Serie Medikamenteneinnahme Teil 1: Unterstützung beim Umgang mit Medikamenteneinahme



Grundbedingung jeder erfolgreichen Therapie ist der Mensch: Der Arzt kann nur helfen, wenn der Patient aktiv mitarbeitet und die Empfehlungen befolgt. Vor allem Ältere haben aber häufig Probleme bei der therapietreuen Einnahme von Medikamenten. Ein neuer Film in der Pflegewelt von AXA gibt wertvolle Tipps, wie die Hindernisse auf dem Weg zur Besserung zu überwinden sind.

Durchschnittlich 50 Prozent der Patientinnen und Patienten nehmen ihre ärztlich verschriebenen Medikamente nicht wie verordnet ein. Nicht nur die gesundheitlichen Folgelasten sind erheblich: Jährlich landen Medikamente für schätzungsweise mehrere Milliarden Euro im Müll. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich bereits mit der sogenannten „Adhärenz“ beschäftigt, auf Deutsch: das Mitwirken des Patienten am Erfolg der Therapie.

Das mangelhafte Befolgen ärztlicher Empfehlungen ist ein kompliziertes Phänomen, an dem viele Umstände beteiligt sind. Alter, mangelnde Information, körperliche und geistige Einschränkungen, fehlende Motivation gehören dazu – manchmal auch einfach nur eine zu große, unübersichtliche Menge von Medikamenten. „Zehn oder mehr Arzneimittel täglich sind für viele Senioren nichts Besonderes“, beklagt Ulrich Thiem, Altersmediziner am Klinikum der Universität Bochum. Studien belegen: Bei mehr als sieben Medikamenten steigt das Risiko, etwas falsch zu machen, auf das dreifache im Vergleich zu Patienten mit maximal zwei Tabletten.


Was hilft: Menschen mit Medikamenten nicht alleine lassen!

Wissenschaftler der gemeinnützigen Cochrane Collaboration für medizinische Informationen (www.cochrane.de) haben Studienergebnisse zu unterschiedlichen Methoden der Unterstützung bei der Medikamenteneinnahme ausgewertet. Als häufig hilfreich stellten sich dabei heraus: eine gründliche Beratung, verständliche schriftliche Informationen aber auch einfache Gedankenstützen wie beispielsweise Telefonanrufe zur Erinnerung. Bei einer langfristigen Medikamenteneinnahme reichen diese Methoden alleine allerdings nicht aus. Erfolgreiche Unterstützung besteht nach Aussage der Forscher oft aus vielen Einzelmaßnahmen. Die wichtigsten Ansätze für Problemlösungen sind:

1. Die Darreichungsform vereinfachen
Vor allem ältere Menschen haben häufig Probleme mit Verpackungen, die schwer zu öffnen sind. Noch komplizierter kann es werden, wenn Tabletten vor der Einnahme geteilt werden müssen. Entmutigt geben Patienten auf – mit fatalen gesundheitlichen Folgen. Angehörige können hier helfen und die Medikamente zur problemlosen Einnahme vorbereiten.

2. Die richtige Einnahme besprechen
Unsicherheit ist ein gefährlicher Berater: Vielleicht hat der Patient nicht wirklich verstanden, wann und wie er sein Medikament einnehmen soll? Wichtig ist es, so lange aktiv nachzufragen, bis alle Unklarheiten bereinigt sind.

3. Das Medikament erklären
Eines der häufigsten Probleme ist mangelndes Verständnis, warum ein Medikament notwendig ist. Die Einsicht fehlt meist dann, wenn Patienten keine Symptome verspüren und ihre Erkrankung nicht verstehen. Auch hier gilt: beim Arzt auf verständlichen Auskünften bestehen!

4. Die Therapie begleiten
Unerwünschte Nebenwirkungen und das Ausbleiben der erhofften Besserung führen zu Enttäuschung, Frustration und dann häufig zum eigenmächtigen Abbruch einer Therapie. Das Gespräch mit dem Arzt hilft, diese gefährliche Situation zu vermeiden: Gibt es Präparate, die besser geeignet sind?


Das wichtigste Rezept: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker! Der aktive Patient ist wichtigster Teil jeder erfolgreichen Therapie.

Das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen stellt fest: Es ist mehr Kontakt zwischen Arzt und Patienten nötig, und das Thema der Medikamenteneinnahme muss häufiger und intensiver besprochen werden. Hier ist auch Initiative der Ärzte gefragt: Es kann hilfreich sein, wenn Behandler die Patientinnen und Patienten anrufen, die nicht zu Arztterminen erschienen sind und regelmäßig nachfragen, ob es mit der Einnahme der Medikamente klappt. Im vertrauensvollen Gespräch mit dem Arzt können viele Probleme geklärt werden: Vielleicht ist es möglich, die Zahl der Medikamente durch Verwendung von Wirkstoffkombinationen zu verringern.

Medikamente, die mehrmals täglich eingenommen werden, können eventuell durch Varianten mit verlängerter Wirkungsdauer ersetzt werden und Nebenwirkungen lassen sich möglicherweise durch ein anderes Präparat entschärfen.

Apotheker raten vor allem zu Durchblick und Übersicht: Ständiger Begleiter bei einer langfristigen Therapie sollte eine Liste sein, auf der nicht nur alle verordneten Arzneimittel stehen, sondern auch Präparate, die zusätzlich ohne Rezept gekauft und eingenommen bzw. angewendet werden. Diese Liste ist die richtige Gesprächsgrundlage beim Arzt und in der Apotheke, um Rat bei allen Unsicherheiten zu erhalten.

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Lesen Sie auch unseren zweiten Teil zur Medikamenteneinnahme: "Serie Medikamenteneinnahme Teil 2: Vorsicht Wechselwirkungen! Wenn gute Medikamente böse Folgen haben."

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