Zu Hause ist es am schönsten…

Mit Elder Care-Innovationen können Sie im Alter unabhängiger leben


Elder Care beschreibt innovative Lösungen für ältere Menschen mit Blick in die Zukunft. Menschenfreundliche Technik und zukunftsweisende Wohnformen werden immer mehr Menschen den Wunsch erfüllen, das Alter in den eigenen vier Wänden zu verbringen.
________________________________

Alle reden über die alternde Gesellschaft. Fast ein Drittel der Deutschen wird schon 2030 über 65 sein, die Anzahl der Hochbetagten über 80 wird sich verdoppelt haben. Es ist nun eine Herausforderung, diese Aufgabe zu lösen. Wussten Sie, dass 85 Prozent der Menschen ab 85 noch im eigenen Haushalt leben? Ihre Bedürfnisse rufen neue Dienstleistungen auf den Plan. Der Begriff „Elder Care“ wird eine immer größere Rolle in unserem Zusammenleben spielen! Jedoch nicht im Sinne von „Altenpflege“, sondern als Unterstützung, um die Herausforderungen des Alterns aktiv zu bestehen und damit die Lebenssituationen der Älteren wie auch der Jüngeren zu verbessern. 

Der „Care-O-bot“ sieht freundlich aus, er serviert Getränke, deckt den Tisch, holt Medikamente und gießt die Blumen. Er schaltet den Fernseher und das Radio ein, dient als Gehhilfe und alarmiert im Notfall den Rettungsdienst. Die Vision des Fraunhofer-Instituts: Der Roboter soll pflegebedürftigen Senioren ein Leben in der eigenen Wohnung ermöglichen. Es wird noch eine Weile dauern, bis der programmierte Mitbewohner einziehen kann.

Was aber heute schon möglich ist, sind sogenannte Ambient Assisted Living-Konzepte (umgebungsunterstützes Leben).Technik kann Menschen in ihrem Alltag unterstützen –  intelligente Überlaufsysteme gehören beispielsweise dazu:

  • diese stoppen selbsttätig das Badewasser  
  • registrieren durch Bewegungssensoren einen Sturz
  • und sind mit der Notrufzentrale vernetzt.  
„Elder Care“ ist das Schlüsselwort. Ursprünglich „Altenpflege“ steht es heute auch für die Unterstützung bei einem möglichst selbstbestimmten Lebensstil im Alter.


Im Alter Lebensqualität verwirklichen

Die Bedürfnisse der Älteren treiben Forschung und Dienstleistung an. Wie kann man im Alter Lebensqualität verwirklichen? Heute schon geht das jeden Vierten in Deutschland an, 2050 wird sogar jede dritte Person jenseits der 65 sein, jede achte zählt dann schon zu den Hochbetagten (Statistisches Bundesamt).

Die Mehrheit erlebt das Älterwerden positiv: drei Viertel der Menschen ab 65 Jahren fühlen sich fit. Dies berichtet das Bundesministerium für Gesundheit im aktuellen Report „Ältere Menschen in Deutschland und der EU, 2016“. Die Statistik weiß aber auch, dass das Krankheitsrisiko jenseits der 80 steigt (auch wenn sogar bei den über 85-Jährigen noch rund ein Fünftel aus eigener Sicht bei guter Gesundheit ist). Gebrechlichkeit wird umso problematischer, weil viele ältere Menschen alleine leben – Frauen deutlich häufiger als Männer. Mehrgenerationenkonzepte kommen wieder häufiger ins Gespräch, sind in der Realität aber immer noch selten.


Zu Hause bleiben ist das Ziel  

93 Prozent aller Deutschen wollen im Alter zu Hause leben, das hat das Forschungsunternehmen Forsa erfragt. Immer mehr Dienstleistungsangebote spezialisieren sich auf diesen Wunsch. Dass die Älteren heute aufgeschlossen für moderne Medien sind wie nie zuvor, ist dabei von Vorteil. Die Hälfte der Menschen ab 65 Jahren nutzt das Internet. Drei von zehn Senioren besitzen ein internetfähiges Telefon, für jeden Zweiten ist es eine große Hilfe im täglichen Leben. So wird auch digitale medizinische Versorgung möglich, per Bildschirm kann man Kontakt mit Pflegepersonal und Ärzten halten, Atem und Puls werden automatisch überwacht. Der nächste Schritt ist der Medikamentenschrank, der mit einer Leuchtanzeige meldet, wenn es Zeit für die Tabletteneinnahme ist (Martin R. Textor, Institut für Pädagogik und Zukunftsforschung). Das ist keine Zukunftsmusik. Die Forschung arbeitet konkret an personalisierten Assistenzsystemen:

  • diese wachen individuell über Menschen
  • erkennen Probleme
  • leiten geeignete Hilfsmaßnahmen ein
  • sind im Idealfall situationsabhängig, diskret und unaufdringlich!

Neue Angebote fürs Wohnen mit Service

Positive Schlagzeilen macht derzeit ein kommunales Wohnungsbauunternehmen in Darmstadt mit einem „Service für soziale Personenbetreuung und Hilfe im Alltag“. Dieser  macht modulare Angebote, die sich ältere Menschen je nach Bedürfnis zusammenstellen können (Zukunftsinstitut aus HEAG 2040 – Die Stadtwirtschaft von morgen).

Die klassische „Seniorenresidenz“ verwirklicht schon lange weitgehend privates Leben in einer eigenen Wohnung mit einem Dienstleistungspaket, das nach Bedarf in Anspruch genommen wird. Dieses so genannte „Service-Wohnen“  wird in vielen alternativen Konzepten angeboten – „versorgt aber eigenständig“ heißt das Motto.  Die Zukunft in der älterwerdenden Gesellschaft gehört Projekten gegenseitiger Unterstützung von Jung und Alt: Am 1. Januar 2017 startete das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus  zur Förderung solcher Lebenskonzepte.

Das Zukunftsinstitut in Frankfurt sieht gute Chancen für die alternde Gesellschaft: „Das Alter wird von den Menschen völlig neu definiert: Das subjektiv empfundene Alter sinkt. Mit der Einstellung gegenüber dem Alter wandeln sich auch der Lebensstil älterer Menschen.“ Und weiter erwarten die Experten „Strategien, Technologien und Konzepte, die es erlauben, bis ins hohe Alter in den eigenen vier Wänden unabhängig und selbstbestimmt zu leben. Bei Neubauprojekten wie auch bei der Modernisierung von Bestandsbauten werden künftig die Anforderungen an ein neues Wohnen im Alter in vielfältiger Weise Beachtung finden.“  Das Projekt „I-stay@home“, „Ich bleibe zu Hause“ testete unter Federführung des kirchlichen Wohnungsunternehmens Joseph-Stiftung in 180 Testwohnungen an neun Standorten in Europa technische Lösungen, die das Wohnen im Alter unterstü̈tzen können (www.i-stay-home.eu). Es wurde eine Auswahl an Assistenzsystemen und kommunikativen Geräten getroffen, im Mittelpunkt stand ein Tablet-PC als IT-Plattform. Der Test war ein Erfolg: Die Funktionen kamen gut an und die alten Menschen beherrschten die Technologie erstaunlich schnell und gut.  

Fast zwei Drittel der Menschen werden diese Chancen gesund bis ins hohe Alter ergreifen können. Aber auch die Sicht auf Pflegebedürftige wandelt sich.




Elder Care unterstützt auch die Jüngeren

Von 3,2 Prozent der 65-70-Jährigen bis knapp zehn Prozent der Menschen zwischen 75 und 80 Jahren steigt das Risiko der Pflegebedürftigkeit zunächst langsam, dann aber deutlich auf bis zu 66 Prozent bei den über 90-Jährigen an (Statistisches Bundesamt). Jeder zehnte Deutsche hat heute eine hilfsbedürftige Person in der Familie, Tendenz steigend. „Elder Care“ bedeutet auch, diesen Angehörigen Hilfe zu leisten - sehr oft haben sie die Doppelbelastung von Beruf und Pflege zu tragen. Eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt, dass beinahe jedes zweite Unternehmen in Deutschland Mitarbeiter hat, die sich um Angehörige kümmern müssen. Bei großen Unternehmen mit mehr als 500 Beschäftigten sollte sogar für zwei Drittel die Vereinbarkeit von Beruf und Pflege ein Thema sein: Die Arbeitgeber sind gefragt, Arbeitsbedingungen zu schaffen, um Mitarbeiter mit Pflegeaufgaben zu unterstützen und auf lange Sicht leistungsfähig im Unternehmen halten.  

War bisher ein Kindergarten das Erkennungsmerkmal eines familienfreundlichen Arbeitgebers, setzt jetzt die Fürsorge auch am anderen Ende des Lebens an. Zahlreiche Beratungsunternehmen bieten spezielle Programme für Arbeitgeber. Das  Bundesfamilienministerium hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Industrie- und Handelskammer eine umfangreiche Broschüre aufgelegt, die mit zahlreichen Beispielen Informiert und anregt, wie Unternehmen Beschäftigte mit Pflegeaufgaben unterstützen können.


Das Gesetz sagt ja

Bereits zum Januar 2015 ist das „Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf“ in Kraft getreten. Hier werden die bestehenden Regelungen im Pflegezeitgesetz und im Familienpflegezeitgesetz weiter entwickelt und besser kombiniert hat. Arbeitnehmer sollen sich für die Pflege von Angehörigen leichter freistellen lassen oder in Teilzeit arbeiten können, ohne ihr Arbeitsverhältnis zu gefährden. Das Pflegestärkungsgesetz erleichterte dann in zwei Stufen 2015 und 2017 den Zugang zu Leistungen. Insbesondere die Aufstockung bei den „wohnumfeldverbessernden Maßnahmen“ macht den Einsatz moderner Assistenten leichter. Auch weil jetzt mit dem neuen Pflegegrad 1 Menschen mit geringen Beeinträchtigungen profitieren. Anpassungen von Wohnungen werden leichter, das kann ein Schritt zum selbstbestimmten Leben sein.

Die Pflegereform hat viel Positives bewirkt, die Lücke zwischen dem gewohnten Lebensstandard und der Versorgung im Alter bleibt jedoch; private Vorsorge ist nach wie vor die richtige Strategie.

Neue Dienstleistungen, menschenfreundliche Technik und neue Wohnkonzepte sind die Antworten auf die Herausforderungen der alternden Gesellschaft.  Die Chancen auf ein lebenswertes Alter und ein selbstbestimmtes Leben stehen gut.

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Sie stehen nicht alleine da. 
AXA gibt Informationen und Unterstützung zu allen Themen rund um Alter und Pflege. Wir zeigen Ihnen rechtzeitig Wege zur Vorsorge auf und leisten praktische Begleitung in schwierigen Situationen.

Mit der Pflegevorsorge VARIO und Pflegevorsorge AKUT sichern Sie Ihre Existenz im Pflegefall mit diesen Vorteilen, z.B.:
  • Hohe Flexibilität – Pflegegeld nach Pflegegraden individuell versicherbar
  • Im Leistungsfall garantierte Auszahlung des vollen vereinbarten Pflegegeldes – ohne Warte- und Karenzzeiten
  • Freie Verfügbarkeit über das ausbezahlte Geld
  • Günstiger Einstieg für jungen Leuten– spätere Erhöhung des des Schutz ohne erneute Gesundheitsprüfung möglich
  • 24-Stunden Versorgungsgarantie: Vermittlung eines Pflegeheimplatzes oder einer ambulanten Pflege
Alle Vorteile der Pflegevorsorge VARIO von AXA finden Sie hier.

Darüber hinaus bietet AXA mit der Patentientbegleitung Casaplus gezielte Unterstützung, damit Sie möglichst lange zu Hause bleiben können. Weitere Informationen erhalten Sie unter 0221/ 148-24269.    

Umfassende Hilfe im Pflegefall
Die Pflegewelt von AXA steht Betroffenen und Angehörigen jederzeit offen und beantwortet Ihre Fragen. Verständliche und anschauliche Erklärungen können wohltuend sein in schweren Zeiten. Hier geht’s zur Pflegewelt.    


Lesen Sie auch im PLUS:

Nutzen Sie auch Ihren Vorteil im PLUS:

Rechtliche Hinweise
Die Artikelinhalte werden Ihnen von AXA als unverbindliche Serviceinformationen zur Verfügung gestellt. Diese Informationen erheben kein Recht auf Vollständigkeit oder Gültigkeit. Bitte beachten Sie dazu unsere Nutzungsbedingungen.