Die große Sorge ums Gedächtnis - Altersdemenz mit Training vorbeugen

Serie Demenz - Teil 2

Wo ist wieder der Schlüssel und warum weiß ich nicht mehr, was ich eben sagen wollte? Was ist los mit meinem Gedächtnis? Ist es der Anfang des großen Vergessens oder doch nur eine Ärgerlichkeit des Älterwerdens? Fragen, die viele beunruhigen, beantwortet der neue Film in der Pflegewelt von AXA und gibt gute Tipps zum Gedächtnistraining.



Im Alter von 103 Jahren ist im Dezember 2012 Rita Levi Montalcini gestorben. Sie war eine der bedeutendsten Neurologinnen und Hirnforscherinnen und hat eine hoffnungsvolle Botschaft hinterlassen: „Das menschliche Gehirn erleidet im Alter zwar Verluste, das ist aber weniger dramatisch als häufig angenommen. Man weiß heute, dass die verbleibenden Zellen in der Lage sind, neue Verästelungen und neue Synapsen zu bilden.“

Das ist auch eine gute Nachricht für das Gedächtnis, 70 Prozent der Deutschen sorgen sich um dessen nachlassende Fähigkeiten im Alter (Quelle: Roper Consulting 2010). Tatsächlich betroffen von fortschreitendem Gedächtnisverlust sind im Alter bis zu 70 Jahren nur etwa 1,5 Prozent. Erwiesen ist, dass manche Gehirnfunktionen bereits ab Mitte oder Ende zwanzig nachlassen. Ab den Vierzigern machen sich die Veränderungen bemerkbar, vom 50. Lebensjahr bis zum Alter von 75 kann die Gedächtnisleistung um etwa 25 Prozent nachlassen. Das ist kein Grund zur Panik, sondern ein natürlicher Prozess. Wie bei vielen Veränderungen des Älterwerdens ist sanftes Gegensteuern möglich. Gedächtnistraining ist Trend geworden, Gehirnjogging am Computer boomt. Viele Forscher empfehlen heute allerdings die sanfte Gangart.


Auch fürs Gedächtnis gilt: lieber Wandern als Jogging

„Gut ist es, etwas zu üben, das man dann auch im Alltag anwenden kann: Musizieren, eine Sprache lernen oder einen Literaturklub gründen. Nachweislich wirkungsvoll für geistige Fitness sind körperliche Bewegung, soziale Kontakte und auch geistiges Training. Dies aber nicht als einförmige Übung am Computer, sondern als Anregung verschiedener Art. Es können anspruchsvolle Kreuzworträtsel sein, die Lektüre von Sachbüchern, Schach oder ein Tanzkurs.“
(Prof. Dr. rer. nat. Lutz Jäncke, Neuropsychologe, forscht am Lehrstuhl der Universität Zürich.)

Neben einem allgemein anregenden Lebensstil gibt es auch spezielle Trainings und Techniken, die Aufmerksamkeit und Gedächtnis stärken – der neue Film in der Pflegewelt von AXA enthält zahlreiche Anregungen und Anleitungen. Daneben spielt körperliche Bewegung zweifellos eine Hauptrolle, nicht nur beim Erhalt, sondern auch bei der Verbesserung der geistigen Fitness. „Es ist nie zu spät dafür“, so die Schlussfolgerung amerikanischer Forscher der Universität Pittsburgh nach einer Studie mit Teilnehmern zwischen 55 und 80 Jahren.

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Wenn das Gedächtnis krank wird?

Die geistige Leistungsfähigkeit ist eng mit dem gesundheitlichen Zustand des Menschen verbunden. Ursachen von Gedächtnisproblemen können daher zum Beispiel auch ein schlecht eingestellter Diabetes oder Bluthochdruck sein, Infektionskrankheiten, Schilddrüsenfehlfunktionen, Schlafstörungen oder Mangelerscheinungen – sehr häufig bei Älteren ist eine Unterversorgung mit Vitamin B12 oder Flüssigkeit. Wenn die Ursache erkannt ist und behandelt wird, funktioniert dann meist auch das Gedächtnis wieder besser. Besonders in höheren Lebensjahren kann hinter nachlassenden geistigen Leistungen auch eine Altersdepression stehen. Bei zehn bis 15 Prozent der Betroffenen gehen die Gedächtnisprobleme auf Krankheiten zurück, die sich heilen oder bessern lassen. In etwa der Hälfte aller Fälle bleiben die Störungen des Merkvermögens, steigern sich aber auch nicht zu einer Demenz. Statt sich in Sorge zurückzuziehen, ist es in jedem Fall besser, sich dem Hausarzt anzuvertrauen. Therapien und Trainings können dem Gedächtnis helfen. Sofort wirksame Wundermittel gibt es dagegen nicht – die Wirkung der meisten Gingko- oder Ginseng-Präparate ist nicht oder nur unzureichend belegt.


Abwechslung tut gut. Fünf Übungen zum Gedächtnistraining:

  • 1. Andersherum lesen. Drehen Sie die Zeitung zwischendurch mal auf den Kopf – das aktiviert das räumliche Vorstellungsvermögen und  gibt  dem Gehirn neue Anregung.
  • 2. Aktiv hören. Einfach mal mitdirigieren, wenn Ihre Lieblingsmusik im Radio kommt – das erhöht die Aufmerksamkeit und bringt Sie in Bewegung.
  • 3. Unterhaltung beim Spazierengehen. Eine Studie der Universität Erlangen zeigt, dass sich die Kombination aus geistiger Anregung und Bewegung positiv auswirkt.
  • 4. Heute mal etwas anders machen. Nehmen Sie zum Beispiel einen anderen Weg zum Einkaufen, kaufen Sie eine andere Zeitung oder wechseln Sie einfach Ihren Platz bei Tisch.
  • 5. Rückwärts zählen. Zum Beispiel von 600 in Sechserschritten – das hört sich einfacher an als es ist und ist abends im Bett gleich auch eine gute Einschlafhilfe.

Und was wir nicht vergessen sollten:

Vergessen muss auch sein! Das Gehirn zeichnet die zahllosen Reize, die uns ständig erreichen, eben nicht wie eine Videokamera auf, sondern muss in Bruchteilen von Sekunden entscheiden, ob die Informationen für uns wichtig oder unwichtig sind. Vergessen kann damit auch ein Schutzmechanismus des Gehirns gegen Überlastung sein. Unser Gehirn ist ein faszinierender und in weiten Teilen noch nicht erforschter Kosmos. Die Wissenschaft macht ständig neue Entdeckungen. Forscher an der Universität Notre Dame in Indiana, USA, sind zum Beispiel einem Phänomen auf die Spur gekommen, das wir alle kennen: Wir stehen in einem Zimmer und überlegen, mit welcher Absicht wir hergekommen sind. Die US-Forscher erklären: „Es fällt Menschen schwer, sich an eine Entscheidung oder Tätigkeit zu erinnern, die sie in einem anderen Raum gemacht haben, weil Tätigkeiten in ihre Einzelteile zerlegt und unabhängig voneinander abgelegt werden.“ Wir dürfen gespannt auf die wissenschaftlichen Fortschritte der nächsten Jahre sein.

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