Schmerzen bewältigen ohne Schmerzmittel und Nebenwirkungen

10 Tipps für den Alltag


Für mindestens 13 Millionen Menschen in Deutschland ist Schmerz Alltag. In Europa leidet jeder Fünfte an chronischen Schmerzen. Das sind 129 Millionen Menschen. Vor allem im Alter ist der chronische Schmerz ein Problem, weil man ihn vielfach noch als naturgegebenes Schicksal der späten Jahre hinnimmt. Aber auch im Alter muss Schmerz das Leben nicht zerstören. Hilfreiche Anleitungen für den Alltag gibt der neue Film in der Pflegewelt von AXA.

Schmerzen sind im Alter doch normal? Das ist ein weit verbreiteter Irrtum: In einer Befragung von Patienten über 70 Jahren zeigt sich, dass 15 Prozent von ihnen nicht mit ihrem Hausarzt über ihre Schmerzen gesprochen haben (Quelle: Deutsche Schmerzgesellschaft e.V.) und daher auch nicht behandelt wurden.

Häufig stehen auch andere Erkrankungen und Symptome im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, der Schmerz wird zur „Nebensache“ und daher nicht angemessen therapiert. Die Qual wird chronisch, und das heißt: Der Schmerz besteht für mindestens sechs Monate, im Durchschnitt dauern die Leidensgeschichten bis zu sieben Jahren an.

Mit 69% aller Patienten mit chronischen Schmerzen leiden die meisten Menschen an Rückenschmerzen, 57% an Gelenkschmerzen, 49% an Kopfschmerzen und 46% an Nackenschmerzen.(Quelle: Schmerzreport 2010 der europäischen Initiative „Wege aus dem Schmerz“).

Schätzungsweise ein Fünftel aller 40- bis 60-Jährigen haben andauernde oder wiederkehrende Schmerzen, ab dem 75. Lebensjahr ist fast die Hälfte betroffen. Besonders tragisch ist die Situation bei verwirrten oder dementen Menschen, die nicht mehr in der Lage sind, Gefühltes zu benennen – sie sind ausschließlich auf die Beobachtungsgabe ihrer Umgebung angewiesen.


Schmerz will etwas sagen. Wichtig ist es, zu verstehen

So leidvoll die Erfahrung ist: Schmerz ist von der Natur als Frühwarnsystem und Schutz gedacht. Schmerz stellt eine lebenserhaltende Reaktion auf Schaden dar, der dem Körper zugefügt wird. Dieses Warnsystem hat sich im Laufe der Entwicklung des Lebens so verfeinert, dass Menschen auch die Fähigkeit haben, die Schmerzen vorübergehend auszuschalten oder zu dämpfen. Das populärste Beispiel nennt die Deutsche Schmerzgesellschaft: Ein Fakir hält es auf seinem Nagelbett aus, bei Zahnschmerzen wird er dennoch den Arzt aufsuchen. Schmerz ist unangenehm, damit wir ihn ausreichend beachten und auf seine Warnung reagieren. Wer das verpasst, begibt sich in Gefahr.


Vorsicht, wenn Schmerz selbst zur Krankheit wird

Was als akuter Schmerz beginnt, kann durch die Merkfähigkeit der Nervenzellen zu einem chronischen Schmerz werden, der bestehen bleibt, selbst wenn die eigentliche Ursache nicht mehr existiert. Vereinfacht erklärt, können überempfindlich gewordene Nervenzellen auch leichte Reize wie Berührung oder Wärme als starken Schmerz ans Gehirn melden. Der Schmerz hat damit seine ursprüngliche Funktion als biologischer Warner verloren und ist zu einer eigenständigen Erkrankung geworden. Für diese Form von chronischem Schmerz sind Menschen unterschiedlich anfällig – neben Erbanlagen sind psychische Faktoren entscheidend: Menschen mit Depressionen und Ängsten sind stärker gefährdet, und damit besteht bei alten Menschen häufig ein größeres Risiko.

Der andauernde Schmerz kann seine Ursache auch in chronischen Erkrankungen wie beispielsweise rheumatischen Leiden, Diabetes oder Tumorerkrankungen haben. In jedem Fall betrachtet die Medizin chronischen Schmerz ab einer Dauer von drei bis sechs Monaten als eigenständige Krankheit.


Bei Schmerzen also ganz genau hinsehen!

Ein neuer Film in der Pflegewelt von AXA hilft, mit Schmerz richtig umzugehen: Was ist Schmerz? Was ist zu tun? Wie hilft der Arzt? Wie kann ich mir selbst helfen? Und warum ist es wichtig, bei älteren Menschen ganz genau hinzusehen? Die wichtigsten Fragen beantwortet der Schmerz-Experte und gibt Tipps zu aktiver Therapie und rechtzeitiger Vorbeugung. Das Video finden Sie hier unter www.axa-pflegewelt.de.

Vorteil AXA Das PLUS für Kunden von AXA

Wir sind immer für Sie da.

Rund um die Uhr unterstützen wir Sie in unserer Pflegewelt von AXA mit vielen hilfreichen Beiträgen in allen Fragen rund um Pflege, Sorgen im Alter und Prävention.

Besonders hilfreich finden unsere Kunden die Rubrik „Pflegewelt bewegt“: Kurze Filme zeigen praxisnah und anschaulich, wie sich die Probleme des Alltags besser bewältigen lassen. Schauen Sie gleich einmal in die Pflegewelt von AXA rein und lassen Sie sich mit der breiten Themenauswahl informieren.

Die Pflegewelt von AXA auf Facebook 
Profitieren Sie von einem aktiven Austausch mit anderen Interessierten und den „Pflegeweltmachern“. Sagen Sie uns, was wir noch besser machen können.


Schmerz ist kein Schicksal sondern eine Aufgabe. 10 Tipps, die helfen, wenn Schmerzen Alltag geworden sind:

  • 1. Vertrauen Sie sich Ihrem Arzt an.
  • 2. Führen Sie ein Schmerztagebuch (die Vorlage gibt es zum kostenlosen Download z.B. von der Schmerzliga (PDF, 29,2 KB))
  • 3. Bemühen Sie sich, positiv zu denken.
  • 4. Genießen Sie die schönen Momente des Lebens und entspannen Sie bewusst.
  • 5. Gönnen Sie sich Abwechslung. Zum Beispiel einer spezielle Gesundheitswoche mit unserem Partner Fitforwell.
  • 6. Werden Sie aktiv – falsches Schonverhalten schwächt den Organismus.
  • 7. Halten Sie Kontakt zu Freunden und Bekannten und unternehmen Sie gemeinsam etwas.
  • 8. Planen Sie mehrmals in der Woche Bewegung ein. Besonders geeignet sind Radfahren, Schwimmen, Wassergymnastik, Walking, Yoga, Tai-Chi oder auch ausgedehnte Spaziergänge. Hier erfahren Sie, wie man den Alltag zum Aktivtag macht. Mit unserem Partner Interfit können Sie das ganze Jahr ein gesundheitsorientiertes Training zum Vorteilsangebot umsetzen.
  • 9. Sprechen Sie offen mit Ihrer Umgebung über Beschwerden und Ängste.
  • 10. Nutzen Sie die Angebote einer Selbsthilfegruppe. Ein Verzeichnis finden Sie unter www.schmerzliga.de.
Noch ein Tipp: Auf der Webseite der Deutschen Schmerzgesellschaft finden Sie weitere Informationen zum Thema sowie zu dem regelmäßigen bundesweiten „Aktionstag gegen den Schmerz“. Hier können sich Schmerzpatienten und ihre Angehörigen gezielt über Behandlungsmöglichkeiten informieren und beraten lassen. 

Rechtliche Hinweise
Die Artikelinhalte werden Ihnen von AXA als unverbindliche Serviceinformationen zur Verfügung gestellt. Diese Informationen erheben kein Recht auf Vollständigkeit oder Gültigkeit. Bitte beachten Sie dazu unsere Nutzungsbedingungen.