Gute Nachrichten vom Älterwerden - Glück in Sicht!

Mit einer positiven Lebenseinstellung


“Die große Freiheit” wünschen sich alle vom Alter. Eine positive Lebenseinstellung kann schon ein entscheidender Schritt zur Verwirklichung dieses Traums sein.

„Ich glaube, ich mache Fortschritte“ sagte der Cellist Pablo Casals, als er gefragt wurde, warum er mit 92 Jahren immer noch täglich übe. Diese Anekdote steht für eine bahnbrechende Entwicklung: Das Altern wird heute nicht mehr als Ende, sondern als Lebensphase gesehen, in der noch Entwicklung und Erfolgserlebnisse möglich sind. Viele Voraussetzungen dafür schaffen wir selbst. Drei Viertel der über 65-Jährigen bezeichnen ihren Gesundheitszustand (nach Erhebungen des Berliner Robert-Koch-Instituts) als gut oder sehr gut. Auch in der Altersgruppe der über 75-Jährigen fühlt sich ein fast ebenso hoher Anteil noch fit. Weitere Faktoren, um glücklich und zufrieden alt zu werden, sind neben Gesundheit Freunde und Familie, aber auch finanzielle Sicherheit. Lesen Sie, warum und wie Sie sich auf die kommenden Jahre freuen dürfen.

88 Prozent der Deutschen ab 60 Jahren sagen, dass sie glücklich sind. „Die Glückskurve steigt im Alter an“, kommentiert Trendforscher Peter Wippermann die Umfrage des Coca Cola Happiness Instituts. Mehrere Studien haben bereits festgestellt, dass nach einer Talfahrt der Zufriedenheit in mittleren Jahren die positive Einstellung später wieder die Oberhand gewinnt. Also ist die Sicht aufs Älterwerden als grauen Lebensabschnitt nicht begründet? „Nicht das Alter ist unser Problem, sondern die Einstellung dazu.“ Das sagte kein moderner Alternsforscher, sondern der Philosoph Marcus Tullius Cicero vor über 2.000 Jahren. Die Einstellung zum Alter ist heute zumindest anspruchsvoll.


Endlich frei!

Das Institut Forsa befragte 14- bis 75-Jährige zu den Erwartungen fürs spätere Leben, dabei waren sich die Generationen überwiegend einig: Es soll „die große Freiheit" sein. 91 Prozent lehnen jede Verpflichtung im Alter ab. Über die Hälfte will reisen, entspannen und sich den persönlichen Interessen widmen. Die Realität ist gar nicht so weit entfernt. Nach einer Umfrage der GfK Marktforschung will mehr als die Hälfte der über 70-jährigen Singles allein und unabhängig bleiben. Und auch die über 80-Jährigen fühlen sich heute durchschnittlich 10 bis 15 Jahre jünger als die Generation zuvor. Sie fahren in den Urlaub, treiben Sport und nehmen zum großen Teil ihr Alter als sehr lebenswert an. Teilnehmer einer Studie in Kalifornien berichten, „dass sie mit sich und ihrem Leben Jahr für Jahr, Jahrzehnt für Jahrzehnt, besser zurechtkommen.“ Die seelische Gesundheit, das heißt: Lebensfreude und Ausgeglichenheit, hat mit den Jahren gleichmäßig zugenommen. Diese Entwicklung lässt sich sogar sichtbar machen: Hirnscan-Aufnahmen zeigen, dass das „Angstzentrum“, wissenschaftlich: Amygdala, bei den über 80-Jährigen weniger stark auf negative, stresserzeugende Reize anspricht.


So alt, wie man sich fühlt?

Die Redensart enthält eine Wahrheit: Tatsächlich hat die Psyche einen großen Einfluss auf den Alterungsprozess. Eine wissenschaftliche Studie der University of Texas untersuchte den Zusammenhang zwischen positivem Denken und Gebrechlichkeit und kam zu dem Ergebnis, dass Glückliche womöglich bessere Chancen haben, länger fit zu bleiben. Das lässt sich erklären: Ein zufriedener Mensch fühlt sich wohl und hat damit mehr Lust auf ein aktives Leben, auf Bewegung und einen allgemein gesundheitsfördernden Lebensstil. Das beeinflusst unsere Gesundheit in einem erheblichen Maße. Eine positive Haltung zum Älterwerden ist also ein erster wichtiger Schritt, um der ersehnten großen Freiheit ein Stück näher zu kommen. Wer sich aufs Alter freut, profitiert davon.


Der Kopf gewinnt.

Meist nehmen wir nur die Verluste wahr – das Lernen fällt mit den Jahren schwerer, Aufmerksamkeit und Reaktionsvermögen nehmen ab. Aber das Gehirn ist bis ins hohe Alter trainierbar. Wenn es gefordert wird. „Wir wissen aus guten Untersuchungen, dass geistige Aktivität bis ins hohe Alter auch geistig jung hält. Es gibt auch Hinweise, dass körperliche Aktivitäten das unterstützen“ sagt der Neurologie-Professor Otto W. Witte. Psychologen versprechen uns sogar echten Zugewinn. Der Marburger Professor Detlef Rost erklärt die Phänomene der Intelligenz: Die „fluide Intelligenz“, die zum Beispiel aus der schnellen Auffassungsgabe besteht, reduziert sich bereits ab 25 Jahren. Daneben besitzt der Mensch jedoch auch eine „kristalline Intelligenz“! Diese basiert auf Gelerntem und Geübtem, sowie auf sozialer Einbindung und kulturellen Interessen. Dabei kann die kristalline Intelligenz sogar lange weiter wachsen. Manche Menschen erhalten sie sich bis ins sehr hohe Alter.


Es ist nie zu spät!

Mit 89 Jahren trat der britisch-indische Läufer Fauja Singh nach 70 Jahren Pause zu seinem ersten Marathon an. Extrem? „Je oller, je doller“ empfiehlt Professor Froböse, Leiter des Zentrums für Sport und Bewegung an der Deutschen Sporthochschule Köln, „Je älter man wird, umso höhere, schwerere Belastungen sollte man seinen Muskeln bieten. Muskeln im Alter zu schonen hat nämlich überhaupt keinen Sinn.“ Training hält nachweislich jung, durch Ausdauertraining ist es beispielsweise möglich, Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselfitness eines 20 Jahre Jüngeren zu erreichen, zeigte eine Zwillingsstudie.



Neben der Bewegung gehört die Ernährung zu den maßgeblichen Gestaltungsmöglichkeiten des Alters, die wir selbst in der Hand haben. Übergewicht kann nach einer Langzeitstudie bis zu zehn Lebensjahre kosten, eine ausgewogene Ernährung mit gesunden Lebensmitteln macht dagegen einen Teil der Lebensfreude aus. Mehr dazu finden Sie in unserer Serie „Gesunde Ernährung".


Freundschaft ist gesund.

Vor allem am Anfang und am Ende des Lebens scheinen Freunde eine wichtige Rolle zu spielen. Das folgern US-Wissenschaftler aus vier Langzeitstudien, die untersuchten, wie sich soziale Beziehungen auf die Gesundheit auswirken. Demnach steigt im Alter durch Einsamkeit das Risiko für Bluthochdruck. Wer Mangel an sozialen Kontakten hat, schläft schlechter und hat eine schwächere Immunabwehr. Gute Kontakte zu Freunden und zur Familie erwartet in Deutschland jeder Dritte fürs Alter, berichtet  eine Studie des Sinus Institutes im Auftrag der Initiative „7 Jahre länger leben“. Immerhin jeder Zehnte fürchtet aber, später allein zu sein. Vielen hilft es dann, sich für andere einzusetzen.


Etwas für sich und andere tun

Zwar stehen Verpflichtungen bei den Älteren nicht oben auf der Wunschliste, das freiwillige Engagement für Mitmenschen hingegen spielt eine immer größere Rolle. Besonders groß ist die Zunahme der Engagierten unter den 70- bis 74-Jährigen, 27 Prozent dieser Altersgruppe setzen sich nach dem letzten Engagement-Bericht der Bundesregierung in einem Ehrenamt ein. Clemens Tesch-Römer vom Deutschen Zentrum für Altersfragen sieht noch über das Ehrenamt hinaus großes soziales Engagement bei den Älteren: „Bei Menschen ab 65 Jahren nimmt auch die Pflege und Unterstützung von Personen außerhalb der eigenen Familie und des eigenen Haushalts deutlich zu. Immerhin 6,1 Prozent der Menschen im Rentenalter übernehmen solche Aufgaben, wobei die Hilfeleistung in erster Linie Altersgenossen gilt.“

Dabei kommt die Freude nicht zu kurz: „Ältere Menschen sind besonders oft in den Bereichen Kultur und Musik, Soziales, Kirche und Gesundheit vertreten. Und mehr noch als Jüngere wollen sie bei der freiwilligen Tätigkeit Spaß haben, die Gesellschaft mitgestalten und mit anderen Generationen zusammenkommen.“


Respekt!

Die Älteren selbst haben mit ihrer aktiven Teilnahme dazu beigetragen, dass sie längst nicht mehr auf dem Abstellgleis der Gesellschaft stehen. Ihre Wünsche und Bedürfnisse spielen eine Rolle in der öffentlichen Diskussion. Bereits seit 1993 gibt die Bundesregierung regelmäßig die ausführlichen Altenberichte in Auftrag. Hierdurch wird die Situation älterer Menschen auf dem aktuellen Stand gehalten und die Bedeutung ihrer Interessen bestärkt. Wie zum Beispiel: 67 Prozent wollen einer Emnid-Umfrage zufolge möglichst lange im eigenen Zuhause leben. „Die Politik für ältere Menschen muss darauf ausgerichtet sein, ein eigenständiges und selbstbestimmtes Leben zu unterstützen, Ungleichheiten zu überwinden sowie soziale Teilhabe zu ermöglichen und zu fördern“, ist die Schlussfolgerung der Expertenkommission aus dem aktuellen siebten Altenbericht. Der Lebensraum steht diesmal im Mittelpunkt, Wohnformen, Geschäfte und Freizeitangebote, Dienstleistungen und Nachbarschaften: „Bund und Länder sollten ihre Förderprogramme für einen altersgerechten Umbau von Wohnungen und des Wohnumfelds ausbauen... Ferner sollte allen älteren Menschen der Zugang zu technischen Assistenzsystemen ermöglicht werden.“ Lesen Sie zu den zukunftsweisenden Wohnformen auch unseren Artikel: "Zu Hause ist es am schönsten...".


Kein Geschenk

„Das Thema Alter gehört eigentlich schon in die Schulen, in den Biologie-, Ethik- oder Philosophieunterricht." Professor Dr. Andreas Kruse erforscht an der Universität Heidelberg die Potenziale des Alterns und hält es für möglich, das Älterwerden vorzubereiten: „Dieses Leitbild eines gelingenden Lebens im Alter ist an Voraussetzungen geknüpft: an ökonomische Ressourcen und intakte soziale Netzwerke, an körperliche und psychische Gesundheit.“ Viele Grundlagen werden bereits in frühen Jahren gelegt: „Eine gute materielle Sicherung und Bildung sorgen für eine hohe Lebenszufriedenheit im Alter", sagt Dr. Clemens Tesch-Römer, Leiter des Deutschen Zentrums für Altersfragen. Es gelingt aber auch später noch, sich auf das Altern aktiv einzustellen. Das Umdenken in einen positiven Lebensstil lohnt sich! Denn, wer heute die 60 erreicht hat, darf sich im Schnitt auf noch mehr als 20 Lebensjahre freuen.

Zur Freiheit im Alter gehören letztendlich auch die Themen, die man so gerne weit von sich schiebt:                                                                         

  • Ist der eigene Wille ausreichend gesichert? Gibt es dafür eine Vorsorgevollmacht und eine Patientenverfügung?
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Auch mit 50 plus ist es nicht zu spät, gute Entscheidungen zu treffen. Unterstützung bei der selbstbestimmten Planung finden Sie in unserem Artikel zu Vollmachten.


Das Beste kommt noch.

„Alter neu denken" ist das Motto von Alternsforscher Andreas Kruse: „Das Alter insgesamt bietet ein starkes ideelles, geistiges, soziales, kulturelles Kapital.“ Endlich geht die Ära des Alterspessimismus zu Ende. Davon ist auch der Hamburger Zukunftsforscher Horst Opaschowski überzeugt. „Das Leben wird immer lebenswerter“, sagt der 75-Jährige und gibt dazu konstruktive Anleitungen in seinem neuen Buch „Das Abraham-Prinzip – Wie wir gut und lange leben“. Das wünschen wir Ihnen.


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