Neuer Wohnraum im Keller? Tipps und Tricks für Ihren Kellerumbau

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Partykeller, Arbeits-, Jugend- oder Gästezimmer, Spiel- und Toberaum, Fitness-, Sauna- und Wellnessbereich, eine Einliegerwohnung, ein extra Medienzimmer, eine neue Unterkunft für die Großeltern oder einfach mehr Platz zum Zurückziehen – die Wunschpalette wie die Möglichkeiten, im eigenen Keller für mehr Raum im Haus zu sorgen, sind vielfältig. Was aber muss man bei Kelleraus- oder -umbau alles beachten? Welche Bestimmungen sind einzuhalten? Und: Brauchen Sie nun eine extra Hausrat- oder sogar eine weitere Wohngebäudeversicherung? Lesen Sie unsere Ratschläge und Tipps für eine gelungene Wohnraumerweiterung im Untergeschoss.



Aus dem oft dunklen, muffigen Keller eine Souterrain-Wohnung zu zaubern oder mit ein, zwei schön gestalteten Räumen einfach ein wenig mehr Platz im eigenen Haus zu schaffen, das muss kein Wunschtraum bleiben. 1,57 Millionen Deutsche planen laut einer Umfrage von Statista, in den Jahren 2014 oder 2015 ihr Dach oder ihren Keller auszubauen. Die derzeit niedrigen Zinsen für Darlehen machen eine solche Entscheidung noch einmal leichter. Wenn man dazu ein paar wichtige Parameter beachtet, lassen sich – je nach Bedürfnis und passend zu den jeweiligen Voraussetzungen – mit ein wenig Geduld, Geld, Planung und fachlicher Hilfe viele Umbau-Ideen gut in die Realität umsetzen.

Zuerst ist es notwendig, sich mit der baulichen Beschaffenheit und der Substanz des Hauses und insbesondere des Kellers zu befassen. Ist der Keller trocken und ausreichend gedämmt? Wie wird geheizt? Wo liegen Stromleitungen? Sind die Decken hoch genug? Und: Kommen ausreichend Licht und Luft in die Räume?


Erster Schritt: Die Feuchtigkeit muss raus!

Feuchte Keller, die häufig in älteren, aber auch in neueren Häusern auftreten, müssen unbedingt vor dem Ausbau trockengelegt werden. Je nach Geldbeutel und der Umgebung des Hauses kann eine Abdichtung von außen oder von innen in Frage kommen. Empfohlen wird gerne die Variante von außen. Das setzt aber voraus, dass die Wände um den Keller frei zugänglich sind und das Mauerwerk freigelegt werden kann. Dann werden eine wasserdichte Trennschicht, meist Bitumen, auf die Mauern aufgetragen oder Trennmaterialen zwischen Erdreich und Wand gelegt. Zudem kann noch eine Drainage gelegt werden, die anstehendes Wasser vom Haus wegleitet.


Auch bei einer Abdichtung von innen arbeitet man mit Dichtungsschlämmen. Sie werden direkt auf die Wände aufgetragen und verhindern das Eindringen der Nässe von außen in die Räume, die Mauern selbst aber bleiben feucht. Zusätzlich können auch hier Mauerwerksinjektionen den Schutz verstärken. Diese Form des Feuchtigkeitsschutzes wird meist gewählt, wenn eine Außenbehandlung nicht möglich ist, beachten muss man dabei aber, dass sich eine Innenabdichtung nur für Räume mit weniger als 60 Prozent Luftfeuchtigkeit eignet.



Licht, Luft und Raumhöhe fürs wohnliche Untergeschoss

Ist der Keller trocken, sind im nächsten Schritt die richtige Belüftung und Lichtzufuhr der Zimmer zu beachten. Besonders für Wohnräume wie Schlaf- und Wohnzimmer, die für den dauerhaften Aufenthalt bestimmt sind –, dazu gehört auch die Küche! –, gelten Bauauflagen, denen die Zimmerhöhe (in der Regel mindestens 2,30 Meter), Fenstergröße (10 Prozent der Raumfläche) und auch die Beschaffenheit der Treppe (z.B. die Breite) Rechnung tragen müssen. Hier zählen die jeweiligen Landesbauordnungen. Genehmigt werden muss der Ausbau von der Baubehörde übrigens nur, wenn Sie eine separate Wohnung planen und/oder die Räume vermieten möchten. Sollten Sie Wände entfernen wollen, ist der Rat eines Architekt oder Statikers gefragt: Denn tragende Wände dürfen auf keinen Fall eingerissen werden.


In vielen Fällen müssen die alten Kellerfenster ausgetauscht und die Öffnungen vergrößert werden. Vor dem Herausbrechen der Fenster, müssen die Decken abgestützt werden, um ein Absenken der darüber liegenden Geschosse zu verhindern. Für ausreichend Helligkeit im Untergeschoss sorgen dabei Lichtschächte, Böschungen oder Lichtgräben. Hierfür muss die Erde abgetragen werden. Bei den Einbauten kommen meist Fertigteile zum Einsatz: entweder Module aus Beton, die ans Haus gemauert werden, oder leichtere Versionen aus Kunststoff, die man einfach ans Mauerwerk anschraubt.

Unsere Tipps: Am besten beziehen Sie die Außengestaltung wie z.B. des Gartens, Vorgartens oder eines extra Zugangsbereichs zum Keller gleich in Ihre Pläne mit ein. Dann haben Sie später weniger Arbeit und gleich ein durchgängiges Konzept für das Gesamtbild Ihres Anwesens. Klären Sie auch ab, ob bei starken Regenfällen oder einem hohen Grundwasserstand Überflutungsgefahr besteht. Das muss bei den Baumaßnahmen dringend berücksichtigt werden. Die Fenster müssen außerdem den Bestimmungen der Energieeinsparungsverordnung EnEV entsprechen. Empfehlenswert sind hier z.B. wärmegedämmte Fensterzargen, die u.a. die Schimmelbildung verhindern.


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Denken Sie an eine zuverlässige Versicherung Ihrer neu gestalteten Kellerräume

Meist investiert man viel Zeit, Geld und Mühe in den Ausbau des eigenen Kellers. Deshalb sollten Sie daran denken, den neu geschaffenen Wohnraum gut zu versichern. Mit der Wohngebäudeversicherung von AXA sorgen Sie für den langen und dauerhaften Erhalt Ihres Zuhauses: AXA sichert Eigenheime, Ein- und Zweifamilienhäuser, umfassend und zuverlässig gegen die finanziellen Folgen von Feuer-, Sturm-, Leitungswasser- und Hagelschäden.

Unser Tipp: Prüfen Sie auch, ob Ihre Hausratversicherung die hinzugewonnen Wohnfläche im Keller mit einschließt oder ob sie gegebenenfalls angepasst werden muss.

Denn auch Möbel, Teppiche, Kleidung und Elektrogeräte in Ihren neuen Räumen sollten Sie schützen. Abgesehen von Ärger und Aufregung kann es vor allem finanzielle Folgen haben, wenn Ihr Eigentum beschädigt werden sollte. Deshalb ist eine Hausratversicherung unverzichtbar. In der Hausratversicherung von AXA gewährt AXA einen Unterversicherungsverzicht bei einer Versicherungssumme von mind. 650 EUR je qm Wohnfläche und Ihr Eigentum ist bestens abgesichert: Im Versicherungsfall gleicht AXA Ihren finanziellen Verlust schnell und unkompliziert aus und ersetzt Ihr Eigentum zum Neuwert bei Schäden durch Brand, Einbruch, Diebstahl, bestimmungswidrig austretendes Leitungswasser, Sturm und Hagel.

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Zusätzlicher Wohnraum im Keller: Dämmen und Heizen

Die Wärmedämmung im Keller ist für zusätzlichen Wohnraum unabdingbar und wirkt sich günstig auf die gesamten Heizkosten aus. Ähnlich wie bei der Abdichtung gegen Wasser haben Sie auch hier zwei Möglichkeiten: Am besten halten Sie die Kälte von außen fern. Es geht aber auch von innen. Zudem können Sie die Bodenplatte gegen das kühle Erdreich absichern. Für Wohlgefühl sorgt auch ein wärmender Bodenbelag oder eine Fußbodenheizung.


Unsere Tipps: Planen Sie die Kellerdämmung gemeinsam mit dem Einbau von Fenstern und Türen. Denn: Je mehr gedämmt wird, desto wichtiger ist die ausreichende Belüftung! Außerdem lohnt sich oft auch eine Analyse der bestehenden Heizanlage. Einerseits müssen alle vor dem 1.10.1978 installierten Heizungskessel durch neue Brennwertkessel ausgetauscht werden, da sie höhere Wirkungsgrade erzielen und die Umwelt weniger belasten, andererseits kann sich mit der Wohnraumerweiterung im Keller der Einbau moderner Heiztechnik absolut rechnen.

Für Ihre Planung und einen guten Überblick: Unsere Checkliste Kellerumbau zum Herunterladen!

Checkliste Kellerumbau (PDF, 122,1 KB)
Zum Schluss noch ein weiterer Tipp für die Zeit, wenn Ihr Kellerausbau beendet ist und Sie Ihren neuen Wohnraum genießen möchten: Lassen Sie im Sommer Ihre Wäsche nicht mehr im Keller trocknen. Die erhöhte Luftfeuchtigkeit kann zu Schimmelschäden führen. Und: Regelmäßiges Lüften ist auch im Keller zu empfehlen!

Mehr Infos zum Thema Trockenlegen und Dämmen von Kellern:

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