhr gegen einfachen Diebstahl versichert. Und das sogar weltweit! Hier erfahren Sie mehr über die BOXflex Hausratversicherung und den Zusatzbaustein "Fahrrad".


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